Aktuelles, Branche - geschrieben von am Dienstag, März 31, 2026 0:47 - noch keine Kommentare

World Backup Day: Backups verhindern, dass aus einem schlechten Tag ein katastrophaler wird

Zu den häufigen Ursachen für Datenverluste zählen Ransomware, versehentliches Löschen, Hardwareausfälle oder Softwarefehler, Fehlkonfigurationen, Insider-Bedrohungen und sogar Naturkatastrophen – Backups kontern also nicht nur die Ransamware-Bedrohung

[datensicherheit.de, 31.03.2026] Erich Kron, „CISO Advisor“ bei KnowBe4, kommentiert den diesjährigen „World Backup Day“ am 31. März 2026: „In einer Welt voller KI, ,Zero Day’-Exploits und nationalstaatlichen Cyberbedrohungen mag die Datensicherung wie eine Aufgabe aus dem ,Grundkurs Cybersicherheit’ erscheinen. Doch einige der schwerwiegendsten Vorfälle, mit denen Unternehmen konfrontiert sind, sind nicht auf hochkomplexe Angriffe zurückzuführen, sondern darauf, dass sie nicht auf das Unvermeidliche vorbereitet sind – und Datenverlust ist unvermeidlich.“

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Foto: KnowBe4

Erich Kron: Es geht auch um Resilienz, also die Fähigkeit, sich zu erholen, wenn etwas schiefgeht

Backups machen den Unterschied zwischen Fortführung des Betriebs und Insolvenz aus

Wenn die meisten Unternehmen über die Notwendigkeit von Backups nachdenken, dächten sie an Ransomware – und dies sei verständlich. „Ransomware ist nach wie vor eine der finanziell schädlichsten Cyberbedrohungen, doch zu den weiteren häufigen Ursachen für Datenverluste zählen versehentliches Löschen, Hardwareausfälle oder Softwarefehler, Fehlkonfigurationen, Insider-Bedrohungen und sogar Naturkatastrophen.“

  • Bei der Sicherheit drehe sich alles um Schichten. Keine Kontrolle sei perfekt, und irgendwann werde eine Schicht durchlässig und der Schutz versagen. „Wenn dies geschieht, sind es Backups, die verhindern, dass aus einem schlechten Tag ein katastrophaler wird.“

Für Unternehmen könnten Backups den Unterschied zwischen der Fortführung des Betriebs und der Insolvenz ausmachen. Bewährt habe sich die „3-2-1-Regel“ für Backups:

  • „3“ → drei Kopien Ihrer Daten
  • „2“ → zwei verschiedene Speichertypen
  • „1“ → eine externe (oder Offline-)Kopie

Diese Methode sei nicht neu, aber sie bleibe sicherlich nach wie vor relevant.

Backups sollten automatisiert werden

Kron warnt: „Wenn es darauf ankommt, dass jemand nur daran denkt, es zu tun, wird es nicht konsequent geschehen. Es gilt so viele Hindernisse wie möglich zwischen den Mitarbeitern und den Backup-Verfahren zu beseitigen.“

  • Backups testen
    Hierbei scheiterten viele Unternehmen – und es gebe kein schlimmeres Gefühl als festzustellen, „dass die Daten weg sind und nicht wiederhergestellt werden können“.
    Wenn Sicherheitsteams die Wiederherstellung nicht getestet haben, könnten sie nicht wissen, ob ihre Backups funktionieren und wie lange die Wiederherstellung dauern wird.
  • Backups schützen
    Angreifer nähmen oft zuerst Backups ins Visier. „Sie wissen, wie viel Einfluss sie haben, wenn sie die einzige brauchbare Kopie der Daten in der Hand halten.“
    Sicherheitsteams sollten daher unveränderliche Speicher vorhalten sowie starke Zugriffskontrollen und Netzwerksegmentierung vornehmen.

Der „World Backup Day“ als alljährlicher Realitätscheck

Die Wiederherstellungszeit sei entscheidend. „Ein Backup, dessen Wiederherstellung Wochen dauert, rettet ein Unternehmen möglicherweise nicht.“ Dies sei besonders wichtig, wenn Sicherheitsteams viele Systeme gleichzeitig wiederherstellen müssten.

  • Sie könnten ein Netzwerk leicht mit Daten überlasten. „Deshalb sollten sie sicherstellen, dass sie wissen, was am wichtigsten ist, um es zuerst wiederherzustellen, und sie müssen bei Bedarf einen Plan für die schrittweise Wiederherstellung erstellen“, legt Kron abschließend nahe.

Der „World Backup Day“ sei nicht nur eine Erinnerung, sondern ein Realitätscheck. Bei der Cybersicherheit gehe es nicht darum, jeden Vorfall zu verhindern. „Das ist unrealistisch. Es geht auch um Resilienz, also die Fähigkeit, sich zu erholen, wenn etwas schiefgeht.“

Weitere Informationen zum Thema:

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KnowBe4 News und Wissenswertes

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Erich Kron / CISO Advisor

datensicherheit.de, 30.03.2026
Konfigurationen: Der „World Backup Day“ sollte Backups jenseits purer Datensicherung propagieren / Es geht bei Backups eben auch darum, die gesamte Betriebsumgebung – inklusive aller Konfigurationen – widerstandsfähig und wiederherstellbar zu halten

datensicherheit.de, 29.03.2026
World Backup Day 2026 voraus: BSI ruft zur Datensicherung auf / Laut „Cybersicherheitsmonitor 2025“ des BSI legt nur ein Fünftel der Internetnutzer regelmäßig ein Backup an

datensicherheit.de, 14.03.2026
World Backup Day: Anlass zur Neubewertung eigener Cyberresilienz als Chefsache / Der eigentliche geschäftliche Mehrwert des Backups entsteht nicht durch die Sicherung als technische Maßnahme per se – sondern eben durch die Fähigkeit zur schnellen und vollständigen Wiederherstellung aller geschäftskritischen Daten und Systeme



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