Aktuelles, Branche, Produkte, Studien - geschrieben von dp am Donnerstag, Juli 2, 2026 0:57 - noch keine Kommentare
Kaspersky-Umfrage: Online-Betrug betraf 2025 bereits 56 Prozent der Internetnutzer
Im März 2026 ließ Kaspersky vom eigenen Marktforschungszentrum unter 7.200 Personen aus 18 Ländern eine Umfrage durchführen
[datensicherheit.de, 02.07.2026] Laut einer aktuellen Meldung von Kaspersky waren im vergangenen Jahr – 2025 – mehr als die Hälfte (56%) der Internetnutzer weltweit von Betrug betroffen. In Deutschland lag dieser Anteil demnach bei 39 Prozent. 45 Prozent seien zudem von gehackten Social-Media-Konten, Datenlecks und Malware-Infektionen betroffen gewesen – in Deutschland 28 Prozent. Diese Erkenntnisse basieren auf einer aktuellen Kaspersky-Umfrage, welche im März 2026 vom eigenen Marktforschungszentrum unter 7.200 Personen aus 18 Ländern (Brasilien, China, Kolumbien, Ägypten, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Malaysia, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Spanien, Südafrika, Thailand, Türkei, Vietnam) durchgeführt worden sei.
Jeder neue Trend oder jedes globale Ereignis dient Betrügern schnell als Angriffsfläche
Die „Betrugslandschaft“ entwickelt sich laut Kaspersky rasant weiter: „Angriffe werden immer ausgefeilter und zielgerichteter sowie zunehmend durch KI unterstützt.“ Es wird gewarnt: Nutzer können bei nahezu jeder Art von Online-Interaktion auf Betrugsversuche treffen: E-Mails, Messenger, Soziale Medien, Online-Shops oder Apps. Allein im ersten Quartal 2026 hätten die Anti-Phishing-Technologien von Kaspersky über 140 Millionen Phishing- und Betrugsversuche blockiert.
- Kaspersky-Experten betonen, dass sich Online-Betrug zunehmend verbreitet, da fast jeder neue Trend oder jedes globale Ereignis Betrügern schnell als Angriffsfläche dient. So hätten im März dieses Jahres die Anti-Phishing-Technologien von Kaspersky einen Anstieg betrügerischer Aktivitäten im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 entdeckt: „Sie deckten Fake-Angebote auf, die offizielle Turnierwebseiten imitierten oder das Ereignis ausnutzten, um Anwender zu unsicheren Interaktionen zu verleiten.“
Betrugskampagnen könnten heutzutage auch durch gestohlene personenbezogene Daten, Malware wie „Infostealer“, kompromittierte Konten und andere Online-Risiken erleichtert werden. Cyberkriminelle nutzten diese Informationen, um Nachrichten zu verfassen, sich als vertrauenswürdige Kontakte auszugeben oder ihre Betrugsversuche überzeugender zu gestalten.
KI-basierte Schutztechnologien helfen, der sich entwickelnden Bedrohungslage einen Schritt voraus zu sein
Auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierte Schutztechnologien könnten indes erkennen, was dem menschlichen Auge verborgen bleibt. Um der sich entwickelnden Bedrohungslage einen Schritt voraus zu sein und seine Nutzer umfassend zu schützen, entwickelt Kaspersky nach eigenen Angaben seine Produkte kontinuierlich weiter:
- „,Kaspersky Premium‘ schützt Anwender vor zahlreichen digitalen Bedrohungen und reduziert die damit verbundenen Risiken auf allen Geräten, einschließlich Smartphones.“ Die Schutztechnologien seien auf die jeweilige Plattform zugeschnitten und würden durch KI- und ML-basierte Erkennung verstärkt. Dazu gehörten die „Tools Data Leak Checker“ und „Identity Checker“, welche Nutzer vor der potenziellen Offenlegung persönlicher Daten warnten.
Der „Kaspersky Password Manager“ z.B. generiere, speichere und verwalte zudem sichere und einzigartige Zugangsdaten, während verhaltensbasierte Schutztechnologien wie „System Watcher“ mithilfe von App-Verhaltensüberwachung und Mustererkennung Anzeichen von Missbrauch oder schädlichen Aktivitäten in Echtzeit erkennen würden.
KI-gestützter Betrug ist die neue Realität und betrifft alle digitalen Bereiche
In den Kaspersky-Apps für „Windows“ und „macOS“ seien diese Funktionen jetzt in einem eigenen, KI-gestützten Betrugsschutz-Bereich zusammengefasst. Dadurch seien sie für Nutzer leichter zu finden und zu verstehen, während sie in mobilen Apps weiterhin im Hintergrund aktiv seien.
- „KI-gestützter Betrug ist die neue Realität und betrifft alle digitalen Bereiche – von gefälschten Ticketseiten bis hin zu Betrügern, die sich in Messengern als Freunde ausgeben“, erläutert Marina Titova, „Vice President Consumer Business“ bei Kaspersky. Sie führt hierzu weiter aus: „Er kann selbst versierte Nutzer täuschen. Sich allein auf die Fähigkeit zu verlassen, Betrug zu erkennen, reicht nicht aus. Deshalb haben wir eine fortschrittliche KI-Erkennung direkt in unsere Produkte integriert. Unsere Technologie erkennt, was dem menschlichen Auge verborgen bleibt, und schützt Nutzer in Echtzeit.“
Neue KI-Kennzeichnungen wiesen auf die Funktionen hin, welche umfassenden Schutz vor verschiedenen Online-Bedrohungen böten. „Windows“- und „macOS“-Nutzer könnten so auf einen Blick sehen, „wie die Lösung ihre digitalen Aktivitäten schützt“.
Weitere Informationen zum Thema:
Secure Futures by kaspersky
Marina Titova / Head of Consumer Product Marketing at Kaspersky
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