Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Donnerstag, Juni 12, 2025 0:55 - noch keine Kommentare
Cybercrime Risiko Index warnt vor Cyberangriffen: Deutsche Verbraucher und KMU stark betroffen
Der „Cybercrime Risiko Index“ von heyData analysiert das Gefährdungspotenzial von 15 europäischen Ländern, Opfer von Cyberangriffen zu werden
[datensicherheit.de, 12.06.2025] Der „Cybercrime Risiko Index“ von heyData analysiert das Gefährdungspotenzial von 15 europäischen Ländern, Opfer von Cyberangriffen zu werden. Demnach ergeben sich aktuell „erschreckende Zahlen zur Bedrohungslage deutscher Verbraucher und Unternehmen“ – Deutschland zähle dabei zu den vier am stärksten gefährdeten Ländern. Vier von zehn Verbrauchern seien zum Ziel von Cyberangriffen geworden – unter anderem deshalb, „weil mehr als jeder dritte nachlässig mit persönlichen Daten umgeht“.

Abbildung: heyData
Der „Cybercrime Risiko Index“ von heyData bewertet die Gefährdung von 15 europäischen Ländern in vier zentralen Bereichen (Verbraucher-Risiko, Unternehmens-Risiko, Verhaltensrisiko und finanzielle Schäden)
Erschreckende Zahlen zur Bedrohungslage in Deutschland und Europa veröffentlicht
Datenschutzexperten von heyData haben mit ihrem „Cybercrime Risiko Index“ eine Analyse veröffentlicht, „die erschreckende Zahlen zur Bedrohungslage in Deutschland und Europa“ darlegt. Mehr als 40 Prozent der deutschen Verbraucher seien zuletzt Ziel von Cyberangriffen gewesen.
- Dies mache Deutschland zu einem der am stärksten gefährdeten Länder. „Häufige Angriffsmuster sind Phishing, Datendiebstahl und Schadsoftware.“
Nicht nur die Aggressivität der Cyberkriminellen, sondern auch das Verhalten der Verbraucher trage maßgeblich zu ihrer eigenen Gefährdung bei. 34 Prozent der deutschen Verbraucher gingen nachweislich nachlässig mit ihren persönlichen Daten um, „indem sie sensible Informationen über unsichere Verbindungen preisgeben oder auf unsicheren Plattformen speichern“, wie aktuelle Eurostat-Umfragewerte belegten.

Foto: heyData
Miloš Djurdjević kommentiert Zunahme der Cyberangriffe: Verbraucher sollten ihre digitalen Sicherheitsroutinen dringend verbessern!
Verbraucher sollten sich der Gefahren im Digitalen Raum bewusster werdenvier zentralen Bereichen
„Der nachlässige Umgang mit persönlichen Daten in Kombination mit dem hohen Risiko, ins Visier von Kriminellen zu geraten, unterstreicht, dass Verbraucher ihre digitalen Sicherheitsroutinen dringend verbessern müssen“, betont Miloš Djurdjević, Mitgründer und „Managing Director“ von heyData.
- Es sei entscheidend, „dass Verbraucher stärker in die Verantwortung genommen werden und sich der Gefahren im Digitalen Raum bewusst werden, um sich besser zu schützen“.
Der finanzielle Schaden, den Verbraucher in Deutschland aufgrund von Cyberangriffen erleiden, liege bei jährlich etwa 82 Euro pro Einwohner – ein hoher Wert im europäischen Kontext. „Zum Vergleich: In Nachbarländern wie Polen (48€) und Frankreich (52€) sind die Schäden deutlich niedriger. Ähnliche Schadenssummen wie in Deutschland verzeichnen Schweden und Norwegen mit jeweils 82 Euro pro Einwohner. Deutlich höhere Schadenssummen gibt es jedoch in Spanien (394€), Österreich (335€) und besonders in Großbritannien, wo der Schaden mit 548 Euro pro Einwohner am höchsten ausfällt.“
Auch deutsche Unternehmen Opfer zunehmender Cyberangriffe
Auch Unternehmen seien zunehmend Ziel Cyberkrimineller: „Jedes vierte Unternehmen in Deutschland (25%) meldete zuletzt sicherheitsrelevante IT-Vorfälle.“
- Diese Zahl verdeutliche, wie dringend Unternehmen ihre Cybersicherheitsstrategien verbessern müssten, um dem wachsenden Risiko digitaler Bedrohungen entgegenzuwirken.
Besonders der deutsche Mittelstand sei gefährdet, da viele Unternehmen ihre IT-Infrastruktur noch nicht ausreichend gegen moderne Angriffsarten abgesichert hätten.
heyData-Empfehlungen für Verbraucher und Unternehmen zum Schutz vor Cyberangriffen
Um sich vor den Gefahren der digitalen Welt zu schützen, könnten Verbraucher einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen ergreifen:
- Verwendung stärkerer Passwörter und einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
- Regelmäßige Updates und Software-Patches zur Sicherstellung eines aktuellen Sicherheitsstandards
- Vorsicht beim Umgang mit E-Mails und Links, um Phishing-Angriffe zu vermeiden
- Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen und Bewusstsein für den eigenen digitalen Fußabdruck
Unternehmen sollten proaktive Maßnahmen ergreifen, um sich vor Cyberangriffen zu schützen:
- Entwicklung einer robusten IT-Sicherheitsstrategie und regelmäßige Risikomanagement-Analysen
- Schulung von Mitarbeitern zur Sensibilisierung für Cybersicherheitsrisiken und sichere Verhaltensweisen
- Regelmäßige Überprüfung aller Systeme, „Tools“ und Dienstleister auf aktuelle Sicherheits- und Datenschutzanforderungen
hesData-Forderungen an Politik und Unternehmen
Die Cybersicherheitsstandards müssten auf allen Ebenen verbessert werden, um eine umfassende Sicherheit im Digitalen Raum zu gewährleisten. Unternehmen seien gefordert, ihre IT-Infrastrukturen regelmäßig auf Schwachstellen zu überprüfen und Cybersicherheitslösungen wie Endpunktschutz und Verschlüsselungstechnologien zu implementieren.
- Ebenso sollten politische Entscheidungsträger die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen und privaten Unternehmen stärken, um regulatorische Rahmenbedingungen für Datenschutz und Cyberabwehr kontinuierlich zu verbessern. Insbesondere der Schutz von Verbraucherdaten müsse eine höhere Priorität erhalten, etwa durch strengere Datenschutzgesetze und verpflichtende Meldungen von Sicherheitsvorfällen.
„Die Digitalisierung bietet enorme Chancen, birgt aber auch erhebliche Risiken, insbesondere für Verbraucher. Es ist entscheidend, dass sie mit den richtigen Werkzeugen und klaren Sicherheitsrichtlinien ausgestattet werden, um ihre Daten zu schützen und sich sicher in der digitalen Welt zu bewegen“, gibt Djurdjević abschließend zu bedenken.
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