Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Dienstag, Dezember 4, 2012 22:07 - noch keine Kommentare
Europe-v-Facebook: ULD bezeichnet studentische Gruppe als Lehrstück für den Datenschutz in Europa
Veröffentlichung eines „Gegenberichts“ der Gruppe am 4. Dezember 2012 auf den Audit-Bericht des Irischen Datenschutzbeauftragten zu Facebook Ltd./Irland
[datensicherheit.de, 04.12.2012] Die Veröffentlichung eines „Gegenberichts“ der Gruppe „europe-v-facebook.org“ am 4. Dezember 2012 auf den Audit-Bericht des Irischen Datenschutzbeauftragten zu Facebook Ltd./Irland bestärkt das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), mit den Datenschutzbehörden in Europa gemeinsame Bewertungen zum Datenschutz bei dem Sozialen Netzwerk facebook zu suchen und diese Erfahrungen in den Prozess der Erarbeitung einer Europäischen Datenschutz-Grundverordnung einzubringen.
Die österreichische Studenten-Gruppe „europe-v-facebook“ kommt in ihrer 73-seitigen unter Hinzuziehung der anwendbaren Europäischen Datenschutzrichtlinie und der hierzu veröffentlichten Arbeitspapiere der „Artikel-29-Arbeitsgruppe“ zu dem Ergebnis, dass hinsichtlich der 22 vor über einem Jahr eingereichten Datenschutzbeschwerden von facebook keine befriedigende Abhilfe geschaffen worden sei.
Die eingehende Analyse komme unter Auswertung der verfügbaren objektiven Fakten zu dem Ergebnis, dass facebook insofern weiterhin gegen europäisches und selbst gegen irisches Recht verstoße, so das ULD. An vielen Beispielen werde nachvollzogen, wie auf facebook in unzulässiger Weise Verhaltensdaten der Nutzerinnen und Nutzer ausgewertet und kommerziell verwendet werden. Das ULD teilt nach eignen Angaben die in der Antwort geäußerte Kritik an den unzureichenden Einwilligungen und der mangelhaften Transparenz in Bezug auf die Datenverarbeitung in den Hintergrundsystemen bei facebook.
Man müsse der Gruppe „europe-v-facebook“ für ihr bürgerschaftliches Engagement dankbar sein, betont Thilo Weichert, Leiter des ULD. Deren Antwort auf den irischen Auditbericht sei ein wichtiger Beitrag für eine europaweite Diskussion über die Datenschutzanforderungen, die Soziale Netzwerke beachten müssten. Sie bestätige die bisherigen Analysen des ULD und bestärke dieses in ihrem weiteren Vorgehen. Es sei nun die Aufgabe der deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden, den rechtlichen Klärungsprozess weiter voranzutreiben. Man stehe dabei vor der Herausforderung, dass dauernd neue datenschutzrelevante Funktionen bei facebook aktiviert würden, wie ganz aktuell die neuen „Partnerseiten“ zur Darstellung der Beziehungen in einem Freundesnetzwerk.
Weitere Informationen zum Thema:
europe-v-facebook.org, 04.12.2012
Irische Behörde konnte Datenschutz-Konflikt bisher nicht lösen. Studentengruppe bereitet sich auf Gerichtsverfahren gegen „Facebook“ vor
Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein
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