Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Donnerstag, Mai 21, 2026 0:58 - noch keine Kommentare
KI-basierte Cyberbedrohungen: KMU bisher meist nicht vorbereitet
Kleine und Mittlere Unternehmen unterschätzen oft die Risiken mittels Künstlicher Intelligenz (KI) durchgeführter Cyberangriffe
[datensicherheit.de, 21.05.2026] Cyberangriffe stellen für die Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) eine zunehmend ernsthafte Bedrohung dar – dies zeigt jetzt auch eine aktuelle IDC-Studie im Auftrag von Sage: Obwohl 52 Prozent der befragten Entscheider Cybersicherheit inzwischen als Top-Priorität einstuften, sei jedes zweite Unternehmen innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Sicherheitsvorfall betroffen gewesen. Besonders alarmierend demnach: Vielen KMU fehle weiterhin eine proaktive Sicherheitsstrategie. Laut der Studie verfolgen lediglich 13 Prozent der Kleinstunternehmen und 21 Prozent der kleinen Unternehmen einen präventiven Sicherheitsansatz. Gleichzeitig würden Unternehmen die Risiken mittelsKünstlicher Intelligenz (KI) durchgeführter Cyberangriffe häufig unterschätzen, obwohl diese noch deutlich schwerer zu erkennen und abzuwehren seien als klassische Attacken.

Foto: Sage
Alexander Trautmann rät insbesondere den KMU, Sicherheitslösungen von Anfang an mitzudenken
Sage-Hinweise für Softwareanbieter
Alexander Trautmann, „Director Product Engineering“ bei Sage, sieht angesichts der nun vorliegenden Ergebnisse insbesondere die Softwareanbieter in der Verantwortung:
- Sicherheitslösungen müssen von Anfang an mitgedacht werden!
Ein konsequenter Secure-by-Design-Ansatz hilft Unternehmen dabei, neue Cyberrisiken frühzeitig zu minimieren und Angriffsflächen nachhaltig zu reduzieren. - KI und Business-Software müssen sicher zusammenspielen!
KI-Lösungen sollten domänenspezifisch entwickelt und auf Basis klarer Berechtigungskonzepte implementiert werden, damit sie effizient, sicher und datenschutzkonform im Unternehmensalltag eingesetzt werden können. - Erfolgreiche Digitalisierung entsteht durch partnerschaftliche Zusammenarbeit!
Softwareanbieter sollten Unternehmen dabei unterstützen, digitale Prozesse strategisch in bestehende Arbeitsabläufe zu integrieren und Mitarbeitende durch gezielte Schulungen bei der praktischen Umsetzung begleiten. - Transparenz ist ein zentraler Vertrauensfaktor!
Anbieter sollten klar nachvollziehbar machen, wie Daten verarbeitet, gespeichert und geschützt werden, und ihren Kunden transparente Sicherheits- und „Compliance“-Konzepte bereitstellen. - Regulatorische Anforderungen müssen proaktiv adressiert werden!
Gerade im europäischen Umfeld – etwa mit Blick auf die DSGVO, NIS-2 oder E-Invoicing-Vorgaben – sind Anbieter gefordert, Lösungen bereitzustellen, die „Compliance“-Anforderungen standardmäßig erfüllen und kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Weitere Informationen zum Thema:
IT-MARKT, Coen Kaat, 24.03.2026
Alexander Trautmann im Podium Business-Software / So verändert KI laut Sage den Geschäftsalltag
Sage
Bericht / KMU im KI-Zeitalter: Wege durch die Komplexitäten der Cybersicherheit zu mehr Resilienz
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