Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Samstag, Juli 26, 2025 0:27 - noch keine Kommentare
Betrugsfälle: iPhone-Nutzer häufiger Opfer als Android-Anwender
„Android“-Nutzer werden laut aktueller Malwarebytes-Studie seltener Opfer von Online-Betrug und ergreifen wirksamere Sicherheitsmaßnahmen als „iPhone“-Anwender
[datensicherheit.de, 26.07.2025] „Android“-Nutzer werden laut einer aktuellen Studie seltener Opfer von Online-Betrug und ergreifen wirksamere Sicherheitsmaßnahmen als z.B. „iPhone“-Anwender. Malwarebytes hatte hierzu nach eigenen Angaben unter 1.300 Erwachsenen im Alter von 18 Jahren oder älter in den Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Österreich, Deutschland und der Schweiz im März 2025 eine Umfrage durchgeführt, um mehr über deren Verhaltensweisen im Kontext mobiler Sicherheit und Datenschutz zu erfahren. Die Stichprobe sei nach Geschlecht, Alter, geographischem Standort und ethnischer Zugehörigkeit gleichmäßig verteilt und gewichtet worden, um ein ausgewogenes Ergebnis zu gewährleisten.
„iPhone“-Nutzer geben im Vergleich zu „Android“-Anwendern mehr personenbezogene Daten online preis…
Malwarebytes hat eine neue Studie veröffentlicht, welche demnach zeigt, dass „iPhone“-Nutzer weltweit öfter auf Online-Betrugsmaschen hereinfallen und größere Online-Risiken eingehen als „Android“-Nutzer.
- Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigten, dass „iPhone“-Nutzer im Vergleich zu „Android“-Anwendern mehr personenbezogene Daten online preisgäben, seltener Sicherheits-Software nutzten und Passwörter häufiger wiederverwendeten. „Gleichzeitig gaben ,iPhone’-Nutzer häufiger an, Opfer von Online-Betrugsmaschen zu werden und online bei unbekannten oder unseriösen Anbietern einzukaufen.“
„Zu viele ,iPhone’-Nutzer verlassen sich in Sachen Sicherheit auf den Ruf ihres ,iPhones’, ohne selbst grundlegende Maßnahmen zu ihrem eigenen Schutz zu ergreifen. Dadurch sind sie anfälliger für Betrugsmaschen und versteckte Bedrohungen wie ,Infostealer’“, kommentiert Michael Sherwood, „VP of Product“ bei Malwarebytes.
Bloße Reputation einer Marke noch kein Ausweis für Datensicherheit
Sherwood betont: „Wir können uns nicht länger auf Reputation verlassen, wenn wir im Internet surfen, chatten oder Online-Banking abwickeln. Cyberkriminelle wissen, dass mobile Endgeräte und ihre Nutzer anfällig gegenüber Bedrohungen und Betrugsmaschen sind.“ Dessen müsse man sich bewusst sein und alles hinterfragen – von Textnachrichten und Suchergebnissen bis hin zu E-Mail-Anhängen und Links.
Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie im Überblick:
- 53 Prozent aller „iPhone“-Nutzer seien bereits Opfer von Online-Betrug geworden, im Vergleich zu 48 Prozent der „Android“-Nutzer.
- 21 Prozent aller „iPhone“-Nutzer nutzten auf ihrem Smartphone Sicherheits-Software — im Vergleich zu 29 Prozent der „Android“-Nutzer.
- 35 Prozent aller „iPhone“-Nutzer verwendeten einzigartige Passwörter für verschiedene Online-Konten – gegenüber 41 Prozent bei „Android“-Nutzern.
- 47 Prozent aller „iPhone“-Nutzer hätten bereits einen Artikel von einer unbekannten oder unseriösen Quelle gekauft, „weil der Artikel dort am günstigsten war“, im Vergleich zu 40 Prozent der „Android“-Nutzer.
- 41 Prozent aller „iPhone“-Nutzer gäben an, über Soziale Medien eine Direktnachricht an das Konto eines Unternehmens oder Verkäufers gesendet zu haben, um einen Rabatt zu erhalten, dagegen nur 33 Prozent aller „Android“-Nutzer.
„iPhone“-Nutzer neigten dazu, den in ihrem Endgerät integrierten Sicherheitsmaßnahmen zu vertrauen: „55 Prozent der befragten ,iPhone’-Nutzer gaben an, dass sie den Sicherheitsmaßnahmen ihres Smartphones vertrauen, im Vergleich zu 50 Prozent der ,Android’-Nutzer.“ Dies erkläre sowohl die Unterschiede im Nutzerverhalten als auch die höhere Risikobereitschaft der „iPhone“-Nutzer.
Malwarebytes bietet KI-gestützten digitaler Sicherheitsbegleiter zur Betrugserkennung
Um der wachsenden Bedrohung durch Online-Betrug entgegenzuwirken, benennt Malwarebytes als Abwehr-Lösung den kürzlich auf den Markt gebrachten eigenen „Scam Guard“.
- Es handelt sich laut Malwarebytes um ein neues „Tool“, welches neben Empfehlungen zur digitalen Sicherheit auch Feedback zu Betrugsversuchen, Bedrohungen und Malware liefert. Nutzer könnten innerhalb der mobilen App einfach über eine Chat-Oberfläche verdächtige Inhalte melden.
Diese in die „Malwarebytes Mobile Security“-App integrierte Funktion solle dazu beitragen, durch Aufklärung und Prävention das Stigma zu reduzieren, welches damit einhergehe, Opfer von Online-Betrug zu werden.
Weitere Informationen zum Thema:
Malwarebytes LABS, David Ruiz, 24.07.2025
iPhone vs Android: iPhone users more reckless, less protected online
Malwarebytes LABS
Posts By Michael Sherwood
datensicherheit.de, 15.07.2025
Zimperium-Warnung vor Konfety-Malware: Angriffe auf Android-Mobilgeräte mittels neuer Variante / Zimperium-Sicherheitsexperten haben eine neue Variante der „Konfety“-Malware aufgedeckt, welche sich der Entdeckung auf „Android“-Endgeräten raffiniert entzieht
datensicherheit.de, 07.07.2025
Android-Smartphones: Bedrohungen nehmen sprunghaft zu / Sicherheitsforscher von Malwarebytes haben im ersten Halbjahr 2025 eine Zunahme von Malware für „Android“-Geräte um 151 Prozent festgestellt
datensicherheit.de, 30.08.2019
iPhone: Großer Hacker-Angriff aufgedeckt / Für Privatnutzer eine Katastrophe – für Unternehmen der Super-GAU, warnt Günter Junk
datensicherheit.de, 14.05.2019
Schwachstelle in Whatsapp-Anrufen ermöglicht Übernahme von iPhones / G DATA Security Evangelist Tim Berghoff ordnet Sicherheitslücke ein / Nutzer sollten umgehend ein Update für die Chat-Software Whatsapp einspielen / Betroffen sind Menschenrechtsanwälte und Dissidenten.
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