Aktuelles, Experten - geschrieben von cp am Mittwoch, Oktober 26, 2011 15:34 - noch keine Kommentare
ISF-Standard of Good Practice 2011 veröffentlicht
Information Security Forum benennt sieben Kernpunkte für verbesserte Informationssicherheit
[datensicherheit.de, 26.10.2011] Das Information Security Forum (ISF), eine nach eigenen Angaben unabhängige Non-Profit-Organisation für Informationssicherheit, hat eine neue Version seines „Standard of Good Practice“ (SoGP) veröffentlicht:
Dabei handele es sich um den umfangreichsten praxisorientierten Leitfaden der Branche zum Thema Informationssicherheit. Der SoGP 2011 beleuchte alle Aspekte der Informationssicherheit anhand der vier Hauptkategorien „Security Governance“, „Sicherheitsanforderungen“, „Kontrollmechanismen“ sowie „Monitoring und Optimierung“. In insgesamt 118 einzelnen Themen zeige das Dokument auf, wie Unternehmen den Leitfaden in der Praxis umsetzen könnten.
Der SoGP 2011 soll Unternehmen dabei unterstützen, die Anforderungen von weltweit anerkannten Informationssicherheits-Standards wie ISO, COBIT, NIST, PCI/DSS und ITIL zu erfüllen. Er enthält zudem eine Fülle von Informationen aus ISF-Projekten und aus „Best Practices“ von ISF-Mitgliedern. Im Gegensatz zu anderen Industriestandards behandelt der SoGP auch aktuelle Themen aus dem Informationssicherheitsbereich wie Cloud-Computing, Soziale Netzwerke, Datenspeicherung, digitales Rechtemanagement und Virtualisierung. Darüber hinaus bietet er Expertenwissen und Leitlinien zu bereits früher behandelten Thematiken wie Schutz vor Datenverlust, Lieferanten-Management, Mechanismen für Zugriffskontrolle, Business-Continuity-Strategien und Management von Sicherheitsaudits.
Information Security Forum: 1989 als unabhängige Non-Profit-Organisation gegründet
Im Mittelpunkt des SoGP 2011 stehen folgende sieben Hauptbereiche für eine verbesserte Informationssicherheit:
- Compliance: Der SoGP bietet Unterstützung bei der Zertifizierung für ISO 27001 sowie bei der Erfüllung weiterer wichtiger Standards.
- Lieferantenbewertung: Der Standard zeigt auf, warum eine starke Informationssicherheit auch im Hinblick auf externe Lieferanten unabdingbar ist.
- Risikoanalyse: Der Leitfaden hilft, Hauptrisiken sowie deren potenzielle Auswirkungen auf das Unternehmen zu identifizieren, ohne dass Investitionen in mögliche Kontrollmechanismen nötig sind.
- Konsistenz: Er bietet verbesserte, konsistente Standards und Richtlinien, die sich über die gesamte Unternehmensstruktur ausrollen lassen.
- Sicherheitsbewusstsein: Teile des SoGP sind speziell einem verstärkten Sicherheitsbewusstsein gewidmet.
- Analyse der Informationssicherheit: Mithilfe des SoGP können Unternehmen ihre Informationssicherheit bewerten.
- Verbesserung: Der SoGP zeigt Wege auf, bestimmte unternehmensinterne Sicherheitskontrollen zu entwickeln und zu verbessern.
Der SoGP 2011 bilde das Herzstück ihres Angebots für ISF-Mitglieder und basiere auf ihrem Forschungsprogramm, so Michael de Crespigny, „CEO“ des ISF. Viele Unternehmen und Organisationen nutzten diesen Standard als Kernelement ihrer Geschäftsprozesse, um ihr Informationsrisiko zu verwalten. Sie verwendeten ihn beispielsweise als Grundlage für unternehmensweite Informationssicherheits-Richtlinien, um wichtige Compliance-Aktivitäten zu unterstützen und ihre Methoden mit denen von ähnlich strukturierten Unternehmen zu vergleichen. Eine der bedeutendsten Verbesserungen im SoGP 2011 sei laut De Crespigny die neue modulare Struktur basierend auf intuitiven, geschäftsrelevanten Themen aus dem Bereich der Informationssicherheit. Dadurch könnten die Nutzer die Leitlinien des SoGP leichter an ihren Bedarf anpassen, sie automatisieren und Querverweise zu anderen themenbezogenen Materialien erstellen.
Weitere Informationen zum Thema:
Information Security Forum (ISF)
Download the ISF’s 2011 Standard of Good Practice for Information Security Executive Summary
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