Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Dienstag, Juni 9, 2026 11:51 - noch keine Kommentare
„Bestes Netz für Deutschland“ – Memorandum of Understanding für Netzausbau unterzeichnet
Netzausbau eine erfolgreiche Gemeinschaftsaufgabe, wenn Bund und Länder Hürden abbauen, Kommunen den Ausbau zur Priorität machen und Unternehmen bauen können
[datensicherheit.de, 09.06.2026] Am 8. Juni 2026 haben laut einer diesbezüglichen Stellungnahme des Digitalverbands Bitkom e.V. Bund, Länder, Kommunen und Netzbetreiber das Memorandum of Understanding „Bestes Netz für Deutschland“ unterzeichnet. Der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst, kommentiert: „Die Vereinbarung von Bund, Ländern, Kommunen und Netzbetreibern zeigt, wo der Netzausbau besser werden muss und wie er besser werden kann. Der Netzausbau ist eine gemeinsame Aufgabe: Er geht dort voran, wo Bund und Länder Hürden abbauen, Kommunen den Ausbau zur Priorität machen und Unternehmen bauen können.“

Foto: Bitkom
Dr. Ralf Wintergerst betont, dass es jetzt darauf ankommt, dass aus dieser Vereinbarung jetzt „Tempo auf der Baustelle“ wird…
Beim Netzausbau in den vergangenen Jahren durchaus viel erreicht
Die Notwendigkeit zeigt sich demnach anhand einer neuen Bitkom-Erhebung: Bis ein neuer Mobilfunkmast steht, vergingen im Schnitt mehr als drei Jahre. Die eigentliche Planung durch die Unternehmen dauere durchschnittlich acht Monate, der Bau rund vier Monate.
- Die größten Verzögerungen entstünden bei der Standortsuche mit im Schnitt 16 Monaten und im Genehmigungsverfahren mit rund zehn Monaten. Auch die Stromanbindung könne bis zu eineinhalb Jahre dauern.
Dennoch hätten die Telekommunikationsunternehmen in den vergangenen Jahren viel erreicht: 5G erreiche nahezu alle Haushalte und rund 95 Prozent der Fläche. Mehr als 80 Prozent der Haushalte könnten heute einen Gigabit-Anschluss nutzen, fast die Hälfte habe Zugang zu Glasfaser.

Abbildung: Bitkom
Neubau Mobilfunkmasten: Aktuelle Bitkom-Analyse zur Verfahrensdauer
Liegenschaftsatlas für öffentliche Gebäude und Grundstücke gefordert, um für Netzausbau geeignete Mobilfunkstandorte schneller zu ermitteltn
Aber der Netzausbau bleibe weiterhin dort schwierig, „wo Verfahren zu lange dauern oder Standorte für Masten und Stromanschlüsse fehlen“. Jetzt komme es eben darauf an, dass aus der Vereinbarung „Tempo auf der Baustelle“ wird, nicht zusätzliche Abstimmung auf dem Papier.
- Der Liegenschaftsatlas für öffentliche Gebäude und Grundstücke müsse kommen, damit geeignete Mobilfunkstandorte schneller gefunden werden. Zudem brauchten Mobilfunkmasten eine priorisierte Stromanbindung. Genehmigungen müssten digital, einheitlicher und einfacher werden. Zudem dürfe das im Sommer 2025 beschlossene „überragende öffentliche Interesse“ nicht nur im Gesetz stehen – es müsse auch in den Kommunen angewendet werden und die Verfahren spürbar beschleunigen.
Deutschland braucht laut Bitkom Netze, welche im Alltag flächendeckend und zuverlässig funktionieren – im Home-Office, im Zug, auf dem Land, in der Arztpraxis, in der Schule und in den Unternehmen. Glasfaser und 5G seien die Grundlage dafür, dass Menschen verlässlich digital arbeiten, lernen und kommunizieren könnten. Wintergersts Fazit: „Das beste Netz für Deutschland entsteht durch weniger Bürokratie, einfachere Verfahren und Rahmenbedingungen, die Investitionen möglich machen.“
Weitere Informationen zum Thema:
bikom
Über uns
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