Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Donnerstag, November 20, 2025 0:01 - noch keine Kommentare
KI-Risiken und Regulierung: BeyondTrust verkündet IT-Security-Prognosen für 2026
BeyondTrust-Experten rechnen mit einer rapide steigenden Anzahl an KI-Angriffen, hoher Gefahr für die Identitätssicherheit und der Einführung digitaler Zölle
[datensicherheit.de, 20.11.2025] BeyondTrust hat seine Prognose zu IT-Sicherheitstrends im neuen Jahr 2026 abgegeben. Dieses wird demnach maßgeblich durch neue Risiken im Kontext Künstlicher Intelligenz (KI) und identitätsbasierte Bedrohungen geprägt sein. Neben einer sich ständig verändernden Bedrohungslandschaft müssten IT-Sicherheitsverantwortliche zudem auch auf regulatorische Herausforderungen durch internationale Gesetzesinitiativen vorbereitet sein.
BeyondTrust-Experten warnen vor Flut identitätsbasierter Bedrohungen
Die Cybersicherheits-Landschaft stehe 2026 vor einer entscheidenden Wende – BeyondTrust-Experten prognostizieren eine „Flut identitätsbasierter Bedrohungen, die bisherige Sicherheitsstrategien der Unternehmen zum Schutz digitaler Vermögenswerte grundlegend verändern“. „Agentic AI“, „vergiftete Konten“ und digitale Zölle seien nur einige der künftigen Herausforderungen.
- Die nun vorliegende Prognose stammt von den BeyondTrust-Experten Morey J. Haber (Chief Security Advisor), Christopher Hills (Leitender Sicherheitsstratege) und James Maude (Field Chief Technology Officer).
„Bei der Entwicklung von Cybersicherheitslösungen müssen zukünftige Trends stets antizipiert werden“, unterstreicht Haber und führt hierzu weiter aus: „Mit einem klaren Blick auf relevante Technologien, Bedrohungsakteure und Regularien können wir unsere Kunden besser schützen und die Branche insgesamt bei der Vorbereitung auf technologische Innovationen unterstützen.“ Ein aussagekräftiger Blick in die Zukunft erleichtere eine schnellere Anpassung an IT-Trends und die erkenntnisgestützte Erstellung proaktiver Sicherheitsmaßnahmen.
Bedrohung: „Agentic AI“ laut BeyondTrust fortan in nahezu jede Technologie integriert
Die größten Schwierigkeiten bereiteten autonome, für Routineaufgaben und die Interaktion mit anderen Nutzern eingesetzte KI-Agenten. Diese „Agentic AI“ werde 2026 in nahezu jede Technologie integriert sein und verschiedene Bedrohungsszenarien verursachen. So seien die oft als „Middleware“ fungierenden KI-Systeme anfällig für das „Confused-Deputy-Problem“, bei dem legitime Privilegien von einem Angreifer zu Missbrauchszwecken ausgeweitet würden.
- Eine derart „verwirrte“ KI mit Zugriff auf sensible Daten lasse sich durch einen geschickt formulierten Befehl dazu verleiten, diese Informationen an Unbefugte weiterzugeben.
Eine wachsende Gefahr seien manipulierte Konten, über die Angreifer automatisiert falsche Zahlungsempfänger in Finanzsysteme einschleusten. Durch diese Angriffsmethode – „vergiftete Konten“ – würden Schwächen bei der Identitätsprüfung ausgenutzt und könnten zu erheblichen Finanzverlusten führen. Unternehmen müssten ihre Sicherheitsprotokolle überprüfen und verstärkt ihre Automatisierungsprozesse überwachen, bei denen sich Änderungen an Zahlungsempfängern vornehmen lassen.
BeyondTrust-Fachleute erwarten Steuern bzw. Zölle auf digitale Dienste
Auch auf der rechtlichen Seite rechnen BeyondTrust-Fachleute mit erheblichen Veränderungen im neuen Jahr. Rund um den Globus trieben Regierungen unterschiedliche Steuern oder Zölle auf digitale Dienste voran.
- Eine digitale Zollpolitik ordne solche Streaming-Dienste und Softwareverkäufe neu, welche außerhalb nationalstaatlicher Grenzen angeboten bzw. gehostet werden.
Eine Art Internetsteuer mit Einschränkungen bei der Erhebung, Speicherung, Verarbeitung und Weitergabe digitaler Informationen werde die Datensouveränität neu regeln. Im Ergebnis förderten „digitale Zölle“ regionale Innovationen und veränderten die globalen Datenflüsse.
Weitere Informationen zum Thema:
TechTarget
Morey J. Haber – Chief Security Advisor, BeyondTrust
linkedin
Christopher Hills
THE ORG
James Maude – Field CTO at BeyondTrust
BeyondTrust
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