Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Mittwoch, Januar 27, 2010 19:05 - noch keine Kommentare
Neue Studie belegt Einfluss der Online-Reputation auf Job-Chancen
Microsoft legt Untersuchung zum Europäischen Datenschutztag 2010 vor
[datensicherheit.de, 27.01.2010] In Deutschland suchen 59 Prozent der Personalentscheider – laut der von Microsoft anlässlich des 4. Europäischen Datenschutztages vorgelegtene Studie – Informationen über Bewerber im Internet. 16 Prozent hätten demnach sogar schon einmal einen Kandidaten aufgrund dieser Online-Angaben abgelehnt:
Trotzdem berücksichtige weniger als die Hälfte der Internetnutzer ihre Online-Reputation beim Hochladen von Inhalten. Dabei könne jeder sein Online-Profil durch geeignete Maßnahmen schützen und verbessern.
Das Internet fungiert inzwischen als die weltweit größte öffentlich verfügbare und am häufigsten genutzte Datenbank, in der Informationen nicht einfach gelöscht werden können – damit habe das ermittelbare Persönlichkeitsprofil einen immer größeren Einfluss auf das Berufs- und Privatleben von Einzelpersonen. Die im Auftrag von „Microsoft” durch „Cross Tab Marketing Services” durchgeführte Studie habe die Wahrnehmung der Online-Reputation durch Nutzer und Personalentscheider in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA untersucht. Unter „Online-Reputation“ verstehe man die soziale Bewertung einer Person aus öffentlich verfügbaren Daten, basierend auf ihrem Verhalten, ihren Kommentaren und der Charakterisierung durch andere.
Die Mitte Dezember 2009 durchgeführte Studie zeige deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung des Online-Rufs durch Privatpersonen und Personalmitarbeiter. So glaube in allen vier untersuchten Ländern die Mehrheit der Nutzer nicht, dass Unternehmen häufig Informationen über die Persönlichkeit nutzten oder nutzen sollten, um Personalentscheidungen zu treffen. Doch in Deutschland kontrollierten 22 Prozent der Personalentscheider immer und 37 Prozent meistens die Bewerber online, obwohl nur in 21 Prozent der Unternehmen dies ein formaler Teil des Auswahlprozesses sei. Die häufigsten Ursachen für die Ablehnung von Bewerbern seien unpassende Kommentare des Kandidaten, unpassende Fotos oder Videos, Bedenken bezüglich des Lebensstils und die Aufdeckung falscher Angaben in der Bewerbung – demgegenüber fürchteten nur 13 Prozent der Nutzer, dass ihr Online-Profil bereits einer Bewerbung geschadet hätte.
Eine deutsche Zusammenfassung der Studienergebnisse sowie die kompletten Ergebnisse sollen in Kürze unter http://www.microsoft.de/presse verfügbar sein.
Weitere Informationen zum Thema:
Microsoft, 27.01.2020
Microsoft-Studie zum Datenschutztag: Online Reputation beeinflusst Job-Chancen / 16 Prozent der Personalentscheider in Deutschland haben schon Bewerber aufgrund von Daten im Internet abgelehnt
datensicherheit.de, 25.01.2010
Safer Internet Day: Bewusster Umgang mit Sozialen Netzwerken ohne Abstriche bei Spaß und Sicherheit / Verbraucherzentrale Sachsen bietet Unterrichtseinheit für Schulen im Raum Leipzig an
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