Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Donnerstag, Januar 15, 2026 0:35 - noch keine Kommentare
Gruppenchats: Deutsche durchschnittlich in fünf Messengern präsent
Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren nutzen sie Gruppenchats mit 72 Prozent am meisten
[datensicherheit.de, 15.01.2026] Chatgruppen in Messengern wie „WhatsApp“, „Signal“ oder „Threema“ gehören für die Mehrheit der Deutschen inzwischen offenbar zum Alltag: Ob mit der Familie, dem Freundeskreis, dem Sportverein oder den anderen KITA-Eltern – insgesamt 63 Prozent der Deutschen sind nach aktuellen Erkenntnissen des Digitalverband Bitkom e.V. Teil solcher Gruppenchats. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren nutzten sie diese mit 72 Prozent am meisten, unter den Ältesten ab 65 Jahren mit 43 Prozent im Altersvergleich am wenigsten. Bitkom Research hat demnach im Auftrag 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Diese repräsentative Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 41 bis 46 2025 stattgefunden.

Foto: Bitkom e.V.
Dr. Sebastian Klöß: Auch im Digitalen Raum empfinden viele – ähnlich wie im persönlichen Miteinander „face-to-face“ – einen gewissen sozialen Druck.
In zehn oder mehr Gruppenchats sind acht Prozent der Deutschen vertreten
In nur einem einzigen Gruppenchat seien insgesamt 13 Prozent der Deutschen Mitglied, in zwei bis vier Gruppen ein Viertel (25%) und in fünf bis neun 17 Prozent. In sogar zehn oder mehr Gruppenchats seien acht Prozent der Deutschen vertreten. Im Durchschnitt seien die Deutschen also Mitglied in fünf Gruppenchats.
- Grundsätzlich finde eine Mehrheit diese durchaus nützlich: Zwei Drittel (66%) der Nutzer von Gruppenchats verpassten nach eigenen Angaben dadurch seltener wichtige Termine oder Informationen.
Aber nicht alle Gruppenchats scheinen einen solchen Mehrwert zu liefern: Regelmäßig genutzt – also gelesen oder für eigene Nachrichten verwendet – würden im Schnitt nur drei Gruppenchats. „Gruppenchats sind für viele ein praktisches Werkzeug, um Termine abzustimmen, Informationen auszutauschen oder einfach in Kontakt zu bleiben. Gleichzeitig können sie durch die Vielzahl an Nachrichten auch überfordern“, erläutert Dr. Sebastian Klöß, „Consumer Technology“-Experte beim Bitkom.
Niemand muss in jedem Chat dauerhaft präsent sein
„Viele Menschen, viele Nachrichten, viele Meinungen“ – bei einigen führe es zur Überforderung. So fühlten sich 63 Prozent der Menschen in Gruppenchats gestresst, wenn viele neue Nachrichten darin auflaufen. 40 Prozent seien manchmal sogar so genervt, dass sie Gruppenchats stummschalteten.
- Ganz auszutreten, trauten sich aber viele dann doch nicht: 45 Prozent hätten das Gefühl, Gruppenchats nicht einfach verlassen zu können, selbst wenn sie diese stören.
„Auch im Digitalen Raum empfinden viele – ähnlich wie im persönlichen Miteinander ,face-to-face’ – einen gewissen sozialen Druck. Viele bleiben in Gruppen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Dabei muss in der Regel eigentlich niemand in jedem Chat dauerhaft präsent sein“, gibt Klöß abschließend zu bedenken.
Weitere Informationen zum Thema:
bitkom
Über uns
bitkom
Dr. Sebastian Klöß: Leiter Märkte & Technologien Bitkom e.V.
datensicherheit.de, 27.11.2025
Chat-Kontrolle „light“ für EU beschlossen: DAV warnt vor „freiwilligen“ Überwachungsmaßnahmen / Der DAV betont in seiner Stellungnahme, auch diese abgeschwächte Form der Chat-Kontrolle abzulehnen
Aktuelles, Experten, Veranstaltungen - Juni 4, 2026 0:43 - noch keine Kommentare
Digital Science in Education 2026: KI, Bildung und die Zukunft des Lernens im Fokus
weitere Beiträge in Experten
- Energiesysteme: Nachvollziehbare Entscheidungen mittels Erklärbarer KI
- Spurlos Verschwunden: BKA-Kampagne zu vermissten Kindern führte zu erstem Fahndungserfolg
- BfDI zur Informationsfreiheit: Kein Sicherheitsrisiko – sondern Vertrauensgarant
- KI- und Rechenzentrumsausbau in Europa droht zu scheitern
- Weltkindertag 2026: BSI-Tipps für sicheres Aufwachsen im Digitalen Zeitalter
Aktuelles, Branche - Juni 3, 2026 0:23 - noch keine Kommentare
Händewaschen als Best Practice: Lernkultur zwischen Krankenhaushygiene und Identity Security
weitere Beiträge in Branche
- Digitale Souveränität: Speicherort der Daten notwendiges, aber nicht mehr hinreichendes Kriterium
- SANS Institute publiziert Umfrage: CTI von CISOs überwiegend unterschätzt
- Hacker-Gruppe ShinyHunters kapert Daten bei globalem Kreuzfahrtanbieter
- Fußball-WM 2026 als Weltbühne: Cyberkriminelle und Bedrohungsakteure laufen sich warm
- Patientendaten als Beute: Der Angriff auf Unikliniken legt Systemversagen in der Lieferkette offen
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren