Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Dienstag, Januar 27, 2026 0:03 - noch keine Kommentare
Digitale Souveränität: Mehrheit sieht Übernahme wichtiger Unternehmen in Deutschland kritisch
79 Prozent fordern staatliches Eingreifen bei drohenden Übernahmen deutscher Unternehmen durch Nicht-EU-Investoren
[datensicherheit.de, 27.01.2026] Hinsichtlich Halbleiterfertigung, „Cloud“-Diensten, Software-Plattformen, Cybersicherheitslösungen oder marktführenden Unternehmen aus Industrie, Infrastruktur und Handel ist nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverbands Bitkom e.V. eine überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland der Ansicht, dass die Kontrolle von Schlüsselunternehmen der deutschen Wirtschaft – und damit auch der Einfluss auf Technologien, Daten und zentrale Teile von Wertschöpfungsketten – nicht von Akteuren außerhalb der EU übernommen werden sollte. Diese Aussage basiert demnach auf einer repräsentativen Telefon-Umfrage, welche Bitkom Research im Auftrag durchgeführt hat: Die Befragung unter 1.156 Personen in Deutschland ab 16 Jahren habe im Zeitraum der Kalenderwochen 39 bis 43 2025 stattgefunden

Foto: Bitkom
Dr. Ralf Wintergerst betont: Deutschland braucht weiterhin offene Märkte und Investitionen auch von außerhalb der EU!
Nur 2% möchten ausländische Übernahmen grundsätzlich unterbinden
79 Prozent meinten, die Bundesregierung sollte Übernahmen von Spitzen-Unternehmen der deutschen Wirtschaft durch Nicht-EU-Investoren verhindern. Dabei gebe es aber große Unterschiede hinsichtlich der einzelnen Herkunftsländer:
- „So sollte die Bundesregierung solche Übernahmen nach Ansicht von 84 Prozent bei Investoren aus Russland verhindern, 74 Prozent nennen China.“ Dahinter folgten Golfstaaten wie Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate (59%) sowie Indien (42%). Investoren aus den USA (33%) und Japan (19%) würden deutlich seltener als Länder genannt, aus denen Übernahmen verhindert werden sollten.
Nur zwei Prozent wollten Übernahmen egal aus welchem Land grundsätzlich stoppen. Ebenfalls zwei Prozent seien der Meinung, die Bundesregierung solle grundsätzlich alle Übernahmen zulassen.
Übernahme eine Frage, wer am Ende die Kontrolle über strategisch wichtige Unternehmen hat
„Souveränität heißt, bei Schlüsseltechnologien unabhängig zu bleiben oder unabhängiger zu werden. Dazu gehört auch die Frage, wer am Ende die Kontrolle über strategisch wichtige Unternehmen hat“, kommentiert der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst.
- Er unterstreicht: „Deutschland braucht weiterhin offene Märkte und Investitionen auch von außerhalb der EU. Investitionsprüfungen müssen Risiken für Sicherheit, Resilienz und technologische Selbstbestimmung adressieren!“
Angesichts geopolitischer Spannungen müsse Deutschland handlungsfähig bleiben. „Dazu gehört vor allem, Abhängigkeiten zu reduzieren und dort konsequent zu handeln, wo zentrale technologische Kompetenzen, Kritische Infrastrukturen oder die wirtschaftliche Sicherheit auf dem Spiel stehen“, so Wintergerst abschließend.
Weitere Informationen zum Thema:
bitkom
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