Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von am Samstag, August 8, 2026 0:54 - noch keine Kommentare

Existenzielle IT-Sicherheit treibt Deutschlands Krankenhäuser zur digitalen Aufrüstung

Laut aktueller ESET-Studie treiben Kliniken die Modernisierung ihrer IT-Sicherheit voran – und die große Mehrheit plant noch zusätzliche Schutzmaßnahmen

[datensicherheit.de, 08.08.2026] Laut einer aktuellen ESET-Meldung geht trotz zunehmder Cyberbedrohungen das deutsche Gesundheitswesen die Digitale Transformation „mit wachsendem Sicherheitsbewusstsein“ an. Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen investierten zunehmend in moderne Schutztechnologien, etablierten Notfallpläne und bauten ihre Cyberresilienz aus. ESET beruft sich auf Erkenntnisse aus eine eigenen Studie in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Techconsult, basierend auf eine Befragung unter 165 Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Besonders bemerkenswert sei dabei, dass die große Mehrheit der befragten Einrichtungen sich heute bereits „gut“ auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet sehe. Rund vier von fünf Krankenhäusern verfügten über einen Notfallplan für schwere Cyberangriffe wie Ransomware-Attacken. Viele Organisationen testeten diese Prozesse regelmäßig und schafften damit wichtige Voraussetzungen, um auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.

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Abbildung: ESET

IT-Sicherheitsmaßnahmen deutscher Krankenhäuser lt. ESET-Studie

Moderne IT-Sicherheit wesentlicher Bestandteil zuverlässiger Patientenversorgung

„Die Ergebnisse zeigen, dass Cybersecurity im Gesundheitswesen längst auf der strategischen Agenda angekommen ist. Viele Einrichtungen investieren gezielt in ihre Widerstandsfähigkeit und erkennen, dass moderne IT-Sicherheit ein wesentlicher Bestandteil einer zuverlässigen Patientenversorgung ist“, kommentiert Christian Lueg, IT-Sicherheitsexperte bei ESET.

  • Besonders deutlich werde der Wandel bei den geplanten Investitionen: Mehr als 85 Prozent der befragten Krankenhäuser wollten in den kommenden zwölf Monaten moderne Lösungen zur Angriffserkennung und -abwehr einführen oder ausbauen. Dazu zählten insbesondere „Managed Detection and Response“ (MDR) sowie „Endpoint Detection and Response“ (EDR), um Sicherheitsvorfälle frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Die Ergebnisse zeigen laut ESET: Krankenhäuser begnügten sich nicht mehr mit klassischen Schutzmaßnahmen. Stattdessen wachse das Interesse an Technologien, welche Bedrohungen aktiv erkennen und die Reaktionsfähigkeit verbessern. Ein weiteres klares Signal der Studie sei, dass die Gesundheitsbranche zunehmend auf Digitale Souveränität setze. Bereits heute nutze die Hälfte der befragten Einrichtungen IT-Sicherheitslösungen europäischer Anbieter. Mehr als 80 Prozent könnten sich vorstellen, künftig auf einen Anbieter aus der Europäischen Union (EU) zu wechseln.

Zunehmende Leistungsfähigkeit der KI-Agenten als zusätzliche Herausforderung an die IT-Sicherheit

Datenschutz, „Compliance“ und Vertrauen gewinnen demnach bei Investitionsentscheidungen weiter an Bedeutung. Diese Ergebnisse unterstrichen den Wunsch vieler Einrichtungen, kritische IT-Infrastrukturen auf Basis europäischer Standards abzusichern.

  • Mit zunehmender Leistungsfähigkeit von KI-Agenten müssten auch die Sicherheitsanforderungen steigen. Dazu gehörten strikt abgeschottete Testumgebungen, wirksame Zugriffskontrollen, unabhängige Sicherheitsprüfungen sowie eine schnelle und transparente Information betroffener Organisationen. Die Branche sollte laut ESET bewährte Sicherheitsstandards konsequent anwenden, bevor solche Systeme in großem Maßstab eingesetzt werden.

Die wichtigste Erkenntnis laute: Innovation entbinde KI-Unternehmen nicht von ihrer Verantwortung: Für sie müssten dieselben hohen Sicherheitsstandards gelten wie für jeden anderen Technologieanbieter.

Grundlagen für digitale Kliniken: IT-Sicherheitssysteme sowie Schulungen, „Awareness“-Programme und Modernisierung der Netzwerkarchitektur

Auch bei den Basismaßnahmen zeige sich ein positives Bild: Die Mehrheit der Krankenhäuser setze bereits auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).

  • Gleichzeitig planten viele Einrichtungen zusätzliche Investitionen in Schulungen, „Awareness“-Programme und die Modernisierung ihrer Netzwerkarchitektur.

Damit entwickele sich Cybersicherheit zunehmend von einer reinen IT-Aufgabe zu einem festen Bestandteil moderner Krankenhausstrategien.

Auf dem Weg zu mehr Resilienz mittels stärkerer strategischer Verankerung der IT-Sicherheit

Die ESET-Studie mache deutlich: Der Cyberbedrohung begegneten deutsche Krankenhäuser nicht mit Resignation, sondern mit Investitionen, neuen Technologien und einer stärkeren strategischen Verankerung der IT-Sicherheit. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung würden diese Maßnahmen zu einem wichtigen Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland.

  • Doch, wo „Licht“ ist, gebe es auch „Schatten“: Trotz der erkennbaren Fortschritte stünden viele Gesundheitseinrichtungen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Mehr als die Hälfte der Krankenhäuser sei innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen gewesen – und jede fünfte Einrichtung habe daraus resultierende Betriebsunterbrechungen gemeldet.

Gleichzeitig bremsten veraltete IT-Systeme und der anhaltende Fachkräftemangel vielerorts den Ausbau der Cyberresilienz. Die Studie zeige damit: „Der eingeschlagene Weg stimmt, doch die Modernisierung der digitalen Sicherheitsstrukturen bleibt eine Daueraufgabe!“

Die DS-Redaktion zu Erkenntnissen und Ableitungen aus der aktuellen ESET-Studie:

  • Das Gesundheitswesen in Deutschland hat sich in Fragen der IT-Sicherheit auf den Weg gemacht und für Veränderungen geöffnet.

  • In Krankenhäusern wurde mehrheitlich die Notwendigkeit erprobter Notfallplanung für schwere Cyberangriffe wie etwa Ransomware-Attacken erkannt.

  • IT-Grundschutz setzt auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).

  • Da mehr als die Hälfte der Krankenhäuser innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen gewesen war, wird indes die Dringlichkeit der Transformation zu mehr Sicherheit und Resilienz fast alltäglich deutlich.

  • Die hohe Dynamik der Digitalen Transformation, mithin die Wechselwirkung zwischen IT-Nutzern und Cyberkriminellen, unterstreicht die Erkenntnis, dass die Modernisierung der digitalen Sicherheitsstrukturen keine einmalige Aufgabe, sondern ein fortwährender Prozess ist und bleibt.

Weitere Informationen zum Thema:

eseT
Wir sind ein weltweites Unternehmen für digitale Sicherheit und schützen Millionen von Kunden sowie Hunderttausende von Unternehmen rund um den Globus. / Technologie ermöglicht Fortschritt. ESET macht ihn sicher.

welivesecurity by eseT
Christian Lueg

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