Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von cp am Donnerstag, November 8, 2018 20:18 - noch keine Kommentare
Venafi-Studie: 86 Prozent der deutschen Sicherheitsexperten halten Wahldaten für gefährdet
84 Prozent glauben, dass Wahldaten manipulierbar sind, wenn sie von lokalen Wahllokalen zu zentralen Sammelpunkten übermittelt werden
[datensicherheit.de, 08.11.2018] Venafi gibt die Ergebnisse einer Studie zur Sicherheit der Wahlinfrastruktur in Deutschland bekannt. Die Studie schließt die Antworten von 305 deutschen Sicherheitsexperten ein, die in ihren Unternehmen für die Verschlüsselung von Daten verantwortlich sind.
Laut der Studie sind 86 Prozent der Sicherheitsexperten besorgt darüber, dass Cyberangriffe auf Wahldaten oder -Infrastruktur erfolgen könnten. Darüber hinaus glauben 84 Prozent, dass Cyberkriminelle mit ihren Attacken wahrscheinlich auf Wahldaten abzielen, wenn diese von den lokalen Wahllokalen an zentrale Sammelstellen übertragen werden.
Kevin Bocek, VP Security Strategy and Threat Intelligence, Venafi
„Deutsche Sicherheitsexperten verstehen die Risiken von freien und korrekt ablaufenden Wahlen“, sagt Kevin Bocek, Chief Cyber Security Strategist bei Venafi. „Im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass die Software der deutschen Wahlinfrastruktur leicht gehackt werden kann, was zu einer möglichen Manipulation an der Übertragung der Ergebnisse führen kann. Die Angreifer wollen Zweifel an der Demokratie unter den Wählern erzeugen. Deshalb konzentrieren sie sich auf Abstimmungsergebnisse, um Unsicherheit über den demokratischen Ablauf unseren Wahlen zu verursachen.“
Weitere Ergebnisse der Studie sind:
- 94 Prozent glauben, dass Wahlsysteme, einschließlich Wahlautomaten, Software und Backend-Systeme, als kritische Infrastruktur betrachtet werden sollten.
- Auf die Frage, welche Teile ihrer Wahlinfrastruktur am anfälligsten für Cyberangriffe sind:61 Prozent sagen, dass es Wahlautomaten sind, die Wahldaten sammeln.
- 60 Prozent sagen, dass es die Backend-Systeme sind, die die Wahldaten sammeln.
- 71 Prozent sagen, dass es die Kommunikation zwischen den Back-End-Wahlsystemen ist.
- 57 Prozent glauben, dass der potenzielle Schaden durch Cyberangriffe auf Wahlsysteme gravierender ist, als der potenzielle Schaden durch eine Wahlmanipulation, die auf Social Media abzielt.
Kevin Bocek fasst die Ergebnisse zusammen: „Es ist keine Überraschung, dass fast alle deutschen Sicherheitsexperten der Meinung sind, dass die Wahlinfrastruktur angegriffen werden kann. Letztendlich sind die Backend-Systeme, die Wahldaten übertragen, aggregieren, tabellieren, validieren und speichern, genauso anfällig für Cyberangriffe wie Wahlautomaten.“
Weitere Informationen zum Thema:
Venafi
Venafi German Security Survey – Election Protection
datensicherheit.de, 19.09.2018
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