Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Dienstag, Februar 26, 2019 17:00 - noch keine Kommentare
Forescout-Studie: Unternehmen spüren veränderte Sicherheitslage
Unabhängig von der Unternehmensgröße sind Sicherheitsbedenken angesichts der Zunahme der Endgeräte zu verzeichnen
[datensicherheit.de, 26.02.2019] Forescout Technologies hat die Ergebnisse einer aktuellen Studie in Deutschland bekanntgegeben; diese sei von Censuswide im Auftrag von Forescout durchgeführt worden. Durch die immer stärkere Vernetzung und eine zunehmende Anzahl an Endgeräten änderten sich die Anforderungen an Sicherheitsstrategien. Diese Erkenntnisse bestätigt demnach die der Studie zugrundeliegende Erhebung unter 500 Führungskräften und IT-Leitern in Deutschland im Januar 2019.
Sicherheitslage: Große Selbstzweifel im Mittelstand
Im Rahmen der Untersuchung sei deutlich geworden, dass sich größere Unternehmen sicherer und besser auf die Herausforderungen vorbereitet fühlten. Trotzdem bestünden weiterhin, unabhängig von der Unternehmensgröße, Sicherheitsbedenken:
So hätten 29,5 Prozent der Organisationen mit mehr als 10.000 Angestellten angegeben, dass sie nicht oder nur eingeschränkt in der Lage seien, alle Geräte im Netzwerk zu inventarisieren und deren Compliance sicherzustellen. Typische Mittelständler (250 bis 500 Mitarbeiter) hätten sogar noch größere Zweifel. Von ihnen hätten 43,9 Prozent angemerkt, kein oder nur geringes Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten im Bereich Compliance und Erkennung von Endpunkten zu haben.
Digitalisierung führt zu regelrechten Geräte-Tsunamis
„Im Zeitalter der Digitalisierung müssen Unternehmen sich einen Überblick über die regelrechten Geräte-Tsunamis verschaffen, sonst verlieren sie die Kontrolle über ihr Netzwerk und wichtige Assets“, warnt Stephan von Gündell-Krohne, „Sales Director DACH“ bei Forescout.
„Deshalb ist unser erster Grundpfeiler ‚Sicherheit durch Sichtbarkeit‘. Wir versetzen IT-Teams in die Lage jedes Gerät umgehend zu erkennen und zu verwalten – egal, wie viele Devices sich im Netzwerk befinden und wie hoch das Datenvolumen ist.“
Größere Unternehmen mit Zehntausenden Endgeräten im Netzwerk
Die vorliegende Analyse zeigt laut Forescout, dass das Verhältnis von Personal und Endpunkten immer weiter auseinanderdriftet. Organisationen aller Größen hätten mit immer mehr Devices zu kämpfen. Dabei trieben nicht nur das Internet der Dinge (IoT), sondern auch virtuelle Maschinen das Wachstum an.
Firmen mit weniger als 100 Mitarbeitern hätten beispielsweise im Schnitt bereits 2.909 Devices in ihrem Netzwerk. Bei 250 bis 499 Angestellten ergebe sich ein Durchschnitt von 7.844 Endpunkten. Bei einer Belegschaft von über 10.000 Mitarbeitern komme man bereits auf 70.309 Geräte in einer einzelnen Organisation. 59,1 Prozent aller Unternehmen mit mehr als 5.000 Angestellten hätten mehr als 10.000 Endgeräte in ihrem Netzwerk.
Dritte könnten oft unbemerkt Geräte mit Unternehmens-Netzwerk verbinden
Gerade in Großunternehmen seien viele IT-Abteilungen nicht entsprechend ausgestattet. 50 Prozent aller befragten Großunternehmen (1.000 bis 5.000) geben demnach an, dass Dritte unbemerkt Geräte mit ihrem Netzwerk verbinden könnten, da keine Mechanismen implementiert wurden, um fremde Geräte zu segmentieren oder zumindest zu erkennen – und das, obwohl 80 Prozent innerhalb der gleichen Befragungsgruppe einen großen Sicherheitsvorteil durch verbesserte Sichtbarkeit, besonders in Bezug auf Devices aus den Bereichen IoT und „Operation Technology“ (OT) erkennen.
Unter allen Befragten aller Unternehmensgrößen würden die zunehmende Vernetzung von IT und OT (25 Prozent) und die Erkennung von Geräten sowie Schwachpunkten in Echtzeit (21 Prozent) als die größten Herausforderungen genannt.
Stephan von Gündell-Krohne: „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ als erster Grundpfeiler
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 16.02.2019
Münchner Sicherheitskonferenz: Internet der Dinge als Schwerpunktthema
datensicherheit.de, 03.08.2018
Internet der Dinge: Aufbau sicherer Systeme
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