Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Freitag, August 7, 2026 0:18 - noch keine Kommentare
Anstieg der Hardware-Preise in Folge KI-getriebener Halbleiter-Nachfrage
Selbst 37 Prozent der IT-affinen „Gamer“ haben 2026 Käufe wegen gestiegener Preise verschoben
[datensicherheit.de, 07.08.2026] Viele sogenannte Gamer – also IT-affine Nutzer von Computer- bzw. Online-Spielen – sind an einem regelmäßigen Upgrade ihrer technischen Ausstattung interessiert. Eine aktuelle Erhebung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. weist jetzt indes auf ein ernstes Problem hin: Die Preise vieler Hardware-Komponenten sind demnach zuletzt jedoch so stark gestiegen, dass selbst Auswirkungen auf die „Gaming“-Branche zu verzeichnen sind. Grundlage dieser Erkenntnis ist eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research, bei der nach eigenen Angaben 1.205 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt wurden, darunter 663 „Gamer“, im Zeitraum der Kalenderwochen 20 bis 24 2026.

Foto: Bitkom
Felix Ansmann: Der KI-Boom hat die weltweite Nachfrage nach leistungsfähigen Chips und Halbleitern deutlich erhöht
Nur 11% von Preissteigerungen unbeeindruckt
Eine neue Graphikkarte für ein besseres Spielerlebnis, die aktuellste Konsole oder mehr Arbeitsspeicher für den „Gaming“-PC lockten, aber die Preise vieler Hardware-Komponenten seien zuletzt jedoch stark gestiegen und hätten auch Auswirkungen auf die „Gaming“-Branche.
- Mehr als ein Drittel der „Gamer“ (37%) hat dieses Jahr den Kauf von Geräten, Zubehör oder Bauteilen aufgrund gestiegener Preise verschoben. Nur elf Prozent zeigten sich von den Preissteigerungen unbeeindruckt und hätten ihre Neuanschaffungen wie geplant umgesetzt. Insgesamt habe fast die Hälfte (48%) den Kauf von „Gaming“-Hardware geplant.
„Der KI-Boom hat die weltweite Nachfrage nach leistungsfähigen Chips und Halbleitern deutlich erhöht“, kommentiert Felix Ansmann, „Gaming“-Experte beim Bitkom. Er führt erläuternd aus: „Halbleiter stecken heute in fast allen technischen Geräten – natürlich auch in ,Gaming’-Produkten. Deshalb sind die Folgen auch dort deutlich zu spüren.“
Preise für Arbeitsspeicher, Spielekonsolen, Graphikkarten und Festplatten im Aufwind
Besonders Käufe von Arbeitsspeichern seien zurückgestellt worden. 16 Prozent der „Gamer“ hätten den Kauf von Arbeitsspeichern verschoben. Auch bei Spielekonsolen warte ein Teil mit der Anschaffung bislang ab:
- Fast jeder Zehnte (9%) habe den ursprünglich geplanten Kauf einer neuen Konsole verschoben. Bei Graphikkarten seien es acht Prozent und bei Festplatten sechs Prozent.
30 Prozent der „Gamer“ hätten in diesem Jahr sogar keinen Kauf von „Gaming“-Hardware geplant. Sechs Prozent gäben an, grundsätzlich keine „Gaming“-Hardware zu kaufen.
Die DS-Redaktion zu Erkenntnissen und Ableitungen aus dieser Erhebung im Bitkom-Auftrag:
- Der Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) treibt die Nachfrage nach Hardware-Komponenten und damit deren Preise.
- Im Zuge geopolitischer Spannungen sind weitere preistreibende Entwicklungen ins Kalkül zu ziehen.
- Wenn selbst technikbegeisterte IT-Nutzer Ausgaben zurückfahren, sollte dies ein Warnsignal für geschäftliche und administrative IT-Anwendungen sein – Budgets sind ggf. zu modifizieren.
- Datensicherheit umfasst stets auch Aspekte der Verfügbarkeit – u.a. von Orgware, Software und eben auch Hardware – weshalb langfristige Planungen Preissteigerungen beinhalten sollten.
- Die Sicherheit und Zuverlässigkeit der datengetriebenen Aufbau- und Ablauf-ORGA in den Betrieben sind vorrangig „Chefsache“.
Weitere Informationen zum Thema:
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Über uns
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Felix Ansmann – Bereichsleiter Software & IT-Services Bitkom e.V.
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