Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Mittwoch, Juli 6, 2011 18:02 - noch keine Kommentare
Apple Betriebssystem iOS: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor neuen Schwachstellen
Ausführung von Schadprogrammen auf „iPhone“, „iPad“ und „iPod touch“ sei möglich
[datensicherheit.de, 06.07.2011] Das Betriebssystem Apple iOS, das in Geräten zur mobilen Kommunikation und Internetnutzung wie dem „iPhone“, „iPad“ und „iPod touch“ eingesetzt wird, enthält in der zur Betrachtung von PDF-Dateien verwendeten Bibliothek kritische Schwachstellen:
Bereits das Anklicken eines manipulierten PDF-Dokuments oder das Ansurfen einer mit PDF-Dokumenten versehenen Website reichten laut BSI aus, um das mobile Gerät ohne Wissen des Nutzers mit Schadsoftware zu infizieren. Die Schwachstellen ermöglichten es potenziellen Angreifern, Zugriff mit Administratorrechten auf das komplette System zu erlangen. Bislang stehe noch kein Patch für diese Sicherheitslücken zur Verfügung.
Von den Schwachstellen betroffen seien die Betriebssysteme „Apple iOS für iPhone 3GS“ und „iPhone 4“ bis einschließlich Version 4.3.3, „Apple iOS für iPad“ und „iPad 2“ bis einschließlich Version 4.3.3 sowie „Apple iOS für iPod touch“ bis einschließlich Version 4.3.3. Derzeit sei nicht auszuschließen, dass auch weitere Versionen des Betriebssystems iOS von der Schwachstelle betroffen sind.
Die Schwachstellen sind öffentlich bekannt und Exploit-Code zu deren Ausnutzung ist verfügbar. Zwar wurden noch BSI-Erkenntnissen keine Angriffe beobachtet, es ist jedoch damit zu rechnen, dass Angreifer die Schwachstellen zeitnah ausnutzen werden. Mögliche Angriffsszenarien für Cyber-Kriminelle sind unter anderem das Auslesen von vertraulichen Informationen wie Passwörtern, Online-Banking-Daten, Terminkalendern, E-Mail-Inhalten, SMS oder Kontaktdaten, sowie der Zugriff auf eingebaute Kameras, das Abhören von Telefongesprächen oder die GPS-Lokalisierung des Nutzers.
Aufgrund der Popularität der iOS-Geräte werden diese häufig auch im beruflichen Umfeld genutzt. Nach Kenntnis des BSI werden insbesondere „iPhone“ und „iPad“ auch im höheren Management eingesetzt. Daher ist es möglich, dass die Schwachstellen auch für gezielte Angriffe auf Führungskräfte ausgenutzt werden, beispielsweise um an vertrauliche Unternehmensinformationen zu gelangen.
Bis zur Veröffentlichung eines Software-Updates des Herstellers empfiehlt das BSI, PDF-Dokumente aus unbekannten oder unsicheren Quellen nicht auf iOS-Geräten zu öffnen. Dies gilt sowohl für PDFs, die auf Websites bereitgestellt werden, als auch für PDFs in E-Mails oder anderen Applikationen. Die Nutzung des Browsers auf dem mobilen Endgerät sollte auf vertrauenswürdige Websites beschränkt werden. Hyperlinks in E-Mails oder auf Websites sollten nur geöffnet werden, wenn diese aus vertrauenswürdigen Quellen stammen. Bei der Nutzung von Suchmaschinen sollte man bei den Ergebnissen in der Trefferliste darauf achten, nicht ein PDF-Dokument anzuklicken.
Das BSI steht in Kontakt mit dem Hersteller Apple und wird über neue Sicherheitsinformationen berichten. Ähnliche Schwachstellen sind bereits im August 2010 bekannt geworden und innerhalb kurzer Zeit geschlossen worden. Es ist auch diesmal davon auszugehen, dass Apple zeitnah ein Sicherheits-Update veröffentlichen wird, das die Schwachstellen schließt.
Weitere Informationen zum Thema:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, 06.07.2011
Neue Schwachstellen im Apple Betriebssystem iOS / Ausführung von Schadprogrammen auf iPhone, iPad und iPod touch möglich
Online-Sicherheit
Online-Seminare
In Zusammenarbeit mit der der BITKOM-AkademieIT-Sicherheit ist Chefsache - wie man die datentechnischen Konjuwelen schützt
Datenverluste vermeiden - mit organisatorischen Maßnahmen Ihr Unternehmen schützen
Gefragte Themen
- 19. LinuxTag in Berlin eröffnet
- Open-IT Summit: Neuer Branchentreff in Berlin gestartet
- BITKOM fordert Aufklärung über Abhörmaßnahmen US-Geheimdienste
- Passwort-Management: Der gelbe Klebezettel am Monitor hat ausgedient
- Trend Micro: Warnung vor Tarnkappenschädling für Android
- Deutscher Bundestag: Einstimmig für Stärkung der Datenschutzrechte
- „Obad.a“: Kaspersky Lab analysiert den bisher komplexesten mobilen Schädling der Welt
- Passwort-Management: Der gelbe Klebezettel am Monitor hat ausgedient
- BITKOM: Internetüberwachung muss Thema bei Obama-Besuch werden
- BITKOM fordert Aufklärung über Abhörmaßnahmen US-Geheimdienste
- KIT: Sichere Software als Wettbewerbsvorteil
- BITKOM fordert eindeutige Regelungen für Betreiber von WLAN-Hot-Spots
- Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit: Cyber-Sicherheit eine Aufgabe mit internationaler Dimension
- Check Point-Studie: 79 Prozent der Unternehmen waren letztes Jahr von einem Sicherheitsvorfall mit mobilen Geräten betroffen
- Warnung vor unterschätzten Sicherheitslücken der RFID-Technologie
- Passwort-Manager sind eine super Hilfe bei der Flut an Passwörtern die man sich ...
- Das Problem bei BYOD ist dass Privatgeräte meist nicht vom IT-Management eines U...
- Der Artikel enthält merkwürdige Begrifflichkeiten und mehrere haarsträubende Feh...
- Anscheinend geht das kaufen von Appguard Pro im Playstore gerade nicht? Habe die...
- Ist ja gar nicht so einfach alles richtig zu machen. Wenn man sich als Freelance...
- Da traut man sich ja kaum noch was zu machen. Überall lauern Angriffe auf Comput...
- Leider gehört das Thema Datenschutz nun auch nicht zu den Stärken unserer parlam...
- Wäre ja mal wirklich schön. wenn es ein Betriebssystem gäbe, bei dem nicht ständ...
Aktuelles, Experten - Jun 6, 2013 22:57 - noch keine Kommentare
KIT: Sichere Software als Wettbewerbsvorteil
weitere Beiträge in Experten
- Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit: Cyber-Sicherheit eine Aufgabe mit internationaler Dimension
- Zensus 2021: Bundesdatenschutzbeauftragter veröffentlicht Eckpunkte für eine datenschutzgerechte Volkszählung
- vzbv: Mängel beim Löschen von Online-Profilen
- Datenschutz: Offener Brief an Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich
- acatech setzt sich für eine Kultur der Privatheit im Internet ein
Aktuelles, Branche - Jun 17, 2013 23:22 - noch keine Kommentare
Trend Micro: Warnung vor Tarnkappenschädling für Android
weitere Beiträge in Branche
- „Obad.a“: Kaspersky Lab analysiert den bisher komplexesten mobilen Schädling der Welt
- BITKOM: Internetüberwachung muss Thema bei Obama-Besuch werden
- BITKOM fordert Aufklärung über Abhörmaßnahmen US-Geheimdienste
- BITKOM fordert eindeutige Regelungen für Betreiber von WLAN-Hot-Spots
- Check Point-Studie: 79 Prozent der Unternehmen waren letztes Jahr von einem Sicherheitsvorfall mit mobilen Geräten betroffen
Aktuelles, Branche, Service, Umfragen - Jun 5, 2013 12:14 - noch keine Kommentare
Warnung vor unterschätzten Sicherheitslücken der RFID-Technologie
weitere Beiträge in Service
- Erfolgssicherheit für B2B- und B2C-Geschäfte auf Basis praxisnaher und realistischer Konzepte
- Kroll Ontrack Kundenumfrage zum World Backup Day am 31. März 2013
- BITKOM-Empfehlungen: Sicherheitsrisiken bei W-LAN-Routern vorbeugen
- Einsatz von SSD-Speichern in deutschen Unternehmen birgt Risiken insbesondere für die Datenwiederherstellung
- Cyber-Bedrohungen: Über 40 Prozent aller Unternehmen weltweit nicht vorbereitet
Kommentieren