Aktuelles, Experten, Positionspapier - geschrieben von am Sonntag, Juni 21, 2026 0:58 - noch keine Kommentare

Extended Reality: IWGDPT Berlin Group veröffentlicht Arbeitspapier

Dieses enthält Empfehlungen sowohl für politische Akteure als auch für Entwickler von Anwendungen der „Extended Reality“-Technologien

[datensicherheit.de, 21.06.2026] Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) meldet, dass die von ihr geleitete „Internationale Arbeitsgruppe für technologischen Datenschutz“ („International Working Group on Data Protection in Technology – Berlin Group“), ein neues Arbeitspapier mit Empfehlungen zum Thema Datenschutz bei Anwendungen der „Extended Reality“ vorgelegt hat. Dieses enthält demnach Empfehlungen sowohl für politische Akteure als auch für Entwickler von Anwendungen der „Extended Reality“-Technologien und soll einen Beitrag zu einer besseren grundrechtskonformen Anwendung dieser Technologien bieten.

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Abbildung: BfDI

Das vorgelegte IWGDPT-Arbeitspapier umfasst auch eine Analyse der Risiken für den Schutz personenbezogener Daten der Betroffenen

Arbeitspapier erörtert auch Schutz unbeteiligter Dritter und vulnerabler Gruppen

Das IWGDPT-Arbeitspapier erklärt Anwendungsbeispiele von „Extended Reality“-Technologien, z.B. im Bereich „Gaming“ oder bei „Wearables“, bei denen aus verschiedenen Quellen neutrale oder auch personenbezogene Daten eines Nutzers oder anderer, unbeteiligter Personen gesammelt und verarbeitet werden können.

  • Es folgt eine Analyse der Risiken für den Schutz personenbezogener Daten der Betroffenen.

Hierzu zählten beispielsweise exzessive Datenerhebung, die Überwachung der Anwender aber auch Fragen zum Schutz unbeteiligter Dritter und vulnerabler Gruppen wie Kinder und Jugendliche. Berücksichtigt werden müsse auch, dass eine Nutzung von „Wearables“ die Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten, z.B. der Herzfrequenz, ermöglicht.

Das vorgelegte Arbeitspapier der„Berlin Group“ soll eine Diskussionsgrundlage liefern

Im Arbeitspapier wird ausgeführt, dass sich „Extended Reality“-Technologien über die Welt der Videospiele hinaus auf zunehmend einflussreichere und sensiblere Bereiche ausgeweitet hätten – darunter auch das Gesundheitswesen, das Bildungswesen, die Arbeitswelt und weitere Bereiche. Die XR-Technologie werfe nun ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes auf – und zwar nicht nur für die Nutzer, sondern auch für Umstehende, deren Anwesenheit und Handlungen mit diesen Geräten erfasst werden könnten.

  • Zwar seien viele der mit XR verbundenen Datenschutzrisiken auch bei anderen Technologien anzutreffen, doch berge „Extended Reality“ aufgrund der Quelle, der Art und des Umfangs der verarbeiteten Informationen einzigartige Risiken – bereits zwanzig Minuten in einer Virtual-Reality-Simulation (VR) könnten fast zwei Millionen einzelne Körpersprachaufzeichnungen generieren.

Das vorgelegte Arbeitspapier soll laut „Berlin Group“ daher eine Diskussionsgrundlage zu diesem Thema liefern, indem es erläutert, was unter „Extended Reality“ zu verstehen ist, welche Daten durch diese Technologie verarbeitet werden und welche Risiken für den Datenschutz damit verbunden sind. Abschließend werden einige Handlungsempfehlungen für Entwickler von XR-Anwendungen sowie für politische Entscheidungsträger und Regulierungsbehörden gegeben.

Weitere Informationen zum Thema:

BfDI, Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Unsere Mission: Datenschutz, Datenschutzaufsicht und Informationsfreiheit als Wegbereiter einer grundrechtssensiblen digitalen Transformation

BfDI, Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, 16.06.2026
Working Paper on Extended Reality / Working Paper on Extended Reality der IWGDPT

BfDI, Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
IWGDPT

WIKIPEDIA
Extended Reality

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