Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Montag, Juli 4, 2016 23:10 - noch keine Kommentare
HummingBad grassiert in Deutschland: Fast 40.000 Android-Geräte betroffen
Insgesamt mehr als 13 Millionen Angriffe festgestellt
[datensicherheit.de, 04.07.2016] Die Check Point® Software Technologies Ltd. hat am 4. Juli 2016 einen Hintergrundbericht über die Malware „HummingBad“ veröffentlicht, welche gegenwärtig in Deutschland Mobilgeräte befällt.
40.000 „Android“-Geräte in Deutschland betroffen
Fast 40.000 „Android“-Geräte seien aktuell mit „HummingBad“ in Deutschland infiziert – insgesamt sollen mehr als 13 Millionen Angriffe in Deutschland festgestellt worden sein.
Laut Check Point werden mit dieser „Android“-Malware jeden Monat global 300.000 US-Dollar umgesetzt. Über zehn Prozent der Angriffe weltweit fänden in Deutschland statt.
Der Schädling wurde nach Angaben von Check Point bereits im Februar 2016 entdeckt und führt seit Monaten die Liste der „Top Mobile Malware“ in Deutschland an.
Einnahmen durch manipulierte Klicks auf Bannerwerbung
„HummingBad“ erstellt demnach einen permanenten Rootzugriff auf dem Endgerät des Opfers und kreiert Einnahmen durch manipulierte Klicks auf Bannerwerbung. Zusätzlich könne durch die Malware weiterer Schadcode eingeschleust werden, um beispielsweise Informationen auch aus geschützten Bereichen zu extrahieren.
Hinter dieser Schadsoftware soll die chinesische Gruppe „Yingmob“ stehen. Neben einem legitimen Werbeanalyseunternehmen entwickle die Organisation auch Schadsoftware. Das Unternehmen gelte als gut organisiert und verfüge über 25 Mitarbeiter in vier Abteilungen.
Offensichtliche Verbindung zwischen „HummingBad“ und „Yispecter“
Die Hinweise dazu kämen von mehreren Forschungsunternehmen. Es gebe zusätzlich Anzeichen, das „Yingmob“ ebenfalls für die iOS-Malware „Yispecter“ verantwortlich sei:
- „Yispecter“ nutze Zertifikate von „Yingmob“, um sich auf Endgeräten zu installieren.
- „HummingBad“ und „Yispecter“ teilten sich einen C&C-Server.
- Verzeichnisse von „HummingBad“ enthielten „QVOD Documentation“, einen iOS-Player für pornografische Inhalte, welche von „Yispecter“ angesteuert würden.
- „Yingmob“ nutze „HummingBad“ und kontrolliere momentan 85 Millionen Geräte weltweit.
Angriffswellen noch potenziell ausbaubar
Besonders gefährlich sei, dass die Angriffswellen noch potenziell ausbaubar seien. „Yingmob“ und andere Gruppen könnten ihren Zugriff auf die Geräte nutzen, um riesige Botnetze aufzubauen und durch gezielte Attacken immensen Schaden anrichten bzw. diese Fähigkeiten an den Meistbietenden verkaufen.
Weitere Informationen zum Thema:
Check Point, 01.07.2016
>From HummingBad to Worse: New In-Depth Details and Analysis of the HummingBad Android Malware Campaign
Aktuelles, Experten - Feb. 2, 2026 1:06 - noch keine Kommentare
Bargeld muss bleiben – gemeinsamer Appell von 14 Verbraucherschutz-, Sozial-, Wohlfahrts- und Wirtschaftsverbänden an die Bundesregierung
weitere Beiträge in Experten
- KRITIS-Dachgesetz: eco begrüßt Verabschiedung bundesweit einheitlichen Rahmens für den Schutz Kritischer Infrastrukturen
- Bitkom sieht Pseudonymisierung als Schlüssel, um Datenschutz und datengetriebene Anwendungen zusammenzubringen
- Meike Kamp am Europäischen Datenschutztag 2026: EU-Kommission rüttelt an den Grundpfeilern des Datenschutzes
- Barrierefreie KI: Zehn praxisnahe Schritte für inklusive Innovation am Arbeitsplatz
- Am Safer Internet Day 2026 DsiN-Talk zu Medienkompetenzen in der Schule
Aktuelles, Branche, Studien - Feb. 2, 2026 0:40 - noch keine Kommentare
Zunahme Deepfake-Betrug: facebook bevorzugt im Visier Cyberkrimineller
weitere Beiträge in Branche
- Ändere Dein Passwort Tag 2026: Least Privilege und Zugangskontrolle gilt es flankierend zu beachten
- Cyberversicherungen: Compliance zur Senkung der Prämien
- Spionagewerkzeug GhostChat: Gefälschte Dating-App als Köder
- Barrierefreie KI: Zehn praxisnahe Schritte für inklusive Innovation am Arbeitsplatz
- Video-KI: Europas strengste Datenschutz-Regeln prägen die Zukunft
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren