Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Montag, April 25, 2016 22:31 - noch keine Kommentare
Gesundheits-Apps: Verbraucherzentrale fordert Qualitätsstandards und Online-Plattform
vzbv-Vorstand Klaus Müller nimmt Stellung zur Studie „Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps – CHARISMHA“
[datensicherheit.de, 25.04.2016] Der verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht angesichts der Ergebnisse der am 25. April 2016 veröffentlichten Studie „Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps – CHARISMHA“ der Medizinischen Hochschule Hannover „großen Handlungsbedarf bei medizinischen Apps“.
Informationen zu Inhalt, Funktionalität und Datenschutz gefordert
Laut vzbv-Vorstand Klaus Müller muss bei mehr als 100.000 Apps auf dem Markt „die Spreu vom Weizen getrennt werden“. Für Gesundheits-Apps müssten Informationspflichten der Hersteller zu Inhalt, Funktionalität und Datenschutz eingeführt werden, damit Verbraucher gute und sichere Angebote erkennen könnten.
Bei medizinischen Apps für Diagnostik und Therapie müsse darüber hinaus garantiert werden, dass sie mit bereits vorhandenen konventionellen Tests mithalten könnten – etwa bei der Messgenauigkeit oder der Berücksichtigung spezieller Nutzerbedürfnisse.
Plädoyer für eine unabhängige nationale Online-Plattform
Müller: „Damit Verbraucher gute Angebote leichter finden können, sollte eine unabhängige nationale Online-Plattform geschaffen werden, die empfehlenswerte Apps aufführt und Verbraucher informiert.“
Verbrauchernutzen und Datenschutz als „Baustellen“
Diese vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegebene Studie zeigt laut vzbv Folgendes: „Die Qualität der Angebote, der Nutzen für Verbraucher und der Datenschutz sind große Baustellen.“
Weitere Informationen zum Thema:
verbraucherzentrale Bundesverband, 08.02.2016
Wearables und Gesundheits-Apps: Standards für Qualität, Datenschutz und Datensicherheit festlegen
Bundesministerium für Gesundheit, 25.04.2016
Studie „Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps“ veröffentlicht
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