Aktuelles, Branche - geschrieben von am Donnerstag, Februar 19, 2026 0:18 - noch keine Kommentare

Eurail und Interrail: Gestohlene Passagier-Daten im Darknet feilgeboten

Hacker haben eine Probe entwendeter „Eurail“- bzw. „Interrail“-Daten auf der Messaging-Plattform „Telegram“ veröffentlicht

[datensicherheit.de, 19.02.2026] Keeper Security hatte bereits über den Hacker-Angriff auf „Eurail“ bzw. „Interrail“ bereits Mitte Januar 2026 berichtet: Cyberkriminelle konnten demnach Zugriff auf Passdaten und Kontaktinformationen von Passagieren erlangen. Nun habe sich die Situation zusätzlich verschärft, denn es sei bestätigt worden, dass gestohlene Daten im „DarkWeb“ zum Verkauf angeboten würden und dass die Angreifer auch eine Probe der entwendeten Daten auf der Messaging-Plattform „Telegram“ veröffentlicht hätten. Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security, betont in seinem aktuellen Kommentar: „Der Vorfall bei ,Eurail’ geht über eine routinemäßige Benachrichtigung über einen Datenverstoß hinaus. Da die gestohlenen Daten von Reisenden den Berichten zufolge auf ,DarkWeb’-Marktplätzen zum Verkauf angeboten werden, ist das Risiko nicht mehr nur theoretischer Natur, sondern konkret!“

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Foto: Keeper Security

Darren Guccione: Sobald diese Art von personenbezogenen Daten zum Verkauf angeboten wird, werden sie zu einem skalierbaren kriminellen Gut!

Reisedaten wie jetzt von „Eurail“ besonders wertvoll für hochgradig kontextbezogenes „Social Engineering“

Ersten Berichten zufolge seien sensible Reisedaten, darunter Passdaten und Kontaktinformationen, offengelegt worden. „Sobald diese Art von personenbezogenen Daten zum Verkauf angeboten wird, werden sie zu einem skalierbaren kriminellen Gut“, stellt Guccione klar.

  • Cyberkriminelle kauften solche Datensätze, um Phishing-Kampagnen zu automatisieren, „Credential Stuffing“-Angriffe durchzuführen und Identitätsbetrug zu begehen.

Reisedaten seien besonders wertvoll, da sie ein hochgradig kontextbezogenes „Social Engineering“ ermöglichten: Angreifer könnten überzeugende Betrugsmaschen entwickeln, „die sich auf echte Reisen beziehen – beispielsweise gefälschte Reiseplanaktualisierungen, Rückerstattungsbenachrichtigungen oder Grenzkontrollen von Dokumenten“. Die durch legitime Reisedaten geschaffene Glaubwürdigkeit erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass Opfer darauf hereinfallen, erheblich.

Für vom „Eurail“-„Interrail“-Datenleck potenziell Betroffene sofortiges Handeln geboten

„Für betroffene Personen ist sofortiges Handeln unerlässlich!“ Zunächst sollten die Passwörter aller mit „Eurail“ verbundenen Konten geändert und sichergestellt werden, „dass die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) nach Möglichkeit aktiviert ist“.

  • Wenn die Passwörter auch anderweitig verwendet wurden, müssten auch diese Konten umgehend aktualisiert werden, um „Credential Stuffing“-Angriffe zu verhindern.

Es sei wichtig, Kontoauszüge, Kreditkartenaktivitäten und Online-Konten genau auf ungewöhnliche Transaktionen oder Anmeldeversuche zu überwachen. „Da gestohlene Daten monatelang oder sogar jahrelang im Umlauf sein können, ist eine ständige Wachsamkeit erforderlich!“ „DarkWeb“-Überwachungstools könnten frühzeitig warnen, „wenn Anmeldedaten von Personen auf kriminellen Marktplätzen auftauchen, so dass sie handeln können, bevor Angreifer versuchen, sie zu missbrauchen“.

Nach Vorfall bei „Eurail“/„Interrail“ sollte Legitimität jeder reisebezogenen Kommunikation geprüft werden

Eine besondere Vorsicht gelte bei unaufgeforderten E-Mails, SMS-Nachrichten oder Anrufen im Zusammenhang mit Reiseplänen: Angreifer nutzten oft das Mittel der Dringlichkeit – wie die Sperrung eines Kontos oder kurzfristige Änderungen des Reiseplans –, um Opfer so unter Druck zu setzen, dass diese ohne Überprüfung handelten.

  • Man sollte sich die Zeit nehmen, die Legitimität jeder reisebezogenen Kommunikation zu überprüfen, um eine weitere Kompromittierungen zu verhindern. „Für Unternehmen unterstreicht dieser Vorfall die grundlegende Tatsache, dass die Kontrolle über sensible Identitätsdaten verloren geht, sobald diese offengelegt werden.“

Die einzige dauerhafte Abwehr bestehe darin, eine Offenlegung von vornherein durch strenge Zugriffskontrollen, kontinuierliche Überwachung und ein Zero-Trust-Sicherheitsmodell zu verhindern, welches jeden Benutzer und jedes Gerät überprüft. „Der Schutz des Kundenvertrauens hängt nicht nur davon ab, Verstöße schnell zu erkennen, sondern auch davon, dass kritische Identitätsdaten von vornherein nicht gefährdet sind“, gibt Guccione abschließend zu bedenken.

Weitere Informationen zum Thema:

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Keeper Security Author Darren Guccione / Aktuelle Artikel von Darren

eurail, 13.02.2026
Data security incident (updated release) / Eurail B.V. shares information about a recent data security incident

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About us / Helping travelers to discover Europe since 1959

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Über uns: Seit 1959 helfen wir Reisenden, Europa zu entdecken

BLEEPINGCOMPUTER, Bill Toulas, 16.02.2026
Eurail says stolen traveler data now up for sale on dark web

SPIEGEL Netzwelt, 15.01.2026
Schwerer Vorfall bei Eurail Daten von Interrail-Kunden gestohlen / Passnummern, Geburtsdaten, Kontaktadressen: Unbekannte Angreifer haben sich Zugriff auf Kundendaten des Anbieters Eurail verschafft. Das Unternehmen warnt vor möglichen Betrugsversuchen.

WIKIPEDIA
Eurail

datensicherheit.de, 18.01.2026
Eurail und Interrail: Hacker erlangten Zugriff auf Daten von Bahnreisenden / Sensiblen Reisedaten droht Missbrauch, wenn sie in die Verfügung Cyberkrimineller gelangen

datensicherheit.de, 25.10.2021
Warnung der PSW GROUP: Soziale Netzwerke als Brutstätten für Attacken mittels Credential Stuffing / Für sämtliche Web-Dienste dieselben Login-Daten zu verwenden ermöglicht Credential Stuffing



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