Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Freitag, März 15, 2019 19:48 - noch keine Kommentare
Ambitionierte E-Privacy-Verordnung gefordert
In Ergänzung der DSGVO hohes Schutzniveau für Daten im Bereich der elektronischen Kommunikation garantieren
[datensicherheit.de, 15.03.2019] Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Ulrich Kelber, meldet, dass der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) den europäischen Gesetzgeber aufgefordert hat, die bereits seit langem diskutierte E-Privacy-Verordnung schnellstmöglich zu verabschieden. Diese müsse in Ergänzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ein hohes Schutzniveau für die Daten im Bereich der elektronischen Kommunikation garantieren.
Seit über einem Jahr inhaltlich keine wirklichen Fortschritte
Kelber, stellt hierzu als einer der Mitinitiatoren der Stellungnahme klar: „Die E-Privacy-Verordnung sollte ursprünglich zeitgleich mit dem Anwendungsbeginn der DSGVO im letzten Mai in Kraft treten. Es ist eine Sache, diese zugegebenermaßen ambitionierte Frist nicht halten zu können.“
Das entschuldige aber nicht den Umstand, dass seit über einem Jahr inhaltlich keine wirklichen Fortschritte hätten erzielt werden können, sondern stattdessen versucht werde, das angestrebte Datenschutzniveau abzusenken.
Im hochsensiblen Bereich der elektronischen Kommunikation „starke Regelung“!
Gerade in dem hochsensiblen Bereich der elektronischen Kommunikation werde „eine starke Regelung“ benötigt. Deshalb müsse die E-Privacy-Verordnung zwingend so ausgestaltet werden, „dass das Schutzniveau sowohl der aktuellen E-Privacy-Richtlinie als auch der DSGVO mindestens gehalten und – wo nötig – erweitert wird“.
Zudem müsse klargestellt werden, dass den Datenschutzaufsichtsbehörden bei der Aufsicht über die Verarbeitung personenbezogener Daten auch unter der E-Privacy-Verordnung „sämtliche in der DSGVO vorgesehenen Kompetenzen zukommen“.
Bereichsspezifische Ergänzung und Konkretisierung der DSGVO
Die E-Privacy-Verordnung ist laut BfDI neben der DSGVO das zweite große Gesetzgebungsvorhaben zur Reform des europäischen Datenschutzrechts. Sie solle die aktuell noch geltende E-Privacy-Richtlinie ablösen und den Datenschutz bei der elektronischen Kommunikation regeln.
„Insofern stellt sie eine bereichsspezifische Ergänzung und Konkretisierung der Datenschutzvorgaben in der DSGVO dar“, erläutert Kelber.
Der Europäische Rat hat sich noch nicht auf gemeinsame Linie einigen können
Ein erster Entwurf der Verordnung sei von der Europäischen Kommission bereits im Januar 2017 vorgelegt worden. „Das Europäische Parlament positionierte sich im Oktober 2017 zum Gesetzentwurf“, berichtet Kelber.
Lediglich der Europäische Rat habe sich nach mittlerweile zweijähriger Debatte noch nicht auf eine gemeinsame Linie einigen können.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 23.03.2018
forum <privatheit>: Demokratie nicht einzelnen Internet-Unternehmen überlassen
datensicherheit.de, 29.01.2018
Andrea Voßhoff: Datenschutz als Basis der Digitalen Souveränität
Stiftung Datenschutz
E-Privacy-Verordnung – Was kommt auf uns zu?
Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - Apr. 30, 2026 17:46 - noch keine Kommentare
Chaos Engineering für die Cyberresilienz: Wie KI kontrollierte Belastungsproben digitaler Systeme ermöglicht
weitere Beiträge in Experten
- Ransomware-Hotspot: Deutschland als Top-Ziel für Erpresser
- Digitale Hygiene: ERGO empfiehlt Routinen zur Stärkung der Datensicherheit
- Schlechte Noten von IT-Entscheidern: Zwischenbilanz zu einem Jahr Schwarz-Rote Digitalpolitik
- Studie von Red Hat: Deutsche Unternehmen abhängig von globalen KI-Anbietern
- Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bitkom-Kommentar zur Bestandsaufnahme der Expertenkommission
Aktuelles, Branche, Studien - Mai 1, 2026 0:34 - noch keine Kommentare
World Password Day 2026: ESET-Empfehlung zur MFA-Nutzung für zentrale Zugänge zu Netzwerken und Konten
weitere Beiträge in Branche
- Einloggen statt Einbruch: Warnung vor cyberkriminellem Trend
- Chaos Engineering für die Cyberresilienz: Wie KI kontrollierte Belastungsproben digitaler Systeme ermöglicht
- FTAPI gibt CRA-Tipps für KMU: Cyber Resilience Act oft ein Buch mit 7 Siegeln
- Sicherheitsmanagement der Digitalen Angriffsfläche: Ganzheitliche Transparenz und kontinuierliche Kontrolle
- BMDS-Zwischenbilanz: Digitalministerium hat nach einem Jahr viel erreicht – und weiterhin noch viel zu tun
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren