Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Montag, Dezember 1, 2025 0:14 - noch keine Kommentare
Regelbasierte Automatisierung: Neue Wege beim Endpoint-Management in Unternehmen
40 Prozent der IT-Verantwortlichen geben an, dass die Verwaltung und Absicherung der Endpoints heute wesentlich schwieriger ist als noch vor zwei Jahren
[datensicherheit.de, 01.12.2025] Laut einer aktuellen Stellungnahme von André Schindler, „General Manager EMEA“ und „SVP Global Sales“ bei NinjaOne, wird Endpoint-Management zu einer immer größeren Herausforderung für Unternehmen. So hätten in einer Studie der Enterprise Strategy Group (ESG) ganze 40 Prozent der IT-Verantwortlichen angegeben, dass die Verwaltung und Absicherung von Endpunkten heute wesentlich schwieriger sei als noch vor zwei Jahren. Für diese Entwicklung existiert demnach eine Reihe an Gründen: „Die Hauptursache ist, dass durch die zunehmende Verbreitung von Remote- und Hybrid-Arbeit die Anzahl an Endgeräten beträchtlich steigt.“ So nutzten laut ESG inzwischen 93 Prozent der Mitarbeiter zwei oder mehr Geräte. Gleichzeitig nähmen Cyberangriffe sowohl in ihrer Häufigkeit als auch in ihrer Raffinesse zu – nicht zuletzt durch die Möglichkeiten, welche Künstliche Intelligenz (KI) Cyberkriminellen biete.
„Tool-Wildwuchs“ erschwert Transparenz über alle Endpoints hinweg
„Unternehmen befinden sich in einer verzwickten Lage – sie müssen immer mehr Cybergefahren abwehren, verfügen aber nicht über mehr Ressourcen als früher“, kommentiert Schindler. Im Gegenteil: Der Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften sei nach wie vor beträchtlich.
- „So kompliziert die Situation ist – sie ist nicht aussichtslos! Unternehmen können einiges machen, um sich widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe aufzustellen. Besonders wichtig ist die Konsolidierung von ,Tools’.“
IT-Abteilungen arbeiteten häufig mit einer Vielzahl unterschiedlicher Lösungen – zwischen fünf und fünfzehn seien die Regel. Fast 30 Prozent der Unternehmen setzten sogar 16 oder mehr parallel ein. Der daraus resultierende „Tool-Wildwuchs“ führe zu unkoordinierten Abläufen und erschwere die Transparenz über alle Endgeräte hinweg, was das Entstehen von Sicherheitslücken begünstige.
Einsatz Künstlicher Intelligenz im Endpoint-Management erforderlich
Schindler führt aus: „Eine weitere Möglichkeit, die Belastung von IT-Abteilungen zu reduzieren, bietet neben Konsolidierung der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Endpoint-Management.“
- Automatisiertes Endpoint-Management bezeichne eine neue Generation des Endgeräte-Managements, welche auf KI, Maschinellem Lernen (ML) und Automatisierung basiere.
Im Gegensatz zu klassischen Endpoint-Management-Ansätzen, bei denen Administratoren manuell eingreifen müssten, automatisiere AEM eine Vielzahl zentraler Aufgaben – von der Risikobewertung über Patch- und Konfigurationsmanagement bis hin zur präventiven Wartung. Dadurch ließen sich Risiken schneller erkennen und beheben sowie Ressourcen effizienter einsetzen.
Priorisierung der Patches je nach Relevanz für betreffenden Endpoint
Dieser Ansatz spiegele sich auch im automatisierten Patch-Management von NinjaOne wider. Schindler erläutert: „Die Lösung nutzt Daten aus mehreren spezialisierten Drittanbieter-Datenbanken, um Bedrohungslagen, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Patches präzise zu bewerten.“ Die integrierte „Patch Intelligence AI“ erkenne zudem bekannte Probleme mit Updates und setze fehlerhafte Patches automatisch aus.
- Auf dieser Grundlage priorisiere das System eigenständig, „welche Patches für welche Endpunkte relevant sind“, und ermögliche eine automatisierte, intelligente und standortunabhängige Aktualisierung sämtlicher Geräte.
Über die zentrale, „cloud“-basierte Plattform ließen sich klare Regeln und Freigabelogiken definieren, wodurch der gesamte Prozess ohne zusätzliches Skripting und auch in hybriden Umgebungen reibungslos ablaufe.
Neugestaltung des Endpoint- und Patch-Managements mit innovativen Lösungen ein Muss
„Da keine VPNs oder lokalen Server erforderlich sind, können Updates unabhängig vom Standort der Endpunkte ausgerollt werden.“ Eine Echtzeitüberwachung sorge zudem dafür, dass IT-Teams jederzeit volle Transparenz über den Fortschritt und Erfolg der Patches hätten.
- „In einer Zeit, in der IT-Abteilungen ohne mehr Ressourcen immer mehr leisten müssen, ist eine Neugestaltung des Endpoint- und Patch-Managements mit solchen innovativen Lösungen ein Muss!“, betont Schindler abschließend.
Unternehmen, welche auf eine Kombination aus Automatisierung, KI und Plattformintegration setzten, würden einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben.
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André Schindler
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