Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Mittwoch, Juli 26, 2017 22:33 - noch keine Kommentare
Anmerkungen zum Cyber-Angriff auf 400.000 Kunden der UniCredit-Großbank
Vectra Networks betont Verantwortung für Datensicherheit bei externen Zugriffen
[datensicherheit.de, 26.07.2017] Die italienische Großbank UniCredit wurde laut Medienberichten Opfer eines Hacker-Angriffs. Cyber-Kriminelle erhielten demnach über einen Dienstleister Zugang zu Daten im Zusammenhang mit Krediten. Circa 400.000 Kunden könnten betroffen sein – möglicherweise wurden persönliche Angaben sowie Kontonummern gestohlen. Nach Meinung von Vectra Networks zeigt der erneut erfolgreiche Datendiebstahl, dass Organisationen wie eine Großbank ihre Daten überaus aufmerksam schützen müssen, wenn sie externen Dienstleistern Zugriffsrechte einräumen – ab 2018, wenn die EU-DSGVO in Kraft tritt, drohen Unternehmen äußerst hohe Geldbußen bei solchen Vorfällen.
Verantwortung für Datensicherheit bleibt stets beim Unternehmen
„Der Hacker-Angriff auf die UniCredit Bank verdeutlicht einmal mehr, dass Unternehmen sehr vorsichtig sein müssen, wenn sie Externen Zugriff auf sensible Kundendaten ermöglichen. Dies gilt vor allem, wenn Außenstehende mit wichtigen Aufgaben der Wertschöpfungskette betraut werden“, erläutert Gérard Bauer, „VP EMEA“ bei Vectra Networks.
Um Kosten zu reduzieren, setzen viele Unternehmen vermehrt auf Outsourcing und übertragen wichtige Funktionen an externe Dienstleister und Vertragspartner. Aber dennoch hätten diese Unternehmen auch dann weiterhin die Verantwortung, den Schutz persönlicher Daten zu gewährleisten – egal ob diese Daten intern oder extern verarbeitet bzw. bearbeitet werden. Datenmanagement und Sicherheitsrichtlinien seien unverzichtbar, um in der Lage zu sein, den Zugang Dritter zu sensiblen Daten zu kontrollieren, zu verwalten und auszuwerten.
Automatisierte Überwachung und Auswertung des Datenverkehrs im Netzwerk!
Da UniCredit nun schon zwei Mal in zehn Monaten erfolgreich angegriffen worden sei, sollte die Bank ihre internen Sicherheitsvorkehrungen als auch die ihrer Lieferkette sehr genau unter die Lupe nehmen. Das Unternehmen müsse Maßnahmen treffen, um die neuen Arten von Bedrohungen zu verstehen und diesen wirksam zu begegnen.
Es sei heute unverzichtbar, die Arbeit der Sicherheitsbeauftragten, verborgene Bedrohungen aufspüren und den Datenverkehr im Netzwerk überwachen müssen, mit einem hohen Maß an Automatisierung zu unterstützen. So könnten Informationen und Identitäten von Kunden geschützt werden – was schließlich auch für die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens unverzichtbar sei.
Eine solche automatisierte Überwachung und Auswertung des Datenverkehrs im Netzwerk könne durch Künstliche Intelligenz (KI) bestmöglich realisiert werden. So sei es dann auch möglich, schnell und präzise gefährliche Vorgänge zu enttarnen und zu reagieren.
Außerdem sollte den Unternehmen klar sein, dass nach Inkrafttreten der EU-DSGVO im Mai 2018 „drastische Geldstrafen bei derartigen Verfehlungen“ drohten, die sich keine Organisation leisten könne. Zu guter Letzt sei es auch im Interesse eines jeden Unternehmens, das Vertrauen seiner Kunden wiederherzustellen und zu stärken, bevor der Ruf dauerhaft beschädigt wird.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 17.07.2017
Automatisierte IT-Standardprozesse: Freisetzung von IT-Ressourcen statt IT-Mitarbeitern
Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - Apr. 30, 2026 17:46 - noch keine Kommentare
Chaos Engineering für die Cyberresilienz: Wie KI kontrollierte Belastungsproben digitaler Systeme ermöglicht
weitere Beiträge in Experten
- Ransomware-Hotspot: Deutschland als Top-Ziel für Erpresser
- Digitale Hygiene: ERGO empfiehlt Routinen zur Stärkung der Datensicherheit
- Schlechte Noten von IT-Entscheidern: Zwischenbilanz zu einem Jahr Schwarz-Rote Digitalpolitik
- Studie von Red Hat: Deutsche Unternehmen abhängig von globalen KI-Anbietern
- Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bitkom-Kommentar zur Bestandsaufnahme der Expertenkommission
Aktuelles, Branche, Studien - Mai 1, 2026 0:34 - noch keine Kommentare
World Password Day 2026: ESET-Empfehlung zur MFA-Nutzung für zentrale Zugänge zu Netzwerken und Konten
weitere Beiträge in Branche
- Einloggen statt Einbruch: Warnung vor cyberkriminellem Trend
- Chaos Engineering für die Cyberresilienz: Wie KI kontrollierte Belastungsproben digitaler Systeme ermöglicht
- FTAPI gibt CRA-Tipps für KMU: Cyber Resilience Act oft ein Buch mit 7 Siegeln
- Sicherheitsmanagement der Digitalen Angriffsfläche: Ganzheitliche Transparenz und kontinuierliche Kontrolle
- BMDS-Zwischenbilanz: Digitalministerium hat nach einem Jahr viel erreicht – und weiterhin noch viel zu tun
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren