Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Samstag, Juli 20, 2013 23:05 - ein Kommentar
BITKOM gibt Sicherheitshinweise zur Handy-Nutzung im Sommerurlaub
Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden und nasse Handys vor Anschalten unbedingt trocknen
[datensicherheit.de, 20.07.2013] Ob am Strand, im Auto oder in den Bergen – das Handy ist vielfach ständiger Begleiter auch im Sommerurlaub. Allerdings sind viele Geräte anfällig für Sonne, Sand und Wasser und werden in der Urlaubssaison häufig gestohlen, warnt der BITKOM.
Direkte Sonneneinstrahlung könne das Handy überhitzen – die Geräte könnten bis zu 70 Grad Celsius warm werden. Empfindlichen Flüssigkeitskristalle im Display drohe die Beschädigung, auch das Kunststoffgehäuse könnte sich verziehen, in Extremfällen gar schmelzen. Der Akku verliere bei hohen Temperaturen seine Leistungsfähigkeit und falle im schlimmsten Fall komplett aus. Das Handy sollte deshalb im Schatten oder einem anderen kühlen Orten gelagert werden – auf keinen Fall auf dem Armaturenbrett oder der Ablage mitten in der Sonne im Auto, rät der BITKOM.
Andererseits seien Flüssigkeiten fatal für Mobiltelefone. Wird ein nasses Handy angeschaltet, drohe ein Kurzschluss. Das Mobiltelefon sollte daher unbedingt von außen mit einem Lappen und vorsichtig mit einem nicht zu heißen Föhn getrocknet werden. SIM-Karte sowie – sofern möglich – Speicherkarten und Akku sollte man entnehmen und im
Bedarfsfall ebenfalls trocknen. Lässt sich die Geräteschale öffnen, könnten Nutzer so am einfachsten feststellen, ob Flüssigkeit in das Gerät eingedrungen ist. Erst anschließend sollte es wieder angeschaltet werden. Ist das Gerät vollständig ins Wasser gefallen, sollten SIM-Karte, Speicherkarten und Akku sofort entnommen werden. Dann möge
man das Gerät trocknen und sich umgehend an einen Fachmann wenden, so der BITKOM. Oft könne man zumindest die Karte erhalten; manchmal lasse sich das komplette Gerät retten.
Moderne Displays seien zwar relativ robust gegen Kratzer. Doch Sandkörner könnten die Ladeverbindung verstopfen oder bei älteren Handys die Tasten blockieren. Sie sollten vorsichtig mit einem Pinsel oder einem leicht feuchten Tuch bzw. Schwamm entfernt werden. Auch ein behutsam eingesetzter Zahnstocher oder ein Staubsauger eigneten sich dafür. Mit speziellen Schutzhüllen könnten Besitzer laut BITKOM ihre Mobiltelefone vor Sand und Nässe schützen.
Im Sommerurlaub würden Handys häufiger gestohlen. Daher sollte die Sperrfunktion im Handy eingestellt sein, empfiehlt der BITKOM. Dies erschwere die Nutzung des Telefons im Fall eines Diebstahls. Nach einem Verlust sollte sofort die SIM-Karte gesperrt werden. Für diesen Fall hätten die Mobilfunkanbieter auf ihren Internetseiten Service-Rufnummern angegeben. Zudem sollten vorsorglich die Passwörter von auf dem Handy genutzten Cloud-Diensten geändert werden. Außerdem sollte man den Vorfall bei der örtlichen Polizei melden. Dafür empfehle es sich, die Seriennummer (IMEI) des Mobiltelefons zu kennen – diese erhalte man bei den meisten Handys durch Eingabe der Tastenkombination *#06#. Zudem könnten Ortungsdienste helfen, verlorene oder gestohlene Handys schnell wiederzufinden oder zumindest aus der Ferne zu sperren. Solche Services böten beispielsweise Handy-Hersteller an; diese Angebote seien in der Regel kostenlos. Das Handy müsse für diesen Service lediglich registriert werden. Zudem gebe es auch Smartphone-Ortungsdienste von Drittanbietern; solche Apps könnten wenige Euro kosten. Auf die reine Ortungsfunktion hätten sich weitere Anbieter im Internet spezialisiert – nach einer Registrierung des Mobiltelefons könne der Nutzer den Standort des Geräts abfragen. Solche Dienste funktionierten unabhängig vom Handy-Typ und bräuchten kein GPS-Satellitensignal. Wer sie im Fall der Fälle nutzen will, müsse sich dafür allerdings anmelden, so lange er im Besitz seines Handys ist – anschließend sei es dafür zu spät.
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Unser Sicherheitstipp: Handy nicht mitnehmen! Im Urlaub sollten sich die Menschen erholen. Wenn wir unsere Handys, heute in der Regel Smartphones, resp. kleine Comupter, immer griffbereit halten, kommen wir nie zur Ruhe. Was wir unsere Mitarbeiter gilt, dürfte auch auf die anderen Menschen zutreffen: Ihr seid super, aber ohne euch geht die Welt zumindest für die 2-3 Wochen auch weiter 🙂
LG
Regina