Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Donnerstag, Oktober 27, 2022 19:18 - noch keine Kommentare
BKA: Mutmaßlicher Darknet-Marktplatz-Administrator festgenommen
22-Jähriger soll laut BKA seit November 2018 die Web-Plattform „Deutschland im Deep Web“ betrieben haben
[datensicherheit.de, 27.10.2022] Laut einer aktuellen Meldung des Bundeskriminalamts (BKA) hat der Darknet-Marktplatz „Deutschland im Deep Web“ über mehrere Jahre als Hauptanlaufstelle für den Handel mit Drogen fungiert und ist demnach jetzt durch Festnahme des mutmaßlichen Betreiber dieser illegalen Plattform außer Betrieb gesetzt worden.

Abbildung: BKA
BKA: Unter der ursprünglichen Erreichbarkeit der Website wurde dieser Sicherstellungsbanner veröffentlicht
BKA und ZCB ermittelten gemeinsam geleitet, um Festnahme am 25. Oktober 2022 vorzunehmen
Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Administrator von „Deutschland im Deep Web“, einen 22-jährigen Studenten aus Niederbayern, haben das BKA und die „Zentralstelle Cybercrime Bayern“ (ZCB) nach eigenen Angaben gemeinsam geleitet, um dann die Festnahme am 25. Oktober 2022 vorzunehmen.
Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen seien unter Beteiligung eines Staatsanwalts der ZCB zudem zwei Wohnobjekte durchsucht und zahlreiche Beweismittel, darunter Computer, Datenträger und Mobiltelefone, sichergestellt worden.
Diesen durchgeführten Maßnahmen seien monatelange verdeckte und technisch anspruchsvolle Ermittlungen vorausgegangen, um den anonym im Darknet agierenden Tatverdächtigen identifizieren und schlussendlich festnehmen zu können.
Aktuelle Ermittlungen richten sich gegen Betreiber der dritten Version der Darknet-Plattform
Der Darknet-Marktplatz „Deutschland im Deep Web“ wurde laut BKA erstmals im Jahr 2013 im „Tor“-Netzwerk veröffentlicht. 2016 habe der Täter des Amoklaufs in München die damalige Plattform genutzt, um sich die Tatwaffe und Munition zu beschaffen. In der Folge sei die Website 2017 durch das BKA im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main abgeschaltet worden. Der damalige Betreiber sei verhaftet und 2018 zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.
Seit 2018 seien unter dem Namen „Deutschland im Deep Web“ zwei neue Fassungen der Plattform erschienen, auf denen unter dem selbst gegebenen Motto „Keine Kontrolle, alles erlaubt“ insbesondere Drogen gehandelt worden seien.
Das aktuelle Strafverfahren richte sich gegen den Betreiber der dritten Version dieser Darknet-Plattform. Er soll diese seit November 2018 administriert haben. Der Beschuldigte stehe im Verdacht, eine kriminelle Handelsplattform im Internet gem. § 127 StGB betrieben zu haben. Das Gesetz sehe hierfür eine Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren vor.
BKA hat Online-Sicherstellungsbanner veröffentlicht
Die Plattform, seit März 2022 nicht mehr erreichbar, habe rund 16.000 registrierte Nutzer gehabt, davon insgesamt 72 aktive Händler.
Damit habe „Deutschland im Deep Web“ zu den größten deutschsprachigen Darknet-Plattformen gehört.
Um auf die Aktivitäten der Ermittlungsbehörden in Bezug auf „Deutschland im Deep Web“ hinzuweisen, wurde unter der ursprünglichen Erreichbarkeit der Website jetzt ein Online-Sicherstellungsbanner veröffentlicht.
Aktuelles, Experten, Studien - Feb. 15, 2026 0:46 - noch keine Kommentare
DefTech-Startups warnen vor verminderter Verteidigungsfähigkeit Deutschlands
weitere Beiträge in Experten
- Cybersicherheits-Direktorentreffen und Cyber Security Conference in München: Automatisierte Verteidigung im Fokus
- Wahlwerbung per Post kein Datenschutzverstoß – Widerspruch gegen Datenweitergabe möglich
- IT-Sicherheit auch in Privathaushalten laut BSI mehr als eine rein technische Frage
- eco-Forderung: EU sollte als Einheit auftreten und Europas digitale Wettbewerbsfähigkeit stärken
- Datenschutz in Echtzeit: Wie Daten-Streaming die Kunden in einer KI-gesteuerten Welt schützt
Aktuelles, Branche - Feb. 14, 2026 0:09 - noch keine Kommentare
Fake-WebShops und -Dating-Plattformen: Verschärfung der Cyberbedrohungen rund um den Valentinstag
weitere Beiträge in Branche
- Kaspersky-Warnung vor Cyberbetrug rund um den Valentinstag: Betrüger ködern mit vermeintlichen Geschenkkarten
- Datenschutz in Echtzeit: Wie Daten-Streaming die Kunden in einer KI-gesteuerten Welt schützt
- OpenClaw: Vom Tech-Experiment zum Enterprise-Albtraum
- eRecht24 startet KI Day 2026 – Live-Event für rechtssichere KI-Nutzung
- KI entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit bis 2030
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren