Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Freitag, Dezember 7, 2012 17:26 - noch keine Kommentare
Warnung an Jugendliche: Bilder von Ausweisen haben in Sozialen Netzwerken nichts verloren
TREND MICRO beobachtet gefährlichem Trend, der den Einsatz von Trojanern überflüssig machen könnte
[datensicherheit.de, 07.12.2012] Cyber-Kriminelle investierten viel Zeit und Geld, um Schadsoftware zu schreiben, mit denen sich persönliche Informationen ausspionieren lassen, erinnert TREND MICRO in einem aktuellen Warnhinweis. Doch dieser Aufwand müsse vielleicht gar nicht sein, so TREND MICRO, denn mit Sorge sei zu beobachten, dass immer mehr Menschen, darunter auch viele Jugendliche, Bilder von Ausweisen aller Art – Personalausweise, Führerscheine, Bibliotheksausweise – im Internet und vor allem auf Instagram veröffentlichten. Es sei schade, „dass es keine Internetvariante von Knecht Ruprecht gibt, welche die digitale Rute schwingt gegen so viel Unvernunft“, denn diese Art von Selbstentblößung sei nicht nur am Tag nach dem Nikolaustag ein echtes Geschenk für Cyber-Kriminelle. Nach einer einfachen Suche auf twitter – es gebe sogar ein eigenes twitter-Konto und eine Liste namens „NeedDebitCard“ für Leute, die ihre Kreditkarten veröffentlichen wollen – oder Instagram sei „der Sack gut gefüllt mit wertvollen persönlichen Daten“. Damit könnten sie auf Rechnung ihrer Opfer im Internet einkaufen, deren Konten plündern oder im Namen Unschuldiger sogar Verbrechen begehen.
Vor allem Jugendliche und auch junge Erwachsene seien sich anscheinend dieser Gefahren nicht bewusst zu sein – stolz präsentierten sie ihren ersten Führerschein, ihre erste Kreditkarte oder ihren Universitätsausweis im Internet. Dies scheine ein regelrechter Trend zu sein, den sie im Augenblick zwar vor allem in den USA beobachten. Aber wer eine einfache Internetsuche startet, finde auch hierzulande zahlreiche Fälle dieser freiwilligen und gefährlichen Preisgabe persönlicher Informationen. Deshalb mahne er alle Internetnutzer hierzulande zur Vorsicht – wer seine Ausweise auf Instagram postet, sei besonders gefährdet und mache den Online-Gangstern das kriminelle Treiben sehr leicht. Denn die Fotos würden dann automatisch mit den Kontakten auf facebook, twitter, flickr oder tumblr ausgetauscht, warnt Udo Schneider, „Solution Architect EMEA“ bei TREND MICRO.
Weitere Informationen zum Thema:
blog.trendmicro.de, 07.12.2012
Posten von Kreditkarten und Ausweisen erledigt den Job von Trojanern
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