Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Donnerstag, November 6, 2014 16:18 - noch keine Kommentare
WireLurker: Neue iOS und OS X Malware-Familie
Apple-Nutzer weltweit betroffen/ Verbreitung durch von Trojaner befallene und neu verpackte Apple-OS-Anwendungen
[datensicherheit.de, 06.11.2014] Das Sicherheitsunternehmen Palo Alto Networks hat eine neue Familie von Apple OS X- und iOS-Malware identifiziert – mit Charakteristiken, die von allen bisher dokumentierten Bedrohungen gegen Apple-Plattformen abweichen. Diese neue Familie, genannt WireLurker, markiert eine neue Ära der Malware, die gegen Apples Desktop- und mobile Plattformen gerichtet ist. Potenziell betroffen sind weltweit Unternehmen, Behörden und Apple-Kunden.
WireLurker ist unter anderem durch folgende Merkmale charakterisiert:
- Die erste bekannte Malware-Familie, die installierte iOS-Anwendungen ähnlich wie ein traditionelles Virus infizieren kann.
- Die erste Malware-Familie in freier Wildbahn, die Drittanbieter-Anwendungen auf nicht-gehackten iOS-Geräten durch Enterprise Provisioning installieren kann.
- Erst die zweite bekannte Malware-Familie, die iOS-Geräte über OS X via USB-Schnittstelle angreifen kann.
- Die erste Malware-Familie, die in der Lage ist, die Generierung schädlicher iOS-Anwendungen durch Binärdateiaustausch zu automatisieren.
Die WireLurker Malware wurde von Claud Xiao von Unit 42, dem Threat Intelligence Team von Palo Alto Networks, enttarnt und wird im gestern veröffentlichten Bericht WireLurker: A New Era in OS X and iOS Malware detailliert dargestellt.
Nach ersten Hinweisen durch einen Entwickler von Tencent im Juni 2014 haben die Forscher von Palo Alto Networks mögliche Auswirkungen von WireLurker ermittelt und verfügbare Abwehrmethoden bewertet, um die Bedrohung erkennen, isolieren und beseitigen zu können. Palo Alto Networks hat seinen Kunden bereits detaillierte Schutzanweisungen zukommen lassen und Signaturen veröffentlicht, um den gesamten Command & Control-Kommunikationsverkehr von WireLurker zu erkennen. Kunden mit OS X- oder iOS-Geräten empfiehlt Palo Alto Networks die Anwendung einer strikten Policy zur Abwehr von WireLurker Traffic mithilfe der Enterprise-Security-Plattform von Palo Alto Networks. Eine vollständige Liste der Systemempfehlungen, Sanierungsverfahren und Best Practices ist dem Bericht über WireLurker (A New Era in OS X and iOS Malware) zu entnehmen.
Ryan Olson, Intelligence Director der Unit 42
„WireLurker ist anders als alles, das wir je in Bezug auf Apple iOS- und OS X-Malware gesehen haben. Die im Einsatz befindlichen Techniken zeigen, dass die Übeltäter immer ausgefeilter agieren, um zwei der weltweit bekanntesten Desktop- und Mobil-Plattformen anzugreifen. Wir haben unseren Kunden vollen Schutz zur Verfügung gestellt und einen ausführlichen Bericht veröffentlicht, damit auch andere Nutzer das Risiko beurteilen und geeignete Maßnahmen treffen können, um sich zu schützen“, kommentierte Ryan Olson, Intelligence Director der Unit 42 bei Palo Alto Networks.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 20.02.2014
Managed Security Services: NTT Com Security und Palo Alto Networks schließen globale Vereinbarung
Aktuelles, Experten - Mai 25, 2026 0:45 - noch keine Kommentare
ELLIS: Universität Paderborn Teil des europäischen KI-Exzellenz-Netzwerks
weitere Beiträge in Experten
- Digitale Souveränität: Europa erneuert seine Cloud-Infrastruktur für 180 Millionen Euro
- GITEX AI EUROPE: Vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 in zweiter Auflage in Berlin
- Mehr als 70.000 Unterschriften: Digitalcourage übergab Petition für Recht auf Leben ohne Digitalzwang
- Laut GoTo-Studie verlässt sich fast die Hälfte der Beschäftigten zu stark auf KI
- KI-Einsatz: Erfolgsfaktoren zum Erkenntnisgewinn für Führungskräfte
Aktuelles, Branche - Mai 25, 2026 0:17 - noch keine Kommentare
Einst nur Perimeterschutz – heute identitätsbasierter Datenverkehr für OT-Sicherheit
weitere Beiträge in Branche
- Streaming-Dienste als Einfallstor: Cyberkrimineller Missbrauch privater Credentials für Credential-Stuffing-Angriffe auf Unternehmen
- KI-basierte Cyberbedrohungen: KMU bisher meist nicht vorbereitet
- Menschliches Verhalten weiterhin kritische Schwachstelle der Cybersicherheit
- Signal-Affäre: Klassische IT-Support-Phishing-Attacken auf Bundestagsabgeordnete
- Fokussierte Wahrnehmung: Physische Abhörbedrohung im Schatten der Cybersecurity-Debatte zu oft vernachlässigt
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen




Kommentieren