Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Freitag, Oktober 3, 2025 0:36 - noch keine Kommentare
EVZ-Warnung an Privatverkäufer: Betrüger versuchen Daten zu entlocken
Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) macht auf Betrüger aufmerksam, welche sich auf europäischen „Second Hand“-Web-Plattformen tummeln
[datensicherheit.de, 03.10.2025] Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) warnt in einer aktuellen Stellungnahme: „Was als harmloser Verkauf eines gebrauchten Artikels beginnt, kann für Verbraucher teuer enden!“ Statt Geld für ihre Ware zu bekommen, habe z.B. eine Betroffene fast 3.000 Euro verloren – damit sei sie leider kein Einzelfall. Das EVZ macht auf Betrüger aufmerksam, welche sich auf europäischen „Second Hand“-Web-Plattformen tummeln.
Sensible Daten wie Online-Banking-Zugangsdaten oder Kreditkartennummern im Fokus der Betrüger
Vermeintliche Kaufinteressenten nehmen demnach über europäische Online-Verkaufsplattformen wie „Vinted“ oder „Kleinanzeigen“ Kontakt zu den potenziellen Opfern auf. Dabei werde nach einer Telefonnummer oder einer privaten E-Mail-Adresse gefragt.
- In der Hoffnung, eine Zahlung für die angebotene Ware zu erhalten, ließen sich Verbraucher oft aus der sicheren App-Umgebung herauslocken.
„Anschließend erhält der Verkäufer eine scheinbar offizielle Schritt-für-Schritt-Anleitung, um den Kaufbetrag zu bestätigen. Er soll dazu einen QR-Code scannen, der auf eine täuschend echt aussehende Zahlungsseite führt. Das Ablesen des elektronischen QR-Codes soll eine angeblich sichere Bezahlmethode darstellen.“ Ziel sei es, den Verkäufer dazu zu bringen, sensible Daten wie Online-Banking-Zugangsdaten oder Kreditkartennummern preiszugeben.
Täter geben sich zuweilen als Support-Personal der Handels-Webplattform aus
Häufig würden die Betrüger angeben, dass die Plattform diese Daten fordere, um den Verkauf des Produktes erfolgreich abschließen zu können. „Da viele Nutzer das Verfahren nicht kennen und auf eine schnelle Zahlung hoffen, fällt der Betrug häufig nicht sofort auf.“
- Vor allem neue Anwender, die den genauen Prozess des Handels noch nicht kennen, seien häufig Opfer dieser Betrugsmasche.
In manchen Fällen würden sich die Täter sogar als Support-Personal der Plattform ausgeben, um das Opfer unter Druck zu setzen, Vertrauen zu gewinnen und die Freigabe der Zahlung zu erwirken. „Das Ergebnis: Kriminelle erlangen wichtige Zugangsdaten und können eigenmächtig Abbuchungen vornehmen.“
Das EVZ gibt Verbrauchern Hinweise zur Prävention und zum Verhalten im Fall der Fälle
So lässt sich laut EVZ ein Betrug vermeiden:
- Nicht von der Plattform weglocken lassen!
Der gesamte Verkaufsprozess mit dem interessierten Käufer sollte ausschließlich innerhalb der betreffenden offiziellen Plattform stattfinden. - Die Herkunft des QR-Codes prüfen!
Es gilt sicherzustellen, dass er von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt. - Einen QR-Code-Scanner mit integrierter Sicherheitsfunktion nutzen!
Dieser kann verdächtige URLs erkennen und davor warnen. - Keine persönlichen Daten weitergeben!
Telefonnummern oder E-Mail-Adressen sollten nicht herausgegeben werden. - Vorsicht, wenn eine externe Webseite geöffnet werden soll!
Auf Rechtschreibfehler und das generelle Erscheinungsbild achten – wirkt sie etwas unseriös, besser nichts anklicken. - Keinesfalls Bankdaten preisgeben!
Geschweige denn Online-Banking-Logins.
EVZ-Tipps, was zu tun ist, wenn das Geld schon weg ist:
- Die Verkaufsplattform kontaktieren:
Verdächtige Profile melden! - Umgehend die eigene Bank kontaktieren:
Versuchen Sie, die gezahlten Beträge über eine Rückbuchung (ein sogenanntes Chargeback) zurückzufordern! - Behörden informieren:
Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei! - Juristische Expertise wahrnehmen:
Holen Sie sich rechtliche Hilfe!
„Zur Sicherung von Online-Konten sollte stets eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktiviert werden. Zudem gilt: Der Empfang von Zahlungen erfordert in aller Regel keine Anmeldung oder Bestätigung per Login. Wer dazu aufgefordert wird, sollte misstrauisch werden, hier handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Betrugsversuch“, kommentiert Alexander Wahl, Jurist beim EVZ Deutschland.
Weitere Informationen zum Thema:
Europäische Verbraucherzentrum Deutschland
Rat und Hilfe für Verbraucher – kostenlos – seit über 20 Jahren / Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland ist die erste Anlaufstelle für alle deutschen Verbraucher bei grenzüberschreitenden Fragen. / Wir helfen Ihnen kostenlos, wenn Sie Probleme mit einem Unternehmen im EU-Ausland haben und alleine nicht weiterkommen.
Europäische Verbraucherzentrum Deutschland
Alexander Wahl
Europäische Verbraucherzentrum Deutschland
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