Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Samstag, Februar 7, 2026 0:38 - noch keine Kommentare
Safer Internet Day 2026: Digitale Achtsamkeit und Skepsis angesichts der KI-Dominanz geboten
Das diesjährige Thema „Intelligente Technologie, sichere Entscheidungen – Erkundung der sicheren und verantwortungsvollen Nutzung von KI” unterstreicht die dringende Notwendigkeit neuer digitaler Kompetenzen bei Menschen jeden Alters
[datensicherheit.de, 07.02.2026] Im Vorfeld des diesjährigen „Safer Internet Day“ am 10. Februar 2026 möchte KnowBe4 Menschen jeden Alters ermutigen, eine Haltung Digitaler Achtsamkeit einzunehmen, um online sicher zu bleiben. Das diesjährige Thema „Intelligente Technologie, sichere Entscheidungen – Erkundung der sicheren und verantwortungsvollen Nutzung von KI” unterstreiche die dringende Notwendigkeit neuer digitaler Kompetenzen in der Welt der Künstlichen Intelligenz (KI). Javvad Malik, „Lead CISO-Advisor“ bei KnowBe4 betont in seiner aktuellen Stellungnahme, dass die beste Verteidigung darin bestehe, inne zu halten und vor dem Handeln die Informationen erst einmal zu überprüfen.

Foto: KnowBe4
Javvad Malik zu den KI-Schattenseiten: Die beste Verteidigung besteht darin, inne zu halten und die Informationen zu überprüfen, bevor man handelt!
Allen KI-Nutzern wird aktive, achtsame Rolle im Interesse ihrer Cybersicherheit empfohlen
KI sei mittlerweile fester Bestandteil im Leben von Kindern und Jugendlichen, deshalb sei die Fähigkeit, zwischen authentischen und KI-generierten Inhalten zu unterscheiden, nicht mehr nur eine technische Fertigkeit, sondern eine grundlegende Lebenskompetenz.
- Alle KI-Nutzer sollten also dazu übergehen, über den passiven Konsum hinauszugehen und eine aktive, achtsame Rolle für ihre Online-Sicherheit zu übernehmen.
„Durch den explosionsartigen Einsatz von KI für Deepfake-Fotos, -Audiodateien und -Videos ist es wichtiger denn je, vorsichtig mit dem umzugehen, was wir glauben“, unterstreicht Malik und führt weiter aus: „Ob es sich nun um einen eifrigen KI-Chatbot oder einen äußerst überzeugenden Social-Media-Betrug handelt – die beste Verteidigung besteht darin, inne zu halten und die Informationen zu überprüfen, bevor man handelt!“
KnowBe4-Tipps zur Navigation in der KI-Welt
- KI wie einen „eifrigen Praktikanten“ behandeln!
„KI ist selbstbewusst und hat vielleicht gute Absichten, liefert aber nicht immer die richtigen Informationen“, so Malik. KI-generierten Informationen sollte mit gesunder Skepsis begegnet werden. Bevor Nutzer auf Ergebnisse reagieren, sollten sie nach den Quellen fragen und alle Informationen überprüfen, welche Geld, Sicherheit oder Emotionen betreffen – mit Hilfe einer vertrauenswürdigen Person oder einer offiziellen Website. - Vor dem Teilen überprüfen!
Social-Media-Algorithmen priorisierten oft Interaktion gegenüber Genauigkeit. Nutzer sollten sich bewusst sein, dass gefälschte Konten mit unerhörten Behauptungen oder KI-generierten Bildern Klicks generieren sollten – bekannt als „Clickbait“. Bilder oder Überschriften müssten immer doppelt überprüft werden, bevor sie im Netzwerk geteilt werden. - Schutz persönlicher Daten!
KI-Tools ermöglichten es böswilligen Akteuren, öffentliche Daten zu analysieren, um hochgradig personalisierte, glaubwürdige Betrugsmaschen zu entwickeln. Sofern es keinen besonderen Grund gibt, öffentlich zu sein, sollten Anwender ihre Social-Media-Konten auf Freunde und Familie beschränken, um die für solche Angriffe verfügbaren Daten zu begrenzen.
Aufbau Digitale Resilienz im Kontext cyberkrimineller KI-Verwendung
- Üben in Digitaler Achtsamkeit!
Diese Praxis beinhalte, eine Sache nach der anderen zu tun, und könne helfen, online sicherere Entscheidungen zu treffen. Viele Angriffe seien nicht aufgrund mangelnder Kenntnisse erfolgreich, „sondern weil ein Benutzer in diesem Moment abgelenkt oder überfordert war“. Digitale Achtsamkeit bedeute auch, auf die eigene Online-Sicherheit zu achten, beispielsweise indem die eigenen Datenschutzeinstellungen proaktiv überprüft, die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) aktiviert und ein Passwort-Manager installiert werden. - Beherrschung zweier „großer Dinge“!
Die meisten Cyberangriffe basierten auf zwei „Dingen“: Menschen zu täuschen (Social Engineering) oder nicht gepatchte Software auszunutzen. Einzelpersonen sollten sich darauf konzentrieren, zu lernen, wie sie sich nicht täuschen lassen, denn dies sei der einfachste Weg, um sicher zu bleiben. „Stellen Sie dann sicher, dass Ihre Software und Firmware rechtzeitig gepatcht werden!“ - Verwendung einer phishing-resistente MFA!
Herkömmliche Passwörter reichten nicht mehr aus. Verwenden Sie eine phishing-resistente MFA, um wertvolle Daten zu schützen. In Situationen, in denen ein Passwort erforderlich ist, verwenden Sie einen Passwort-Manager, um wirklich zufällige Passwörter zu erstellen und zu verwenden, die so lang und komplex wie möglich und für jede Website oder jeden Dienst einzigartig sind. - Beachtung der „25-Zeichen-Regel“!
„Wenn Sie sich ein Passwort ausdenken müssen, sollten Sie eine Passphrase mit mindestens 25 Zeichen erstellen (z.B. ,rogerjumpedoverthebluecowandfish‘).“ Diese Länge biete einen wichtigen Schutz vor modernen KI-gestützten Passwort-Cracking-Methoden und neuen Quantenbedrohungen.
Fazit zum „Safer Internet Day 2026“: Cybersicherheit angesichts des KI-Schadenspotenzials zu überdenken
Malik hebt abschließend zwei Aspekte die Bedeutung des bevorstehenden Jahrestages hervor:
- „Der ,Safer Internet Day 2026‘ erinnert junge Menschen und Erwachsene gleichermaßen daran, die Online-Sicherheit angesichts der Auswirkungen der KI zu überdenken.“
- Mittels Kombination technischer Abwehrmaßnahmen wie MFA mit Verhaltensänderungen wie Digitaler Achtsamkeit könnten Einzelpersonen sicherer und selbstbewusster durch die moderne Digitale Landschaft navigieren.
Weitere Informationen zum Thema:
knowbe4
Javvad Malik
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
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