Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Dienstag, März 8, 2016 17:41 - 2 Kommentare
Digitalcourage: Offener Brief gegen Bargeld-Abschaffung
Bereits Verbot von Bargeldtransaktionen über 5.000 Euro und Abschaffung der 500-Euro-Note in der Diskussion
[datensicherheit.de, 08.03.2016] Das Thema „Bargeldverbot“ bzw. das schrittweise Zurückdrängen der Bezahlung mit den gesetzlichen Zahlungsmitteln geistert durch die Medien. So wird etwa ein Verbot von Bargeldtransaktionen über 5.000 Euro und die Abschaffung der 500-Euro-Note diskutiert – offensichtlich der Einstieg in die Abschaffung des Bargelds.
Persönlichkeits- und Freiheitsrechte in Gefahr
Wenn solche Pläne wahr werden, dann gingen „schrittweise wichtige Persönlichkeits- und Freiheitsrechte“ verloren, warnt der Digitalcourage e.V. – darum wurde ein Offene Brief an Finanzminister Schäuble geschrieben, in dem dieser direkt aufgefordert wird, diese Pläne fallen zu lassen – um die Freiheitsrechte und das Grundrecht auf Privatsphäre zu wahren.
Breite Unterstützung
Nach Angaben von Digitalcourage unterstützen die Deutsche Vereinigung für Datenschutz (DVD) e.V., die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V., quintessenz – Verein zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter und dieDatenschützer Rhein-Main diesen Offenen Brief.
Weitere Informationen zum Thema:
Digitalcourage, 03.03.2016
Post für den Finanzminister: Offener Brief für die Beibehaltung von Bargeld
2 Kommentare
Peter
Graf Gerlinde
Super, stehe ich voll dahinter.
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Was hier geschieht, ist gefährlich. Weniger wegen der einen Aktion – vielleicht können wir auch ohne Bargeld ganz gut leben. Das Gefährliche ist, dass wir uns an die Einschnitte in die Grundrechte gewöhnen. Hier ein bisschen, dort ein bisschen, macht ja nichts. Wir haben uns in der Vergangenheit schon an eine Menge Veränderungen gewöhnt, die durchaus fragwürdig sind. Neoliberalismus, Globalisierung, Umweltzerstörung schreiten alle in kleinen Schritten voran, die klein genug sind, um keinen Aufruhr zu erzeugen. Die Vorteile der Veränderungen gefallen uns und die Nachteile scheinen erträglich zu sein – ist ja nur eine kleine Veränderung. Wenn man aber die heutige Situation mit der vor fünfzig oder zweihundert Jahren vergleicht, werden die Unterschiede sichtbar – sofern sich noch jemand daran erinnern kann, wie es war. Wussten Sie, dass vor der Industrialisierung riesige Herden von Büffeln in Nordamerika, Antilopen, Affen, Elefanten in Afrika, Walen im Meer, Eseln, Kamelen, Schafen, Pferden in Asien gab?