Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Sonntag, Februar 1, 2026 1:22 - noch keine Kommentare
KRITIS-Dachgesetz: eco begrüßt Verabschiedung bundesweit einheitlichen Rahmens für den Schutz Kritischer Infrastrukturen
Für die Internetwirtschaft sind stabile Stromversorgung, funktionierende Netze und verlässliche Rahmenbedingungen essenziell – das „KRITIS-Dachgesetz“ setzt hierzu grundsätzlich an der richtigen Stelle an
[datensicherheit.de, 01.02.2026] Am 29. Januar 2026 befasste sich der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung mit dem „Gesetz zur „Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2557 und zur Stärkung der Resilienz kritischer Anlagen“ (KRITIS-Dachgesetz). Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. bewertet in einer aktuellen Stellungnahme den neuen bundesweit einheitlichen Rahmen für den Schutz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) und hebt hervor, worauf es nun bei der Umsetzung, der Vermeidung von Doppelregulierungen sowie bei den noch ausstehenden Rechtsverordnungen ankommt.

Foto: eco
Ulrich Plate fordert, den Schutz unserer Kritischen Infrastrukturen und Anlagen zügig umzusetzen
„KRITIS-Dachgesetz“ als Basis der Resilienz zentraler Versorgungsstrukturen in Deutschland
Die Verabschiedung des „KRITIS-Dachgesetzes“ im Deutschen Bundestag kommentiert Ulrich Plate, Leiter der eco-Kompetenzgruppe „KRITIS“: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass mit dem ,KRITIS-Dachgesetz’ nun erstmals ein bundesweit einheitlicher Rahmen für den Schutz Kritischer Infrastrukturen geschaffen und zugleich die europäische CER-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt wird!“
- Nach einem langen Gesetzgebungsprozess sei dies ein wichtiger und notwendiger Schritt, um die Resilienz zentraler Versorgungsstrukturen in Deutschland zu stärken.
Für die Internetwirtschaft seien stabile Stromversorgung, funktionierende Netze und verlässliche Rahmenbedingungen essenziell. Dieses Gesetz setze hierzu grundsätzlich an der richtigen Stelle an.
„KRITIS-Dachgesetz“ bedarf der Ergänzung – noch ausstehende Rechtsverordnungen zu kritischen Dienstleistungen, Anlagen und Schwellenwerten
Entscheidend werde nun sein, „wie praxistauglich die Umsetzung gelingt und wie kohärent sich die neuen Anforderungen in den bestehenden Regulierungsrahmen einfügen“. Insbesondere müssten Doppelregulierungen und parallele Pflichten im Zusammenspiel mit bestehenden IT- und Cybersicherheitsanforderungen etwa im Kontext von NIS-2 vermieden werden.
- Plate betont: „Resilienz entsteht durch klare Zuständigkeiten, abgestimmte Verfahren und nachvollziehbare Anforderungen!“
Von zentraler Bedeutung seien zudem die noch ausstehenden Rechtsverordnungen zu kritischen Dienstleistungen, Anlagen und Schwellenwerten. Solange diese Konkretisierungen fehlten, bleibe für viele Unternehmen unklar, „ob und in welchem Umfang sie betroffen sind“. Ohne diese Klarheit fehle die notwendige Planungs- und Investitionssicherheit, um Resilienzmaßnahmen zielgerichtet und wirtschaftlich tragfähig umzusetzen.
Stromausfall Anfang Januar 2026 in Berlin zeigte KRITIS-Anfälligkeit
„Wichtig ist, den Schutz unserer Kritischen Infrastrukturen und Anlagen zügig umzusetzen!“
- Ereignisse wie der Stromausfall Anfang Januar 2026 in Berlin zeigten, „dass Bedrohungen real sind“.
Plates Fazit: „Wenn Transparenz, Harmonisierung und eine enge Einbindung der betroffenen Branchen gewährleistet werden, kann das Gesetz einen wirksamen Beitrag zur Stärkung der Resilienz Kritischer Infrastrukturen in Deutschland leisten.“
Weitere Informationen zum Thema:
eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
Über uns / eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. Wir gestalten das Internet.
eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
KRITIS / KG-Leiter Ulrich Plate
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