Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von am Donnerstag, März 30, 2017 20:07 - noch keine Kommentare

Umfrage: Etwa ein Drittel der Befragten verlor 2016 Daten trotz Backup

Datensicherungssysteme müssen vollständig sein und getestet werden

[datensicherheit.de, 30.03.2017] Laut einer aktuellen Umfrage von Kroll Ontrack anlässlich des „World Backup Day 2017“ sind Daten trotz diverser Backup-Lösungen nicht sicher – etwa ein Drittel der befragten Kunden habe 2016 Daten verloren.

Etwa ein Drittel der Befragten erlitt einen Datenverlust

Die aufwändige Vollsicherung ihrer Daten sei für die meisten Unternehmen und Privatanwender heute Routine – so ein Ergebnis der aktuellen Kundenumfrage von Kroll Ontrack.
Die Datensicherung in der Cloud zu vollziehen, werde zudem immer beliebter. Im Vergleich zum Vorjahr hätten doppelt so viele Anwender (rund 33 Prozent) ihre Backups online durchgeführt. Auch die Sicherung per Tape stehe trotz digitaler Lösungen hoch im Kurs: Mehr als doppelt so viele Unternehmen und Privatanwender (17 Prozent) wie 2016 würden nach eigenen Angaben ihre Daten auf Band bannen – in Deutschland seien es sogar etwas mehr als 30 Prozent.
Dennoch habe ungefähr ein Drittel der 1.000 befragten Kunden aus Nordamerika, Europa und Australien einen Datenverlust verzeichnet.

Datenverlust trotz vorhandener Backup-Lösung

Auffällig dabei sei, dass nur 35 Prozent der Verlustopfer über kein (aktuelles) Backup verfügten. Folglich hätten die meisten Unternehmen trotz einer vorhandenen Backup-Lösung einen Datenverlust erlitten. Bei einem Viertel der Befragten habe das Backup zudem nicht richtig funktioniert.
Von den Nutzern mit einem Datenverlust, aber vorhandenem Backup hätten immerhin 67 Prozent angegeben, dass sie nahezu alle Daten hätten wiederherstellen können; weitere 13 Prozent immerhin bis zu drei Viertel der Daten. Bei zwölf Prozent sei das Backup korrumpiert gewesen. Knappe drei Prozent hätten nur geringe Datenmengen wiederherstellen können.

Alle Endgeräte in Backup-System einbinden!

Eine mögliche Erklärung für Datenverluste trotz Backup sei dessen System: Sind nicht alle Endgeräte darin eingebunden, könnten Daten auf diesem Weg verloren gehen. Um eine zuverlässige Sicherung zu gewährleisten, müssten auch mobile Datenträger wie Mobiltelefone oder Notebooks mit dem Sicherungsserver verbunden sein.
Unter denjenigen Anwendern ohne Sicherung glaubten nur rund sieben Prozent an die Sicherheit ihrer Daten ohne Backup. Rund 14 Prozent der weltweiten Teilnehmer sei nach eigenen Angaben die Recherche nach geeigneten Backup-Lösungen und deren kostspielige Verwaltung zu müßig.

24 Prozent testen niemals ihre Datensicherung

Weiterhin habe die Studie ergeben, dass drei Viertel aller Backups unverschlüsselt durchgeführt würden. Verglichen mit Großbritannien, in dem knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer ihre Sicherung verschlüssele, schneide Deutschland mit rund 27 Prozent in dieser Disziplin eher schlecht ab.
Der überwiegende Teil der Nutzer (44 Prozent) erstelle täglich ein Backup, in Deutschland kümmerten sich stattliche 71 Prozent täglich darum. Mehr als 18 Prozent der Teilnehmer sicherten ihre Daten einmal in der Woche, knappe 16 Prozent einmal im Monat. Jährlich führten nur rund vier Prozent ein Backup durch.
Von den befragten Anwendern testeten 24 Prozent ihre Backups mindestens einmal in der Woche, knapp 30 Prozent einmal im Monat und etwas weniger als 14 Prozent einmal im Jahr; 24 Prozent testeten nie.

Tipps für bestmögliche Backup-Ergebnisse:

  • Im Zeitplan für die Datensicherung müssten alle Geräte und Medien abgedeckt sein.
  • Die Funktion der Backups müsse gewährleistet sein und diese müssten zu den festgesetzten Zeiten laufen.
  • Datensicherungssysteme müssten regelmäßig auf Fehler überprüft werden.
  • Ebenso sollten Datensicherungen auf Vollständigkeit und Funktion getestet werden.


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