Aktuelles, Branche - geschrieben von am Dienstag, April 30, 2019 18:28 - noch keine Kommentare

Cyberkriminelle nehmen Kryptowährungsbranche ins Visier

Palo Alto Networks meldet neue Angriffe von BabyShark

[datensicherheit.de, 30.04.2019] Palo Alto Networks meldet, dass die Angreifer hinter der Malware-Familie BabyShark ihre Aktivitäten über Cyberspionage hinaus auf Cyberangriffe gegen die Kryptowährungsbranche ausgeweitet haben. Die Köderdokumente wurden im Zusammenhang mit xCryptoCrash, einem Online-Glücksspiel, entdeckt. Dies deutet darauf hin, dass die Angreifer nun auch die Kryptowährungsbranche im Visier haben.

Code-Analyse durch Palo Alto Networks

Palo Alto Networks analysierte Code, der auf einem von den Angreifern gesteuerten Server gefunden wurden, einschließlich der anfänglichen Malware zum Starten der Angriffe sowie zwei weiteren Dateien, KimJongRAT und PCRat, die BabyShark auf den Rechnern der Angriffsopfer installiert. Die Malware-Autoren bezeichneten diese beiden Dateien intern als „Cowboys“.

Angriffe werden sich wahrscheinlich auf andere Branchen ausdehnen

Im jüngst veröffentlichten Forschungsbericht kommt Unit 42/Palo Alto Networks, zu dem Schluss, dass die BabyShark-Angriffe wahrscheinlich fortgesetzt und sich auf weitere Branchen ausdehnen werden. KimJongRAT scheint verwendet zu werden, um E-Mail-Zugangsdaten von Microsoft Outlook und Mozilla Thunderbird sowie Zugangsdaten für Google-, Facebook- und Yahoo-Konten zu stehlen, die in weit verbreiteten Browsern gespeichert sind. Diese Daten werden dann mit anderer Malware wie BabyShark und PCRat an den Kontrollserver der Angreifer gesendet.

Unit 42 von Palo Alto Networks entdeckte BabyShark erstmals im Februar, nachdem die Forscher die frühesten bekannten Proben analysiert hatte, die im November 2018 für Speer-Phishing-Angriffe verwendet wurden. Diese E-Mails wurden mit der Absicht erstellt, den Anschein zu erwecken, von einem Experten für nukleare Sicherheit in einem Think Tank der US-Nationalsicherheit abgesendet worden zu sein.

Angehängtes Excel-Dokument enthält die BabyShark-Malware

Die E-Mails hatten eine Betreffzeile, die auf die nuklearen Situation Nordkoreas verwies. Ein angehängtes Excel-Dokument enthielt die BabyShark-Malware. Die E-Mails richteten sich an den Think Tank, in dem der Nuklearexperte arbeitet, und an eine US-Universität, die Schauplatz einer Konferenz zur De-Nuklearisierung Nordkoreas war.

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