Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von am Mittwoch, Juni 13, 2018 21:46 - noch keine Kommentare

Online-Gaming: Eltern oft hilflos gegenüber Gefahren

McAfee gibt Tipps, um den Risiken zu begegnen

[datensicherheit.de, 13.06.2018] Laut einer neuen Studie des Cyber-Sicherheitsunternehmens McAfee befürchten knapp 60 Prozent aller deutschen Eltern, dass ihre Kinder beim Online-Gaming auf Cyber-Kriminelle stoßen könnten, die personenbezogene oder finanzielle Daten ergattern wollen. Obwohl Eltern versuchten, ihre Kinder entsprechend über die Risiken des Online-Gamings aufzuklären, fühlten sich viele hilflos, da sie selbst mit dem Thema nicht ausreichend vertraut seien. Solange man allerdings einige Sicherheitsmaßnahmen durchführt, könnten Kinder und Jugendliche sogar vom Gaming profitieren. McAfee hat nach eigenen Angaben OnePoll mit der Durchführung einer Umfrage unter 5.000 Eltern von Kindern zwischen sechs und 16 Jahren beauftragt, die in Australien, Deutschland, Singapur, den USA und Großbritannien Online- oder Konsolenspiele spielen – in Deutschland seien 1.000 Eltern zwischen 22 und 70 Jahren befragt worden.

Eltern oft überfordert

Gerade das Spielen von Online-Games bereite vielen deutschen Eltern Albträume. Knappe 60 Prozent der Eltern befürchteten, dass Kinder beim Online-Gaming auf Cyber-Kriminelle stießen, die personenbezogene oder finanzielle Daten ergattern wollten. Trotzdem sage rund ein Drittel der Eltern, dass sie mit ihren Kindern nicht über die Gefahren des Online-Gamings sprächen bzw. das Thema selbst nicht genügend verstünden.
Die Beliebtheit von Computerspielen sei so hoch wie noch nie zuvor. Gerade finde in Los Angeles eine der wichtigsten Gaming-Messen weltweit statt – die „E3“. 2017 habe diese eine Besucherzahl von insgesamt knapp 100.000 Gästen verzeichnet, und auch dieses Jahr strömten die Mengen begeisterter Gamer wieder auf das riesige Gelände des Los Angeles Convention Center.
Gleichzeitig seien immer noch viele Eltern darüber besorgt, dass ihre Kinder durch regelmäßiges Computerspielen zu viel Gewalt ausgesetzt seien. Auch die Interaktion mit Fremden im Online-Gaming beunruhige die Eltern.

Vielfältige Ängste

Eltern enthüllten ihre Einstellung zu den Spielgewohnheiten ihrer Kinder: Demnach sprechen 60 Prozent aller jungen Gamer regelmäßig online mit anderen Spielern. Hierbei machten sich 58 Prozent der befragten Eltern Sorgen, dass ihr Kind mit Sexualstraftätern oder sonstigen Cyber-Kriminellen in Berührung kommen könnte. Gleichzeitig gäben allerdings knapp 20 Prozent der befragten Eltern an, dass sie die Online-Gaming-Aktivitäten ihrer Kinder nie prüften oder überwachten.
Besonders besorgt seien Eltern nach wie vor hinsichtlich gewalttätiger Inhalte in Computerspielen: 74 Prozent seien beängstigt, dass brutale Szenen in Computerspielen ihren Kindern schaden könnten. Auch die Sucht nach Computerspielen mache einigen zu schaffen: Knapp 58 Prozent aller Befragten machten sich Sorgen, dass ihr Kind in eine Computerspielsucht fallen könnte.
Viele Eltern besprächen diese Themen zwar, aber ganze 21 Prozent gäben an, dass sie nicht wüssten wie diese Risiken zu vermeiden sind.

Risiken der Computerspiele verstehen!

„Im Laufe der Jahre ist die Beliebtheit der Spiele gestiegen und von einem Hobby zu einer Mainstream-Aktivität aufgestiegen, die mit Firmensponsoring oftmals ein professionelles Level erreicht hat“, kommentiert Gary Davis, „Chief Consumer Security Evangelist“ bei McAfee. Mit dieser Zunahme der Popularität sei es wichtig, dass Eltern auch die Risiken dieser Spiele verstehen. Dazu sollten sie Online-Recherchen über Spiele durchführen und wissen, wie sie ihre Kinder richtig beraten können, damit diese online sicher sind.
Solange Kinder und Jugendliche aber ausreichend über die Risiken von Online-Spielen aufgeklärt werden, und das Spielverhalten regelmäßig beobachtet und kontrolliert wird, könne Computerspielen sogar durchaus positive Auswirkungen auf die Spielenden haben. Laut dem im April erschienenen „Winning the Game“-Report von McAfee könne Gaming die Konzentrationsfähigkeit fördern und eine gewisse Team-Mentalität erschaffen.

McAfees Tipps für Eltern:

  1. Bösartige Links vermeiden! Wenn Kinder online nach Spieltipps oder neuen Spielen zum Herunterladen suchen, könne ein Tool (z.B. „McAfee WebAdvisor“) helfen, gefährliche Websites und Links zu vermeiden.
  2. Surfen mit Schutz! Ein ganzheitliches Sicherheitsprodukt (z.B. „McAfee Total Protection“) könne dazu beitragen, alle angeschlossenen Geräte und die ganze Familie beim Surfen vor Malware zu schützen – um den bestmöglichen Schutz gewährleisten zu können, sollte diese Software stets aktualisiert werden.
  3. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Durch die Verwendung von Kindersicherungssoftware zur Festlegung von Zeitlimits für die Gerätenutzung des Kindes werde dazu beigetragen, die Gefährdung durch potenziell schädliche oder unangemessene Websites zu minimieren.


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