Aktuelles - geschrieben von dp am Dienstag, März 5, 2013 18:54 - noch keine Kommentare
Bahntickets: Bundespolizeiinspektion Bremen warnt vor illegalen Verkäufern
Verdacht des Erschleichens von Leistungen, der Urkundenfälschung und des Betrugs
[datensicherheit.de, 05.03.2013] Eigentlich habe die 44-jährige Frau am Fahrausweisautomaten im Bahnhof Uelzen nur ein Ticket nach Hamburg kaufen wollen, als sie von zwei unbekannten Männern freundlich angesprochen worden sei. Für zehn Euro hätten diese ihr ein „nicht mehr benötigtes Niedersachsen-Ticket“ angeboten – abgestempelt, aber augenscheinlich nicht unterschrieben… Die Fahrt dieser Dame am 4. März 2013 endete aber schon zwei Stationen weiter bei der Bundespolizei im Bahnhof Lüneburg, denn die Zugbegleiterin des „Metronom 82131“ habe die Radierungen auf dem Fahrschein bemerkt, berichtet die Bundespolizeiinspektion Bremen.
Nach deren Angaben hatte die Frau danach selbst unterschrieben – folglich fehlte nicht nur ihr Fahrschein, sondern es bestand der Verdacht des Erschleichens von Leistungen, der Urkundenfälschung und des Betrugs. „Allesamt Straftaten und keine Kavaliersdelikte“, betont die Bundespolizei. Wie auch immer vor Gericht entschieden wird, so seien eine Strafanzeige, der Zeitverlust, die Vernehmung und der anschließende Ticketkauf zur Weiterreise mehr als ärgerlich. Denn ob es die beiden illegalen Ticketverkäufer tatsächlich gab, bleibe fraglich.
Allerdings überredet eine ganze Reihe von Tätern immer wieder Bahnreisende zum Kauf vermeintlicher Schnäppchen. Insgesamt registrierte die Bundespolizeiinspektion Bremen nach eigenen Angaben im Jahr 2012 rund 1.100 Betrugsfälle im Zusammenhang mit Fahrausweisen der DB AG und anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Delikte habe im Zusammenhang mit dem Verkauf von ver- oder gefälschten „Niedersachsen-Tickets“ gestanden.
„Ticket-Schnäppchen“ könnten also teuer werden, warnt die Bundespolizei. Fahrkarten sollte man nur an regulären Stellen und Automaten erwerben. Dubiose Personen sollten umgehend gemeldet werden; dann könne die Bundespolizei die wahren Täter zur Anzeige bringen.
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