Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Montag, Mai 18, 2026 0:07 - noch keine Kommentare
Fokussierte Wahrnehmung: Physische Abhörbedrohung im Schatten der Cybersecurity-Debatte zu oft vernachlässigt
Während Unternehmen ihre digitale Angriffsfläche systematisch verkleinern, bleibt die analoge Bedrohung mittels physischer Abhörgeräte weitgehend außerhalb des Bewusstseins
[datensicherheit.de, 18.05.2026] Hendrik Pabst, Gründer von Kontrapol, hat sich nach eigenen Angaben auf Lauschabwehr spezialisiert. In seiner aktuellen Stellungnahme erörtert er seine Beobachtungen, wonach physische Abhörbedrohungen im Schatten der Cybersecurity-Debatte in der Wahrnehmung zu verschwinden drohen: Die analoge Bedrohung mittels physischer Abhörgeräte bleibe weitgehend außerhalb des Bewusstseins.

Abbildung: Kontrapol
Hendrik Pabst warnt vor unterschätzter Bedrohung: Der globale Markt für verdeckte Überwachungstechnik wächst seit Jahren
Kompromittierte Netzwerke als Bedrohung im Bewusstsein präsent – Besprechungen übertragende Wanzen eher nicht
Oft verwendete Begriffe wie NIS-2, „Zero Trust“, SIEM-Systeme u.a. zeugen vom Boom der IT-Sicherheitsbranche. Doch während Unternehmen ihre digitale Angriffsfläche systematisch verkleinerten, bleibe eine analoge Bedrohung weitgehend außerhalb des Bewusstseins – physische Abhörgeräte in Besprechungsräumen, Fahrzeugen und Büros.
- Er beobachtet demnach diesen Blinden Fleck in der Praxis regelmäßig. „Die Cybersecurity-Debatte hat dazu geführt, dass Entscheider Bedrohungen fast ausschließlich digital denken. Ein kompromittiertes Netzwerk ist im Bewusstsein präsent – ein Sender, der seit Wochen Besprechungen überträgt, nicht.“
Bei rund 30 Prozent der Einsätze finde das Kontrapol-Team tatsächlich Abhörgeräte – „wobei das Unternehmen typischerweise dann gerufen wird, wenn bereits konkrete Verdachtsmomente bestehen“. Bei anlasslosen Routineprüfungen wäre die Trefferquote deutlich niedriger.
Bedrohungen vertraulicher Kommunikation muss ganzheitlich begegnet werden
Was diese Zahl laut Pabst dennoch nicht abbildet: Der globale Markt für verdeckte Überwachungstechnik wachse seit Jahren. Selbst wenn nur einer von tausend Räumen tatsächlich verwanzt ist, seien dies in der Summe Hunderttausende betroffene Personen und Unternehmen, von denen die meisten nie eine Überprüfung veranlassen würden.
- Man dürfe sich von niedrigen Einzelquoten nicht in Sicherheit wiegen lassen. Erschwerend komme hinzu, dass viele Abhörgeräte gar nicht sendeten – und damit für gängige RF-Detektoren unsichtbar blieben. Diktiergeräte etwa, welche Gespräche aufzeichnen und später manuell ausgelesen werden, hinterlassen kein Funksignal.
Nur eine vollständige technische Überprüfung – Frequenzanalyse, Spektrumanalyse und visueller „Sweep“ kombiniert – schaffe belastbare Klarheit. „Cybersecurity schützt die Leitung. Lauschabwehr schützt den Raum. Beides zusammen ergibt erst einen vollständigen Schutz vertraulicher Kommunikation!“, kommentiert Pabst abschließend.
Weitere Informationen zum Thema:
KONTRAPOL Abhörschutz-Systeme
Abschirmdienst / Über uns
KONTRAPOL Abhörschutz-Systeme
Werde ich abgehört? Dieser Ratgeber erklärt, woran Sie wirklich erkennen, ob Sie abgehört werden – und welche Internet-Mythen Sie ignorieren können.
Aktuelles, Experten, Veranstaltungen - Mai 17, 2026 0:54 - noch keine Kommentare
Nachfrage nach KI-Kompetenz: Masterstudiengang „Digital Transformation Management“ als Reaktion auf Zunahme
weitere Beiträge in Experten
- Datensouveränität im KI-Zeitalter als strategisches Muss für IT-Entscheider
- Motivation der Digitalministerkonferenz in Hamburg: Verwaltung und Staat für Digitalisierung und Vernetzung fit zu machen
- Bundeslagebild Cybercrime 2025: Deutlicher Anstieg bei DDoS-Angriffen
- SBOM for AI: G7-Richtlinie zur Software Bill of Materials for Artificial Intelligence veröffentlicht
- How tech giants are building data centers for the next generation of AI
Aktuelles, Branche - Mai 18, 2026 0:07 - noch keine Kommentare
Fokussierte Wahrnehmung: Physische Abhörbedrohung im Schatten der Cybersecurity-Debatte zu oft vernachlässigt
weitere Beiträge in Branche
- Erstmals seit Jahren: Anzahl der pro Person verwalteten Passwörter sinkt laut NordPass-Studie
- Ransomware-Gruppe „Nitrogen“ hat Foxconn-Werk in den USA angegriffen
- HarfangLab: Europas KMU laut Bundeslagebild Cyberkriminalität 2025 stärker gefährdet als je zuvor
- NIS-2-Umsetzung: Trotz Investitionen in IT-Sicherheit hinken viele Krankenhäuser hinterher
- Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Cyberkriminelle Hochsaison voraus
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen


