Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Donnerstag, März 20, 2025 19:57 - noch keine Kommentare
Incident Response 2024 Report: 35 Prozent der Cyber-Angriffe dauerten laut Kaspersky länger als einen Monat
Im Median liegt die Angriffsdauer bei 253 Tagen, warnt Kaspersky
[datensicherheit.de, 20.03.2025] Nach aktuellen Erkenntnissen von Kaspersky haben 35 Prozent der Cyber-Angriffe im vergangenen Jahr – 2024 – länger als einen Monat angedauert: „Im Median lag die Angriffsdauer bei 253 Tagen.“ Diese Ergebnisse gehen demnach aus dem weltweiten „Incident Response 2024 Report“ von Kaspersky (s.u.) hervor.

Abbildung: Kaspersky Labs GmbH
Kasperskys „Incident Response 2024 Report“ ist online (s.u.)
Aktuelle Kaspersky-Analyse zeigt, dass solche Angriffe nicht schnell entdeckt oder gestoppt werden konnten
69 Prozent der Unternehmen in Deutschland seien 2024 von mindestens einem Cyber-Sicherheitsvorfall betroffen gewesen – 31 Prozent sogar mehrfach. Eine aktuelle Analyse von Kaspersky zeige nun, „dass solche Angriffe nicht schnell entdeckt oder gestoppt werden konnten“. So hätten langanhaltende Cyber-Angriffe im Jahr 2024 im Median 253 Tage angedauert, wobei 35 Prozent dieser Angriffe über einen Monat hinweg fortgesetzt worden seien.
Oftmals münden diese Angriffe laut Kaspersky „in Datenverschlüsselung und -verlust“. Dies führe dazu, dass komplexe Maßnahmen zur Wiederherstellung notwendig seien. So habe die mediane Dauer der „Incident Response“-Maßnahmen bei 50 Stunden gelegen. Zu den häufigsten Angriffsvektoren gehörten sogenannte Exploits gegen öffentlich zugängliche Anwendungen (39%), der Zugriff auf gültige Zugangsdaten (31%) und das Ausnutzen vertrauenswürdiger Beziehungen (13%).
Kaspersky rät Unternehmen, die sich entwickelnde Cyber-Bedrohungslandschaft zu verstehen
„Für Unternehmen ist es von entscheidender Bedeutung, die sich entwickelnde Cyber-Bedrohungslandschaft zu verstehen, um sich umfassend schützen zu können“, unterstreicht Konstantin Sapronov, „Head of Global Emergency Response Team“ bei Kaspersky in seinem Kommentar.
„Unsere Analyse zeigt, dass Cyber-Kriminelle immer anpassungsfähiger werden und mit dem technologischen Fortschritt ihre Methoden weiterentwickeln.“ Unternehmen dürften nicht nur auf Angriffe reagieren, sondern müssten ihre Sicherheitsstrategien kontinuierlich weiterentwickeln.
Kasperskys Empfehlungen zum Schutz vor komplexen Cyber-Angriffen:
- Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter regelmäßig in Cyber-Sicherheit schulen, um das Bewusstsein für Bedrohungen wie Phishing oder Social Engineering zu stärken und potenzielle Angriffe frühzeitig zu erkennen.
- Der Zugang zu öffentlichen Verwaltungsports sollte auf das absolut Notwendige beschränkt werden.
- Ein konsequentes Patch-Management sei essenziell. Unternehmen sollten Sicherheitsupdates strikt umsetzen oder alternative Schutzmaßnahmen für nicht patchbare öffentliche Anwendungen ergreifen.
- Wichtige Daten sollten regelmäßig durch Back-ups gesichert und sicher aufbewahrt werden, um Datenverluste und Betriebsunterbrechungen zu vermeiden.
- Starke Passwort-Richtlinien seien erforderlich: Passwörter sollten mindestens zwölf Zeichen lang sein und eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Ergänzend sollte eine Multi-Faktor-Authentifizierung eingesetzt werden.
- Für eine frühzeitige Bedrohungserkennung und eine effektive Abwehr komplexer Angriffe empfehle sich der Einsatz einer umfassenden Sicherheitslösung (wie z.B. „Kaspersky Managed Detection and Response“), welche Erkennungs- und Reaktionsmechanismen kombiniere.
- Im Falle eines Cyber-Angriffs oder verdächtiger Aktivitäten sollten Unternehmen auf spezialisierte Vorfallreaktionsdienste (wie etwa „Kaspersky Incident Response“) zurückgreifen, um Angriffe gezielt einzudämmen und Schäden zu minimieren.
Weitere Informationen zum Thema:
kaspersky, 2024
Analyst report / Incident Response
datensicherheit.de, 26.07.2018
Incident Response Policy Template: Kostenlos Notfallpläne erstellen / PAM-Spezialist Thycotic unterstützt IT-Abteilungen bei der Erstellung eines individuellen Incident Response-Plans
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