Aktuelles, Branche, Studien - Samstag, Juni 20, 2026 0:54 - noch keine Kommentare
Identitätsbetrug: FTC meldet Verluste in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar
Die Erkenntnisse der Federal Trade Commission (FTC) sind erschreckend – die Verluste stammen zu einem großen Teil aus Kontakten über Social-Media-Plattformen
[datensicherheit.de, 20.06.2026] Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) hat für 2025 Verluste in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar durch Identitätsbetrug gemeldet. Dieses Phänomen kennt offenbar keine Grenzen und zeigt laut einer aktuellen Stellungnahme von Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security, dass der Schutz digitaler Identitäten eine weltweite Notwendigkeit ist. Er beleuchtet die Hintergründe dieser Herausforderung und gibt Handlungsempfehlungen.

Foto: Keeper Security
Darren Guccione warnt, dass die Identität zu einer hochwertigen Angriffsfläche geworden ist und sich Identitätsbetrug als bevorzugter Angriffsvektor etabliert
Über 2,1 Milliarden US-Dollar Verluste auf Social-Media-Plattformen zurückzuführen
Guccione führt aus: „Die Erkenntnisse der Federal Trade Commission (FTC), wonach Amerikaner im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Dollar durch Identitätsbetrug verloren haben – fast das Dreifache des Wertes von 2020 –, sind erschreckend. Aufschlussreicher ist jedoch, woher diese Verluste stammten.“
- Über 2,1 Milliarden US-Dollar ließen sich demnach auf Social-Media-Plattformen zurückführen und fast jedes dritte Opfer sei zunächst über Soziale Kanäle kontaktiert worden.
„Zwar wäre es naheliegend, dies als ein Problem der Verbraucheraufklärung zu betrachten, doch in Wirklichkeit handelt es sich um ein Problem der Identitätsprüfung auf infrastruktureller Ebene“, unterstreicht Guccione.
Ausmaß der von der FTC gemeldeten Verluste spiegelt fehlende bzw. inkonsequente Kontrollmaßnahmen wider
Was Identitätsbetrugsangriffe laut Guccione so effektiv macht, ist die Authentizität der Interaktion: KI-generierte Stimmen, realistische Nachrichten und überzeugende Identitätsfälschungen hätten die Eintrittsbarriere für Betrüger drastisch gesenkt. Der Vertrauensverlust betreffe Unternehmen ebenso wie Privatpersonen. „Allein durch Identitätsbetrug im geschäftlichen Umfeld entstanden Verluste in Höhe von fast einer Milliarde US-Dollar.“
- Eine Studie von Keeper aus dem Jahr 2026 zeige, dass KI-gestütztes „Social Engineering“ mittlerweile zu den größten Sorgen von Sicherheitsverantwortlichen weltweit zähle und von 35 Prozent der Befragten genannt werde. „Dies unterstreicht, wie sehr die Identität zu einer hochwertigen Angriffsfläche geworden ist und wie sich Identitätsbetrug als bevorzugter Angriffsvektor etabliert hat.“
Die Abwehr nun könne sich nicht allein auf Sensibilisierung stützen. Phishing-resistente Authentifizierung, strenge Verwaltung von Zugangsdaten und Echtzeitüberwachung auf identitätsbasierte Anomalien seien mittlerweile die grundlegenden Kontrollmaßnahmen, welche es erheblich erschwerten, Identitätsbetrugsangriffe erfolgreich durchzuführen. „Das Ausmaß der von der FTC gemeldeten Verluste spiegelt wider, was passiert, wenn diese Kontrollmaßnahmen fehlen oder inkonsequent angewendet werden“, gibt Guccione abschließend zu bedenken.
Weitere Informationen zum Thema:
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