Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Freitag, Januar 5, 2018 22:23 - noch keine Kommentare
Sicherheitslücken in Prozessoren: DsiN rät zur methodischen Vorbeugung
Vor allem gezielte Angriffe via „Meltdown“ und „Spectre“ gegen Unternehmen zu befürchten
[datensicherheit.de, 05.01.2018] Angesichts der kürzlich aufgedeckten Sicherheitslücke in Prozessoren von IT-Geräten wie Smartphones und PCs erkennt der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) weltweit eine Gefährdung der Datensicherheit von Millionen betroffener Nutzer und rät zu erhöhter Vorsicht, warnt aber vor Panik.
Stets aktuelle Updates der Betriebssysteme aufspielen!
„Aus unserer Sicht können vor allem Unternehmen ins Visier von Angreifern geraten. Über das Angriffsszenario namens ,Spectre‘ könnten Programme ausgespäht werden, ohne dass dies bislang durch Software-Updates verhindert werden kann. Allerdings ist diese Vorgehensweise relativ aufwändig, so dass diese eher als gezielte Angriffe gegen Unternehmen zu erwarten sind“, sagt DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger.
DsiN empfiehlt demnach in jedem Fall allen Anwendern, auf aktuelle Updates ihrer Betriebssysteme zu achten und diese einzuspielen, sobald sie von Herstellern bereitgestellt werden.
Höheren Stellenwert der Aufklärungsarbeit!
Aus Sicht von DsiN sei entscheidend, dass bestehende Angebote zur Sicherheit im privaten und beruflichen Umfeld künftig verstärkt in Anspruch genommen werden:
Es gebe heute schon passende Angebote für unterschiedliche Bedarfe – Senioren, Berufsschüler oder Mittelständler. Hierbei würden Grundlagen zur sicheren Nutzung des Internets im Dialog vermittelt und IT-Schwachstellen erläutert.
Laut DsiN zeigen die aktuellen Vorfälle erneut, dass Aufklärungsarbeit für die sichere Nutzung digitaler Technologien und Angebote einen höheren Stellenwert braucht. Littger: „Wir glauben, dass dies ein Schwerpunkt der nächsten Legislaturperiode werden muss, um die sichere Nutzung des Internets voranzutreiben.“
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 04.01.2018
BSI warnt vor Sicherheitslücken in Prozessoren
DsiN Deutschland sicher im Netz, 04.01.2018
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