Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Mittwoch, Juli 13, 2011 18:26 - noch keine Kommentare
Zerstörung der Privatsphäre Unschuldiger ist niemals zu rechtfertigen
Rik Ferguson geht kritisch der Frage „Hacken für den guten Zweck?“ nach
[datensicherheit.de, 13.07.2011] Rik Ferguson ist „Director Security Research & Communication EMEA“ bei TREND MICRO. In dieser Position konzentriert er sich auf die Erforschung neuer Bedrohungen, besonders im „Social-Networking“-Bereich. Gleichzeitig ist Ferguson, der über mehr als 17 Jahre Erfahrung in der IT-Sicherheit verfügt, Sprecher des Unternehmens für die EMEA-Region sowie Autor des Blogs „CounterMeasures.
Security, Privacy & Trust“. Er ist zudem „Certified Ethical Hacker“, der im Unternehmensauftrag legale Tests mit den Mitteln und Vorgehensweisen eines richtigen Hackers ausführt. In einem aktuellen Kommentar geht er kritisch mit dem vermeintlich ehrenvollen Ziel so mancher Hacker ins Gericht:
Hacken für den guten Zweck scheine immer mehr Nachahmer zu finden. In Namen eines vermeintlich besseren Datenschutzes würden immer mehr Menschen die Opfer dieser selbst ernannten „Ritter der guten Sache“, die sämtliche erbeuteten Datensätze ins Netz stellten, kritisiert Ferguson. Natürlich sei es sinnvoll, auf eklatante Sicherheitslücken hinzuweisen, besseren Datenschutz einzufordern – dafür aber die Privatsphäre Unschuldiger zu zerstören, stehe in keinem Verhältnis, im Gegenteil – wer solches tut, sei laut Ferguson schlimmer als jene, die er anprangert.
Jüngstes Beispiel dieses in Wahrheit narzisstischen und die Sicherheit Anderer gefährdenden Verhaltens sei die Veröffentlichung der persönlichen Daten Tausender Studenten in Italien. Das mag auf den ersten Blick weniger schlimm erscheinen als etwa die Enttarnung der Mitglieder von Antimafia-Einheiten, was zum Glück noch nicht passiert sei. Doch das Prinzip sei dasselbe – angeblich werde mit dem Finger auf die Bösen gezeigt, die nicht genug für den Schutz persönlicher Daten täten, in Wahrheit aber seien diese Hacker nur daran interessiert zu zeigen, was sie können und dass sie es können.
Ferguson appelliert an alle, die von dem allzu oft ungenügenden Datenschutz im Internet frustriert sind, bei ihren Handlungen wenigstens die Privatsphäre ihrer Mitmenschen zu respektieren.
Weitere Informationen zum Thema:
CounterMeasures
Anti-Sec is not a cause, it’s an excuse / Article from Rik Ferguson
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