Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Montag, März 20, 2017 15:36 - noch keine Kommentare
BSI-Website: Aktualisierte Krypto-Richtlinien der Serie TR-02102 verfügbar
Sicherheitsniveau-Erhöhung von 120 Bit ab 2023
[datensicherheit.de, 20.03.2017] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat nach eigenen Angaben aktualisierte Versionen der Technischen Richtlinien der Serie „TR-02102“ in deutscher und englischer Sprache auf der BSI-Website veröffentlicht. Wesentliche Änderung in der neuen Version ist demnach die Ankündigung der Erhöhung des Sicherheitsniveaus auf 120 Bit ab dem Jahr 2023.
Prognosezeitraum von sieben Jahren
Die vierteilige Richtlinie enthält laut BSI allgemeine Empfehlungen zur Verwendung und Auswahl von kryptographischen Verfahren, Algorithmen und Schlüssellängen sowie konkrete Empfehlungen zum sicheren Einsatz der kryptographischen Protokolle „TLS“, „IPsec“ und „SSH“.
In den aktualisierten Richtlinien werden vom BSI geeignete kryptographische Verfahren für einen Prognosezeitraum von sieben Jahren empfohlen. Die sogenannten Technischen Richtlinien richten sich insbesondere an Entwickler kryptographischer Systeme, Systemverwalter sowie an Personen, die die Einführung neuer kryptographischer Infrastrukturen planen.
Deutschland „Verschlüsselungsstandort Nr. 1“
„Die Entwicklung und Anwendung vertrauenswürdiger Kryptotechnologien sind von entscheidender Bedeutung, um die aus der kritischen Gefährdungslage resultierenden Risiken zu minimieren“, betont BSI-Präsident Arne Schönbohm. Der durchgehende Einsatz sicherer Kryptographie müsse daher in Deutschland zum Normalfall werden.
Die von der Bundesregierung beschlossene „Digitale Agenda“ gebe das Ziel aus, Deutschland zum „Verschlüsselungsstandort Nr. 1“ zu machen, zum Schutz der Bürger, der Wirtschaft und der Verwaltung. „Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde treiben wir daher uneingeschränkt den Einsatz von Verschlüsselungslösungen voran und rufen Anwender in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft auf, zum Schutz der Privatsphäre und zum Schutz relevanter Informationen Verschlüsselung einzusetzen“, so Schönbohm.
Erhöhung des Sicherheitsniveaus
Wesentliche Änderung der neuen Version, die alle vier Teile der Serie „TR-02102“ betrifft, ist laut BSI die Ankündigung der Erhöhung des Sicherheitsniveaus auf 120 Bit ab dem Jahr 2023. Auf dieser Basis habe das BSI auch seine Empfehlungen für die Bitlängen aller empfohlenen Verfahren angepasst – dazu gehören unter anderem „RSA“, „Diffie-Hellman“ sowie Verfahren, die auf dem „Diskreten-Logarithmus-Problem“ und elliptischen Kurven basieren.
Zudem habe das BSI den Abschnitt der Zufallszahlenerzeugung unter „Windows“ in Teil 1 der „Technischen Richtlinie“ grundlegend überarbeitet.
Weitere Informationen zum Thema:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Publikationen / BSI TR-02102 Kryptographische Verfahren: Empfehlungen und Schlüssellängen
datensicherheit.de, 20.09.2016
photokina 2016: BSI informiert über Sicherheitsmaßnahmen für Kameras
datensicherheit.de, 01.03.2017
Kooperation: BSI und Verbraucherzentrale NRW haben Vereinbarung unterzeichnet
Aktuelles, Experten, Studien - Apr. 29, 2026 0:42 - noch keine Kommentare
Ransomware-Hotspot: Deutschland als Top-Ziel für Erpresser
weitere Beiträge in Experten
- Digitale Hygiene: ERGO empfiehlt Routinen zur Stärkung der Datensicherheit
- Schlechte Noten von IT-Entscheidern: Zwischenbilanz zu einem Jahr Schwarz-Rote Digitalpolitik
- Studie von Red Hat: Deutsche Unternehmen abhängig von globalen KI-Anbietern
- Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bitkom-Kommentar zur Bestandsaufnahme der Expertenkommission
- Wettbewerbsvorteil für Unternehmen: Digitale Transformation mit KI muss vorangebracht werden
Aktuelles, Branche, Studien - Apr. 28, 2026 0:47 - noch keine Kommentare
BMDS-Zwischenbilanz: Digitalministerium hat nach einem Jahr viel erreicht – und weiterhin noch viel zu tun
weitere Beiträge in Branche
- KI-Resilienz: compacer stellt Unternehmen Checkliste mit 5 Schritten bereit
- Phishing-Bedrohung: Geopolitische Krisen als Aufhänger für Hacker-Attacken
- Getrenntes IT- und OT-Monitoring größter operativer Blinder Fleck
- Claude Mythos: Anthropic könnte Büchse der Pandora geöffnet haben
- Mythos verändert alles: Gesamte Angriffsfläche der Unternehmen im Visier
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren