Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Sonntag, Februar 18, 2018 21:38 - noch keine Kommentare
Im Spam-Visier: Deutschland zum dritten Mal in Folge Weltmeister
Cyber-Kriminelle missbrauchen Interesse für Fußball-WM 2018 und Kryptowährungen
[datensicherheit.de, 18.02.2018] Nach Erkenntnissen von KASPERSKY lab empfangen deutsche Nutzer weltweit die meisten bedrohlichen Spam-Nachrichten, E-Mails mit kompromittiertem Anhang oder Links zu gefährlichen Webseiten. Während deutsche Fußballfans einer erfolgreichen Titelverteidigung entgegenfieberten, sei Deutschland beim Empfangen gefährlicher Nachrichten mittlerweile zum dritten Mal in Folge „Weltmeister“.
Ergebnisse aus dem „Spam- und Phishing-Report 2017“
So seien in den Jahren 2015, 2016 und 2017 die meisten E-Mails, bei denen der Anti-Virus-Alarm angeschlagen habe, auf deutschen Konten gelandet:
2017 sei beispielsweise jede sechste gefährliche E-Mail (16,25 Prozent) an ein deutsches Mail-Postfach geschickt worden, was gegenüber 2016 einen leichten Anstieg von 2,12 Prozentpunkten entspreche. Diese Zahlen gingen aus dem „Spam- und Phishing-Report“ von KASPERSKY lab für das Jahr 2017 hervor.
Insgesamt sei die durchschnittliche Spam-Menge weltweit gemessen am Gesamtanteil des E-Mail-Traffics im Jahr 2017 leicht auf 56,63 Prozent gesunken – dies seien 1,68 Prozentpunkte weniger als 2016. Gleichzeitig sei die Zahl der Phishing-Angriffe angestiegen – so habe KASPERKY lab 246.231.645-mal einen Phishing-Alarm auf den Computern seiner Nutzer verzeichnet, was einem Zuwachs um 59 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 entspreche.
Fußball-WM 2018 und Bitcoins als Top-Themen der Spammer
Ob kostenlose Tickets oder Verlosungen für Eintrittskarten: 2017 seien die Vorbereitungen auf die FIFA Fußballweltmeisterschaft 2018 intensiviert worden – ein willkommener Anlass auch für Cyber-Kriminelle.
So seien E-Mails mit den offiziellen Logos der Veranstalter, einschließlich der Markeninformationen und Sponsoren versehen worden, um Nutzer dazu zu bringen, auf einen kompromittierten Anhang oder Link zu einer gefährlichen Webseite zu klicken.
Ein weiteres heißes Thema für Spam und Phishing im Jahr 2017 seien Kryptowährungen gewesen – mit dem dramatischen Anstieg des Bitcoin-Preises habe zeitgleich dessen Bekanntheit unter den Nutzern zugenommen – laut Bitkom hätten inzwischen zwei Drittel der Deutschen schon einmal etwas vom Bitcoin gehört. Somit sei auch die Klickwahrscheinlichkeit auf gefährliche Inhalte größer geworden. Die Mitarbeiter von KASPERSKY lab hätten bereits im dritten Quartal 2017 einen Anstieg von Spam-Mails rund um das Thema Blockchain gemeldet.
Für 2018 Zunahme von Spam- und Phishing-Nachrichten erwartet
Kriminelle nutzten verschiedene Tricks – beispielsweise Webseiten, die sich als Kryptowährungsbörsen oder als gefälschte Dienste zum Cloud-Mining tarnten.
Neben traditionelleren Betrugspraktiken, wie etwa gefakten Lottogewinnen, verwendeten Kriminelle das Thema Bitcoin als Köder, um zusätzlich zu zielgerichteten Adressdatenbanken, die durch Spam beworben wurden, auch Datenbanken mit E-Mails für Kryptowährung zum Kauf anzubieten. Zudem verteilten Kriminelle in Spam-Mails verschiedene Arten von Malware, unter dem Deckmantel von Programmen, die Bitcoins sammelten oder Anweisungen zum Kryptowährungshandel beinhalteten.
„Wir erwarten im Jahr 2018 weitere Entwicklungen und einen Anstieg, was Spam- und Phishing-Nachrichten mit Kryptowährungsbezug betrifft. Wir gehen davon aus, dass es neben Bitcoins – dem Thema im vergangenen Jahr – eine größere Vielfalt sowie vermehrt Aktienbetrug wie ,Pump and Dump‘-Maschen geben wird“, so Darya Gudkova, „Spam Analyst Expert“ bei KASPERSKY lab.
Weitere Informationen zum Thema:
SECURELIST, 15.02.2018
Spam and Phishing in 2017
datensicherheit.de, 12.09.2017
KASPERSKY lab warnt vor Rückkehr der Miner-Botnetze
datensicherheit.de, 20.03.2017
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