Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Dienstag, Oktober 21, 2025 0:15 - noch keine Kommentare
Amazon Web Services gestört: ISACA kommentiert AWS-Probleme
Am 20. Oktober 2025 kam es laut Medienberichten zu einer weitreichenden globalen Störung der „Amazon Web Services“ (AWS), welche demnach zahlreiche Online-Dienste und Anwendungen weltweit beeinträchtigt hat
[datensicherheit.de, 21.10.2025] Am 20. Oktober 2025 kam es laut Medienberichten zu einer weitreichenden globalen Störung der „Amazon Web Services“ (AWS), welche demnach zahlreiche Online-Dienste und Anwendungen weltweit beeinträchtigt hat. Die Ausfälle betrafen offenbar eine Vielzahl populärer Web-Plattformen, darunter unter anderem „Snapchat“ und „Reddit“, Amazons eigene Dienste wie „Prime Video“ und „Alexa“, sowie diverse Gaming- und Finanzdienstleister. Dieses Ereignis habe einmal mehr die kritische Abhängigkeit moderner digitaler Infrastrukturen von wenigen großen „Cloud“-Anbietern verdeutlicht – und damit die Notwendigkeit robusterer Systeme in den Vordergrund gerückt.
Großflächiger AWS-Ausfall mit weltweiten Auswirkungen auf wichtige Sektoren
Chris Dimitriadis, „Chief Global Strategy Officer“ von ISACA, hat in seiner aktuellen Stellungnahme eine erste Einschätzung zu den Vorfällen abgegeben: „Als es letztes Jahr zu dem Ausfall bei ,CrowdStrike’ kam, habe ich dafür den Begriff ,digitale Pandemie’ gefunden – wobei ein einziger Ausfallpunkt im Technologie-,Ökosystem’ Auswirkungen auf mehrere Branchen haben kann.“
- Mehr als ein Jahr später erlebten wir mit der aktuellen Störung bei „Amazon Web Services“ einen weiteren großflächigen Ausfall, welcher bereits weltweit Auswirkungen auf wichtige Sektoren wie Kommunikation, Einzelhandel und Produktivitätswerkzeuge am Arbeitsplatz habe.
„Dies ist eine weitere deutliche Warnung dafür, wie vernetzt und fragil unsere digitale Welt geworden ist!“, unterstreicht Dimitriadis und führt aus: „Unternehmen stehen nun an einem Scheideweg. Die Behebung dieses einen Vorfalls wird den nächsten nicht verhindern.“ Man müsse jetzt handeln, um Cyberresilienz fest in unserer digitalen Infrastruktur zu verankern. „Das bedeutet, in Bildung und Ausbildung zu investieren und eine größere, besser ausgestattete Armee von Cybersicherheitsexperten aufzubauen, die unsere Lieferketten resilienter machen können.“
Ursache für aktuellen AWS-Ausfall noch unklar
Darüber hinaus sei der AWS-Ausfall vom 20. Oktober 2025 ein weiterer Hinweis darauf, wie dringend eine strenge Cybergesetzgebung erforderlich sei – wie der „Cyber Resilience Act“, die NIS-2-Richtlinie oder die „Cybersolidaritätsverordnung“ der EU.
- „Obwohl die Ursache für den heutigen Ausfall noch unklar ist, würden Rechenzentren wie die heute betroffenen unter diese Regelung fallen, was einen zusätzlichen Schutz bieten würde“, so Dimitriadis. Es sei unerlässlich, dass die Gesetzgebung rasch umgesetzt und umfassend angewendet werde, um das gesamte digitale „Ökosystem“ und die dahinterstehenden Lieferketten abzudecken.
Ohne strengere Schutzmaßnahmen bestehe kein Zweifel daran, dass diese „digitalen Pandemien” weiterhin die Produktivität, das Vertrauen und die wirtschaftliche Stabilität gefährden würden.
Weitere Informationen zum Thema:
ISACA
Chris Dimitriadis: Chief Global Strategy Officer
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
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Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
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