Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Freitag, August 17, 2018 6:11 - noch keine Kommentare
Android: Vorinstallierte Apps angreifbar
Check Point findet eine Schwachstelle in der Android Sandbox / Schadsoftware führt Man-in-the-Middle-Angriffe über externen Speicher von Geräten aus
[datensicherheit.de, 17.08.2018] Check Point® Software Technologies Ltd. veröffentlicht Details zur Man-in-the-Disk-Schwachstelle. Dabei zeigt das Research-Team, wie sie über externe Speichermedien auf Androidgeräten die Sandbox umgehen konnten und danach erfolgreich verschiedene Angriffe gestartet haben.
Den Forschern gelang es, die Inhalte auf dem externen Speicher über eine verseuchte App auszulesen. Dazu muss der User eine unscheinbare App installieren und dieser Zugriff auf den externen Speicher gewähren. Dies ist nicht ungewöhnlich. Viele Apps lagern Dateien zumindest zeitweise auf den externen Medien wie SD-Karten aus, auch wenn sie auf dem integrierten Speicher installiert werden. Die Zugriffsberechtigung erteilt der User meist selbst, da beim Download der Zugriff auf den externen Speicher gefordert wird.
Man-in-the-Disk, Android Exploit
Standard-Apps machen Mobilgeräte ohne Zutun des Nutzers verwundbar
Damit können die Angreifer dann die Datenströme auf dem externen Speicher einsehen und manipulieren. Das Problem ist, dass Apps wie Google Translate, Yandex Translate, Google Voice Typing, LG Application Manager, LG World, Google Text-to-Speech und den Xiaomi Browser erfolgreich als unfreiwilliges Eintrittstor für Attacken dienten. Einige der Programme sind standardmäßig vorinstalliert und machen die Mobilgeräte ohne Zutun des Nutzers verwundbar. Sie alle interagieren mit dem externen Speicher.
Check Point demonstriert drei verschiedene Angriffsszenarien auf Basis des Exploits:
- Es können heimlich weitere Apps ohne Einwilligung Nutzer installiert werden
- Das Crashen von Applikationen bis zum Denial of Service
- Nach Zusammenbruch der App können Schutzmechanismen der Programme umgehen und weitere Codes injiziert werden. Dadurch kann Schadcode nachgeladen werden, zudem können die Angreifer ihre Zugriffsprivilegien erweitern. Beispielsweise Zugang zu Kamera, dem Mikrophone oder eingespeicherten Kontakten.
Android ist das meistgenutzte Betriebssystem für Mobilgeräte weltweit. Ermöglicht wird der Angriff durch mehrere Faktoren. Externe Speicher sind oft nicht ausreichend verwaltet und werden nur bedingt von die Sicherheitsmechanismen von Android erfasst. Zwar gibt es Anleitungen für Entwickler zur Applikationssicherheit, diese werden aber nicht immer befolgt – speziell bei vorinstallierter Software hat das drastische Folgen.
Weitere Informationen zum Thema:
Check Point Research
Man-in-the-Disk: Android Apps Exposed via External Storage
datensicherheit.de, 13.08.2018
Faxploit: Netzwerkangriffe durch Schwachstellen in Faxprotokoll möglich
datensicherheit.de, 18.08.2018
WhatsApp-Schwachstelle: FakesApp ermöglicht Manipulation von Textnachrichten
datensicherheit.de, 18.08.2018
Im Juni 2018 50 Prozent mehr Banking-Trojaner unter Bedrohungsakteuren
datensicherheit.de, 18.07.2018
GlanceLove: Check Point veröffentlicht Details zu Android-Malware
Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - Apr. 30, 2026 17:46 - noch keine Kommentare
Chaos Engineering für die Cyberresilienz: Wie KI kontrollierte Belastungsproben digitaler Systeme ermöglicht
weitere Beiträge in Experten
- Ransomware-Hotspot: Deutschland als Top-Ziel für Erpresser
- Digitale Hygiene: ERGO empfiehlt Routinen zur Stärkung der Datensicherheit
- Schlechte Noten von IT-Entscheidern: Zwischenbilanz zu einem Jahr Schwarz-Rote Digitalpolitik
- Studie von Red Hat: Deutsche Unternehmen abhängig von globalen KI-Anbietern
- Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bitkom-Kommentar zur Bestandsaufnahme der Expertenkommission
Aktuelles, Branche, Studien - Mai 1, 2026 0:34 - noch keine Kommentare
World Password Day 2026: ESET-Empfehlung zur MFA-Nutzung für zentrale Zugänge zu Netzwerken und Konten
weitere Beiträge in Branche
- Einloggen statt Einbruch: Warnung vor cyberkriminellem Trend
- Chaos Engineering für die Cyberresilienz: Wie KI kontrollierte Belastungsproben digitaler Systeme ermöglicht
- FTAPI gibt CRA-Tipps für KMU: Cyber Resilience Act oft ein Buch mit 7 Siegeln
- Sicherheitsmanagement der Digitalen Angriffsfläche: Ganzheitliche Transparenz und kontinuierliche Kontrolle
- BMDS-Zwischenbilanz: Digitalministerium hat nach einem Jahr viel erreicht – und weiterhin noch viel zu tun
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen




Kommentieren