Aktuelles, Experten - geschrieben von am Montag, April 27, 2026 0:57 - noch keine Kommentare

Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bitkom-Kommentar zur Bestandsaufnahme der Expertenkommission

Der Bitkom plädiert für eine verbindliche Verankerung von Medienkompetenz in Lehrplänen, entsprechende Fortbildungen sowie eine Bundeszentrale für digitale Bildung zur Unterstützung von Eltern

[datensicherheit.de, 27.04.2026] Am 20. April 2026 hat die die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ des Bundesfamilienministeriums eine Bestandsaufnahme mit ersten Ergebnissen bezüglich eines effektiveren Kinder- und Jugendschutzes vorgelegt. Der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder, kommentiert die aktuelle Situation: Entscheidend sind demnach Inhalte, Verantwortung der Plattformen und vor allem die Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Digitalen Raum durch ihre Eltern.

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Foto: Bitkom e.V.

Dr. Bernhard Rohleder fasst zusammen: Konkret braucht es etwa eine verbindliche Verankerung von Medienkompetenz in Lehrplänen, entsprechende Fortbildungen sowie eine Bundeszentrale für digitale Bildung zur Unterstützung von Eltern!

Laut Bitkom-Umfrage haben nur 52% der Eltern Privatsphäre-Einstellungen im Social-Media-Profil des Kindes geändert

„Der Bericht der Expertenkommission bestätigt: Die Debatte über Jugendmedienschutz lässt sich nicht auf Bildschirmzeiten oder pauschale Verbote verkürzen, so Rohleder.

  • Er betont: „Entscheidend sind Inhalte, Verantwortung der Plattformen und vor allem die Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Digitalen Raum durch ihre Eltern.“

Laut einer Bitkom-Umfrage 2025 haben demnach nur 52 Prozent der Eltern, die ihrem Kind ein Social-Media-Profil erlauben, die Privatsphäre-Einstellungen im Profil des Kindes geändert und ebenfalls rund die Hälfte (52%) spricht mit dem eigenen Kind darüber, was beim Teilen von Bildern oder Videos in Sozialen Netzwerken zu beachten ist.

Bitkom fordert konsequente Umsetzung bestehender Regelungen

Soziale Medien böten jungen Menschen wichtige Chancen – etwa für Teilhabe, Information und soziale Vernetzung. Rohleder gibt zu bedenken: „Ein wirksamer Jugendmedienschutz muss diese Balance berücksichtigen und differenziert ausgestaltet sein!“

  • Statt pauschaler Einschränkungen sollte der Fokus auf der konsequenten Umsetzung bestehender Regelungen, insbesondere des „Digital Services Act“, sowie auf wirksamer Medienbildung und der Befähigung von Eltern und Lehrkräften liegen.

Fast ein Viertel (23%) der Eltern fühle sich unsicher, digitale Kompetenzen zu vermitteln. „Konkret braucht es etwa eine verbindliche Verankerung von Medienkompetenz in Lehrplänen, entsprechende Fortbildungen sowie eine Bundeszentrale für digitale Bildung zur Unterstützung von Eltern!“, legt Rohleder abschließend nahe.

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Dr. Bernhard Rohleder: Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.

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Unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ / Kinder und Jugendliche brauchen besonderen Schutz – das gilt auch für die digitale Welt. Eine unabhängige Expertenkommission erarbeitet Handlungsempfehlungen für einen effektiveren Kinder- und Jugendmedienschutz.

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