Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Donnerstag, Juli 6, 2017 23:50 - noch keine Kommentare
Mobile Sicherheit: Verbraucher gerade im Urlaub zu sorglos
Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) gibt Verbrauchertipps
[datensicherheit.de, 06.07.2017] Der „DsiN-Index 2017“ weist laut DsiN darauf hin, dass Verbraucher zu sorglos im Kontext mit mobiler Sicherheit seien – jeder Fünfte verzichtet demnach auf ihm bekannte Schutzvorkehrungen. Daher gibt DsiN Verbrauchertipps für einen sicheren Urlaub mit dem Smartphone.
Auch im Urlaub: Auf den eigenen IT-Grundschutz zu achten!
Jeder dritte Internetnutzer in Deutschland (36 Prozent) bucht laut „DsiN-Sicherheitsindex 2017“ den Sommerausflug im Web. Unter den 40 bis 49-jährigen seien es sogar 44 Prozent und unter den Webnutzern mit Hochschulabschluss ganze 61 Prozent.
Ohne Smartphone und andere digitale Begleiter sei dabei kaum noch jemand unterwegs. Doch obwohl Verbraucher inzwischen sehr gut über mobile Sicherheit Bescheid wüssten, wendeten sie dieses Wissen „nur unzureichend“ an.
„Durch den Wegfall der Roaming-Gebühren im EU-Ausland wird das Telefonieren, Surfen und Chatten im Urlaub noch attraktiver. Wir weisen Verbraucher deshalb noch einmal besonders darauf hin, auf den eigenen IT-Grundschutz zu achten. Mit nur wenigen Sicherheitsregeln lassen sich sehr effektiv empfindliche Schäden vermeiden“, betont DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger.
20 Prozent ignorieren Wissen zur sicheren Nutzung mobiler Geräte
Regelmäßig würden Verbraucher über notwendige Sicherheitsvorkehrungen in der Urlaubszeit informiert. Im Schnitt verzichteten jedoch 20 Prozent der Internetnutzer darauf, ihr vorhandenes Wissen zur sicheren Nutzung mobiler Geräte auch anzuwenden.
So empfiehlt DsiN nach eigenen Angaben regelmäßig die Sicherung wichtiger Daten vor der Abreise. 88 Prozent der Verbraucher wüssten dies auch – doch nur 57 Prozent der Verbraucher setzten dieses Wissen um.
Ähnlich verhalte es sich mit der Nutzung von Ortungs-, Sperr- und Löschfunktionen. 71 Prozent der Verbraucher kennen diese laut DsiN, doch nur 57 Prozent dächten daran, diese auch zu aktivieren.
Ein kritisches Thema sei auch die Nutzung öffentlicher WLAN-Netze und Hotspots. 71 Prozent der Verbraucher wüssten, dass sie diese prüfen müssten, doch nur 50 Prozent achteten im konkreten Fall darauf.
Interessant für Einbrechern: „Social Media“-Postings aus dem Urlaub
Verzichten sollten Urlauber laut DsiN auch auf das Posten von Urlaubsbildern auf facebook, twitter und in anderen Sozialen Netzwerken. „Professionelle Einbrecher informieren sich heute auch im Netz, ob ihre potenziellen Opfer verreist sind. Ein Urlaubsbild wirkt hier wie eine Einladung“, warnt Littger.
DsiN-Tipps für mehr IT-Sicherheit im Urlaub
Vor der Abreise:
- Notieren Sie Ihre Gerätenummer (15-stellig), SIM-Nummer und Anbieter-Hotline und schützen Sie Ihre Geräte mit einem Kennwort (PIN- und SIM-Kartencode).
- Aktivieren Sie die Ortungs-, Sperr- und Fernlöschfunktionen und erstellen Sie eine Sicherungskopie Ihrer wichtigsten Daten.
- Richten Sie für Apps mit sensiblen Daten ein Passwort ein und schalten Sie Bluetooth und WLAN nach Gebrauch stets wieder aus.
Am Urlaubsort:
- Meiden Sie unverschlüsselte Internet- und WLAN-Verbindungen und nutzen Sie verschlüsselte Kanäle über ein sogenanntes VPN.
- Verzichten Sie im Urlaub möglichst auf Online-Banking und -Shopping und geben Sie vertrauliche Daten nur bei verschlüsselter Verbindung (https://) ein.
- Loggen Sie sich nach jeder Online-Sitzung aus.
Bei Verlust:
- Rufen Sie Ihr Smartphone an, vielleicht meldet der Finder sich, und orten Sie Ihr Mobiltelefon mit der installierten Sicherheitssoftware.
- Sperren Sie das Gerät und aktivieren Sie die Datenfernlöschung, wenn Sie sicher sind, dass das Gerät endgültig verloren ist.
- Ändern Sie Passwörter für Soziale Netzwerke, E-Mail-Programme und Banking und melden Sie den Diebstahl bei der nächsten Polizeidienststelle.
Weitere Informationen zum Thema:
DsiN Deutschland sicher im Netz
Im Urlaub sicher ins Netz
datensicherheit.de, 26.05.2017
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