Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Samstag, Januar 17, 2026 1:02 - noch keine Kommentare
Unit 42 warnt vor cyberkrimineller Vorfreude auf Olympische Winterspiele 2026
Das „Unit 42“-Team von Palo Alto Networks hat am 16. Januar 2026 einen neuen Report veröffentlicht, welcher der Bedrohungslage für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina gewidmet ist
[datensicherheit.de, 17.01.2026] Das „Unit 42“-Team von Palo Alto Networks hat am 15. Januar 2026 einen neuen Report veröffentlicht, welcher der Bedrohungslage für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina gewidmet ist: Anfang Februar 2026 richtet sich nicht nur die Aufmerksamkeit von Sportfans weltweit auf Italien – auch Cyberkriminelle und staatlich gesteuerte Akteure werden dieses globale Großereignis für ihre Zwecke ausnutzen, so die aktuelle Warnung.

Abbildung: paloalto NETWORKS
Die „Unit 42“ warnt: Auch Cyberkriminelle und staatlich gesteuerte Akteure werden dieses globale Großereignis für ihre Zwecke ausnutzen!
Cyberangriffe bei Olympia keine Seltenheit: „Unit 42“ hatte 2024 deutlichen Anstieg cyberkrimineller Aktivitäten registriert
Die Vergangenheit zeigt demnach: „In Pyeongchang 2018 legten Angreifer WLAN und digitale Infrastrukturen lahm. Bei den Spielen in Tokio 2021 versuchten russische Bedrohungsakteure, bereits die Vorbereitungen zu sabotieren.“
- 2024 in Paris habe die „Unit 42“ einen deutlichen Anstieg von DDoS-Attacken, Phishing-Kampagnen mit Olympia-Bezug und Betrugsversuchen registriert – „die Behörden meldeten über 140 Cybervorfälle“.
Um Sicherheitsverantwortliche zu unterstützen, hat die „Unit 42“ den Report „Defending the 2026 Milan-Cortina Winter Games“ veröffentlicht. Die Experten gehen darin auf ihre Analysen ein und beschreiben, welche Angreifer die Spiele bedrohen, was sie antreibt und mit welchen Methoden sie vorgehen – zudem benennen sie konkrete Schutzmaßnahmen.
Die wichtigsten Erkenntnisse der „Unit 42“:
- Bedrohungsakteure
Ransomware-Gruppen, staatlich gesteuerte Bedrohungsakteure und Hacktivisten. - Konkrete Gefahren
„Muddled Libra“, „Insidious Taurus“ und „Salt Typhoon“. - Angriffsmethoden
„Social Engineering“, DDoS-Attacken, API-Schwachstellen. - Schutzstrategien
„Zero Trust“, „Runtime Security“, KI-gestützte Automatisierung
Bei Olympia kollidiert unbedingter Live-Anspruch oft mit IT-Security-Vorgaben
Andreas Schneider, CSO für Zentraleuropa bei Palo Alto Networks, unterstreicht die besondere Verwundbarkeit der übertragenden Fernsehanstalten: „Als ehemaliger CISO eines öffentlich-rechtlichen Broadcasters weiß ich: Bei Olympia kollidiert der unbedingte Live-Anspruch oft mit Security-Vorgaben.“
- Durch den technologischen Schwenk von geschlossenen, broadcast-spezifischen Technologien hin zu offenen IP-basierten „Workflows“ habe sich die Angriffsfläche deutlich vergrößert, während die verschärfte geopolitische Lage die Winterspiele 2026 zu einem attraktiven Ziel für Sabotage mache.
Er betont abschließend: „Gerade für ,Broadcaster’ in Deutschland und der Schweiz, die ohnehin unter starkem Rechtfertigungsdruck stehen, ist eine lückenlose Cyberresilienz heute keine Option mehr, sondern eine Überlebensfrage für ihre gesellschaftliche Akzeptanz!“
Weitere Informationen zum Thema:
UNIT 42
Unit 42: Intelligence driven, response ready…
UNIT 42
Defending the 2026 Milano Cortina Winter Games / Staying vigilant on the world’s largest stage
paloalto NETWORKS, UNIT 42. 2026
Cyber Threats to Milan-Cortina 2026
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