Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Mittwoch, März 11, 2026 0:47 - noch keine Kommentare
Warnung der Bevölkerung: BBK meldet erfolgreichen Abschluss des Bund-Länder-Projektes
Was vor fast zehn Jahren mit innovativen Ideen begonnen hatte, ist laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) heute fester Bestandteil der Warninfrastruktur in Deutschland
[datensicherheit.de, 11.03.2026] Laut einer aktuellen Meldung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde nun nach fast zehn Jahren intensiver Forschungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsarbeit das EU-geförderte Bund-Länder-Projekt „Warnung der Bevölkerung“ erfolgreich abgeschlossen. Was mit innovativen Ideen begonnen habe, sei heute fester Bestandteil der Warninfrastruktur in Deutschland.

Abbildung: BBK
„Warnung der Bevölkerung“ – vom Forschungsprojekt zur Selbstverständlichkeit im Alltag
Viele der im Projekt entwickelten Ansätze mittlerweile gelebte Praxis
Das vom BBK koordinierte und durch Mittel des „Inneren Sicherheitsfonds“ (ISF) der EU finanzierte Projekt habe die Bevölkerungswarnung in Deutschland weit vorangebracht – technisch, organisatorisch und gesellschaftlich.
- Viele der in diesem Projekt entwickelten Ansätze seien inzwischen gelebte Praxis – vom flächendeckenden Ausbau und der Weiterentwicklung des Modularen Warnsystems (MoWaS) als zentrales technisches Element des deutschen Warnsystems über neue Warnkanäle, wie digitale Stadtinformationstafeln, bis hin zur sozialwissenschaftlich fundierten Warnkommunikation.
Ein prominentes Beispiel sei der „Bundesweite Warntag“, welcher laut BBK im Rahmen des ISF-Projekts konzipiert und erstmals umgesetzt wurde. Heute sei er ein fester Termin in den Kalendern – und ein zentrales Instrument zur Sensibilisierung der Bevölkerung und Erprobung der Bundeswarnsysteme.
Entwickelte Ergebnisse und Strukturen dauerhaft in die BBK-Arbeit und die der warnenden Behörden integriert
Ein besonderer Fokus des Projekts habe zudem auf den sozialwissenschaftlichen Aspekten gelegen: „Wie nehmen Menschen Warnungen wahr? Was führt dazu, dass sie verstanden und ernst genommen werden?“
- Die gewonnenen Erkenntnisse fließen demnach seither unter anderem in Leitlinien, Handreichungen und praxisnahe Empfehlungen für warnende Stellen ein.
Dr. René Funk, Vizepräsident des BBK, kommentiert: „Das EU-geförderte ISF-Projekt hat die Warnung der Bevölkerung entscheidend vorangebracht. Vieles davon ist heute selbstverständlich – und genau das zeigt den Erfolg. Wir haben gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen die Grundlagen für eine moderne, wirksame Warnung geschaffen. Mit dem Abschluss des Projekts endet die Forschungsphase – nicht aber die Wirkung: Die in diesem Rahmen entwickelten Ergebnisse und Strukturen werden dauerhaft in die Arbeit des BBK und der warnenden Behörden integriert.“
Projekt soll evtl. zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt werden
Philipp Wiemes, Projektleiter ISF-Projekt, berichtet: „Die Projektarbeit war geprägt von Innovationsfreude, wissenschaftlicher Tiefe und einer außergewöhnlich guten Zusammenarbeit über die verschiedenen Ebenen und Disziplinen hinweg. Dass unsere Ergebnisse auch die Warnung auf Landesebene stärken konnten und im Alltag der Menschen angekommen sind, ist für das gesamte Projektteam ein großartiger Erfolg.“
- Auch die Bundesländer bewerteten die Ergebnisse als überaus wertvoll – etwa mit Blick auf die Warninfrastrukturen vor Ort durch den Ausbau des MoWaS und der Sirenen sowie die Etablierung des „Bundesweiten Warntages“. Zudem habe der regelmäßige Austausch zwischen den Ländern eine Weiterentwicklung der Warnsysteme gefördert.
„Der Austausch in diesem Bund-Länder-Projekt war ausgezeichnet und hat die Entwicklung der Warnsysteme in den Ländern entscheidend vorangetrieben. Die Bevölkerungswarnung ist so stark im Bewusstsein wie nie zuvor. Wir hoffen sehr, das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt fortführen zu können“, so Uwe Becker, Vorsitzender der projektbegleitenden Arbeitsgruppe mit Vertretungen aus Bund und Ländern.
BBK sieht Wirken der Erkenntnisse über das abgeschlossene Projekt hinaus
Zwar sei die Projektförderung nun abgeschlossen, nicht jedoch die inhaltliche Auseinandersetzung mit wirksamer Bevölkerungswarnung.
- Die gewonnenen Erkenntnisse etwa zu sozialen, psychologischen und kommunikativen Aspekten von Warnung würden auch weiterhin in die fachliche Arbeit des BBK einfließen – diese lieferten wichtige Impulse für die weitere Entwicklung einer klaren, verlässlichen und zielgruppengerechten Warnkommunikation.
Die im Projekt entwickelten Inhalte, Studien und Materialien blieben weiterhin verfügbar und bildeten eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Bevölkerungswarnung in Deutschland.
Weitere Informationen zum Thema:
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Das BBK
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
ISF Bund-Länder-Projekt Warnung der Bevölkerung
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
MoWaS
BBK BEVÖLKERUNGSSCHUTZ 3 | 2025, BÜRGERNAHER BEVÖLKERUNGSSCHUTZ, Karin Scherer
Das ISF Bund-Länder-Projekt Warnung der Bevölkerung / Knapp zehn Jahre Forschung, Entwicklung und Ausbau der Bevölkerungswarnung
datensicherheit.de, 08.12.2023
Taxi-Dachmonitore: BBK richtet neuen Kommunikationsweg für Warnungen ein / Bund, Länder und Kommunen können nun auch Taxi-Dachmonitore nutzen, um die Bevölkerung zu warnen
Aktuelles, Experten, Gastbeiträge - Juni 15, 2026 11:00 - noch keine Kommentare
Wechselwirkung zwischen KI und Cybersecurity als zentrale Führungsfrage 2026
weitere Beiträge in Experten
- Von Backups bis Updates – Umfrage zur Datensicherheit bei deutschen Internet-Nutzern
- Autonome Mobilität: Erste Überprüfung einer Realfahrt in Deutschland unter Level-4-Bedingungen
- FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA eröffnet Mobilfunkbetreibern große Chancen
- eco-Kritik an IP-Adressspeicherung: Bundesrat darf keinen Bauplan für digitale Massenüberwachung liefern
- Umgang mit Social Media an Schulen: Bildungsministerkonferenz hat Erklärung veröffentlicht
Aktuelles, Branche - Juni 12, 2026 0:53 - noch keine Kommentare
eIDAS 2.0: Digitale Identität skaliert erst auf Basis vertrauenswürdiger Prozesse
weitere Beiträge in Branche
- Realitätscheck zur souveränen europäischen KI
- Faktor Mensch bleibt laut aktueller Cyberversicherungsstudie zentraler Angriffsvektor
- Malwarebytes Scam Number Check: Kostenlose Rückwärtssuche für Telefonnummern zum Verbraucherschutz
- Niederlage oder Sieg: Backups im Kontext der Cyberrisiken rund um die Fußball-WM 2026
- Cybersicherheit quasi Torhüter der Netzwerke: WM 2026 als Herausforderung und Inspiration
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen


