Aktuelles, Branche, Produkte - geschrieben von dp am Donnerstag, Februar 5, 2026 23:19 - noch keine Kommentare
Red Team Malware à la carte: Allpacka zur Simulation höchst befähigter Hacker-Angriffe
cirosec-Berater Leon Schmidt stellte auf der „IT-DEFENSE 2026“ zur Simulation motivierter, fortschrittlicher und kompetenter Malware-Angreifergruppen die „Allpacka“-Lösung vor
[datensicherheit.de, 05.02.2026] Zwar seien die Zeiten, in denen generische und öffentlich bekannte Malware Cyberkriminelle einfach zum Erfolg führte, lange vorbei – zumindest bei solchen Unternehmen, welche sich entsprechend schützen: Moderne Erkennungs- und Reaktionslösungen wie „Endpoint Detection and Response“ (EDR) erschwerten den Angreifern das Leben. Doch nutzten Hacker mittlerweile regelmäßig „individuelles ,Tooling’, eigene Mechanismen zum versteckten Laden und Packen von Malware sowie diverse weitere Kniffe, um diese modernen Erkennungslösungen zu umgehen“, so Leon Schmidt, Berater bei cirosec auf der „IT-DEFENSE 2026“. Demnach ist die Simulation solcher motivierten, fortschrittlichen und kompetenten Angreifergruppen, welche Unternehmen über unterschiedliche Vektoren angreifen, häufig ein Thema bei „Red Team“-Assessments: Für ein professionelles „Red Team“ sei es somit zentrale Aufgabe, sich dieser Techniken zu bedienen sowie Malware auch zeiteffizient an spontane Situationen anzupassen.

Foto: Dirk PinnowLeon Schmidt: Korrekter Einsatz von offensivem „Tooling“ ist nicht trivial!
„Allpacka“ ermöglicht allen „Red Team“-Mitgliedern, ihr gesamtes Arsenal an Malware-Komponenten auszuschöpfen
„Dafür haben wir bei cirosec eine eigene Lösung entwickelt, die den Alltag unseres Red-Teams vereinfacht – unseren Malware-Baukasten ,Allpacka’“, berichtet Schmidt. Er erläutert die zugrundeliegende Idee: „Jeder einzelne Arbeitsschritt, vom Kompilieren, Obfuskieren, Packen bis hin zur plattformspezifischen Anpassung der Malware, wird durch kombinierbare Module abstrahiert.“
- Durch die Verkettung dieser Module entstehe ein sogenanntes Rezept, welches vom „Allpacka Chefkoch“ „zubereitet“ und am Ende als individuelle Malware „serviert“ werde.
Das primäre Ziel von „Allpacka“ sei vor allem gewesen, einen hohen Automatisierungsgrad zu erreichen. Zusätzlich ermögliche dieser Ansatz allen „Red Team“-Mitgliedern, ihr gesamtes Arsenal an Malware-Komponenten auszuschöpfen, ohne mit der internen Funktionsweise der jeweiligen Komponente im Detail vertraut zu sein. Durch die Kapselung der Komponenten in „Allpacka“-Module könne sich jedes Mitglied ganz auf sein Spezialgebiet konzentrieren und trotzdem vom Know-how der anderen profitieren.
Malware-Demonstration: „Rezept“ zur heimlichen Erstellung von Screenshots vom Opfer-Computer
Schmidt erläuterte in seinem Vortrag, wie sie „Allpacka“ konzipiert und aufgebaut haben – „wie das System unter der Haube und in Aktion funktioniert und was wir dabei über Modularität, Sicherheit und gelebte Standards gelernt haben“.
- Es gehe um automatisierbare, offensive Infragestellung der IT-Sicherheit. Im Grunde sei es ein ständiges „Katz-und-Maus“-Spiel zwischen „Angreifer“ und „Verteidiger“ – diesen Umstand gelte es durch eine geeignete Simulation zu vermitteln und zu trainieren.
Schmidt betonte, dass die Gesamt-Kompetenz einer „Red Team“-Gruppe im Prinzip als Synergie einzelner Spezialgebiete aufzufassen sei. „Allpacka“ (von „All-Packer“ abgeleitet) könne dazu dienen, Innentäter-Analysen durchzuspielen. Als Demonstration führte er vor, wie ein „Rezept“ zur heimlichen Erstellung von Screenshots von einem als Opfer aufgefassten „Windows“-Computer aussehen würde.
Weitere Informationen zum Thema:
IT DEFENSE
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IT DEFENSE
Leon Schmidt
WIKIPEDIA
Red Team
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